AMD und Samsung machen gemeinsame Sache: Der bekannte Prozessorhersteller wird die Exynos-Chips der Südkoreaner mit einer neuen Grafikeinheit ausstatten. Die GPU ermöglicht auch Raytracing, das in der aktuellen Konsolengeneration rund um PS5 und Xbox Series X für Furore sorgt. Das erste Samsung-Smartphone mit der neuen AMD-GPU zeichnet sich bereits am Horizont ab.

 

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Neben 4K-Grafik und höheren Framrates besticht die neue Konsolengeneration vor allem durch Raytracing. Damit werden realistische Spiegelungen, Beleuchtungen und Schattenwürfe möglich, was ein noch realitätstreueres Spielerlebnis erschafft. Dank der Zusammenarbeit zwischen Samsung und AMD ist Raytracing künftig nicht nur auf der Playstation 5 oder Xbox Series X verfügbar, sondern auch in der Hosentasche.

Samsung-Smartphones erhalten AMD-Grafikeinheit mit Raytracing

Auf der Computex 2021 hat AMD-Chefin Dr. Lisa Su nun einige Details verraten, worauf sich Samsung-Nutzer bereits in naher Zukunft freuen dürfen. Die „nächste Generation von Samsungs Exynos-SoCs“ solle mit AMD-Grafikeinheinten auf Basis der RDNA-2-Architektur ausgestattet werden. Damit sei unter anderem Raytracing und Variable Rate Shading möglich, heißt es. Weitere Details zum 5G-fähigen Chip, so Sue, werde Samsung „im Jahresverlauf“ verraten.

Damit dürfte die AMD-Chefin auf den Nachfolger des Exynos 2100 anspielen, dessen Vorstellung noch in diesem Jahr erwartet wird. Die ersten Smartphones auf Basis des neuen Prozessors könnten laut Android Authority in der ersten Jahreshälfte 2022 auf den Markt kommen. Das Galaxy S22 springt an dieser Stelle sofort in den Kopf. Eine potente AMD-Grafikeinheit mit Raytracing wäre für das neue Samsung-Flaggschiff ein starkes Verkaufsargument.

Eine verständliche Erklärung, was Raytracing ist und wie es genau funktioniert:

Was ist denn eigentlich so toll an Raytracing?

Plant Samsung ein Dock à la Nintendo Switch?

Bleibt allein die Frage, was Samsung mit der ganzen Grafikpower vorhat. Für aktuelle Android-Spiele wie etwa Minecraft oder Bloons TD 6, auf Platz 1 und 2 im Google Play Store, braucht man kein Raytracing. Denkbar wäre jedoch, dass der Elektronikkonzern weitergehende Pläne hat – etwa ein Dock à la Nintendo Switch. Besitzer könnten dann ihr Samsung Galaxy S22 ins Dock einstecken und mittels verbundenem Bluetooth-Controller Spiele auf Konsolenniveau am großen Fernseher zocken. Die passenden Spiele fehlen zwar noch, aber zumindest nötige Power wäre auf jeden Fall vorhanden.