BMW setzt zwar in vielen Segmenten und Modellen auf Elektro-Antrieb, doch die Zukunft sieht man in Bayern weiter nicht rein elektrisch. Das hat BMW-Chef Oliver Zipse erneut bekräftigt. Statt nur einem Trend hinterherzulaufen, will BMW technische Offenheit demonstrieren – und so auch die eigenen Verbrenner ins neue Zeitalter retten.

 
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E-Auto, Verbrenner, Wasserstoff: BMW will sich nicht festlegen

Vor Jahren, als außer einem unbekannten Tüftlerbetrieb mit Namen Tesla praktisch niemand etwas von E-Autos wissen wollte, besetzte BMW die technische Führungsposition. Der i3 war ein echtes Alleinstellungsmerkmal der Bayern. Inzwischen hat man den Stromer aufs Altenteil geschickt, während alle namhaften Hersteller – und viele neue – voll aufs E-Auto setzen.

BMW aber bleibt dem Verbrenner treu – und wird diese Einstellung wohl sobald nicht überdenken. „Unser Ziel ist und bleibt, die Mobilität für unsere Kunden zu sichern und dabei so klimaschonend wie möglich zu sein. Ein Mix aus BEV, Brennstoffzelle und hocheffizienten Verbrennern ist aktuell der beste Ansatz für das Gesamtsystem“, erklärte BMW-Chef Oliver Zipse bei der Präsentation der Halbjahreszahlen 2022 (Quelle: BMW). BEV ist die gebräuchliche englische Abkürzung für rein batterieelektrische Fahrzeuge.

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Eine Absage an E-Autos ist das freilich nicht, aber eben auch kein Bekenntnis zum Ende des Verbrenners. Im Gegensatz zur Konkurrenz, etwa von Audi oder Mercedes, hat BMW keinen Zeitplan für das Verbrenner-Aus öffentlich gemacht. Auch beim Rennen um die höchste Reichweite setzen die Bayern andere Prioritäten – obwohl man sich ebenfalls bereits den 1.000 km annähert.

Erst 2025 will sich BMW unter dem Namen „Neue Klasse“ mehr den E-Autos widmen. Statt wie bisher auf Mischplattformen zu setzen, bei denen eine Karosserie für Elektroantrieb oder Verbrennungsmotor genutzt werden kann, sollen die Stromer der Bayern dann eine eigene Plattform erhalten. Zum Start sollen eine Kompakt-Limousine im 3er-Segment sowie ein sportliches SUV bereitstehen, so Zipse weiter.

Für technische Spielereien ist BMW sich nicht zu schade:

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BMW-Chef: Wir halten Gegenwind aus

Ob sich der bewusste Widerstand gegen einen „E-Auto only“-Ansatz für BMW auszahlt, muss sich zeigen. Ganz allein ist man damit jedenfalls nicht, auch Toyota ist beim Umbau auf Elektro zögerlich. Für BMW-Chef Zipse hat die Technologieoffenheit vor allem einen Vorteil: Flexibilität. „Wir laufen nicht jedem Trend hinterher und halten Gegenwind aus“, so der Manager.