Microsoft hat ein Update für Windows 10 veröffentlicht, bei dem unter anderem eine als gefährlich eingestufte Sicherheitslücke geschlossen wird. Diese war ausgerechnet im Microsoft Defender aufgetreten, der Benutzer von Windows 10 eigentlich schützen soll. Kommt die Rettungsaktion jetzt zu spät?

 

Windows 10

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Windows 10: Patch stopft Sicherheitslücke

Microsoft hat sein Januar-Update an Nutzer von Windows 10 verteilt. Wie üblich handelt es sich bei den monatlichen Patches um eine Sammlung an Fehlerbehebungen. Neue Funktionen des Betriebssystems kommen mit den Patches nicht bei Windows 10 an. Dennoch handelt es sich um ein vergleichsweise wichtiges Update, das so schnell wie möglich auf alle Rechner mit Windows 10 gehört. Der Patch wird dabei automatisch installiert, ein Zutun der Benutzer ist nicht erforderlich.

Eindeutig im Mittelpunkt des Januar-Updates steht eine zuvor klaffende Sicherheitslücke, die ausgerechnet im Schutzprogramm Microsoft Defender auftrat. Unter bestimmten Umständen war es möglich, über eine Lücke die Kontrolle über ein System mit Windows 10 zu erlangen. Microsoft zufolge hatte es sich bei dem Problem aber eher um ein Proof-of-Concept gehandelt. Um Schwierigkeiten in der Zukunft vorzubeugen, sei die Lücke nun bei der Microsoft Malware Protection Engine geschlossen worden.

Darüber hinaus hat sich Microsoft um zehn weitere, ebenfalls als kritisch eingestufte Lücken gekümmert. Insgesamt sollen mit dem jetzt verteilten Update 83 Probleme unter Windows 10 aus der Welt geschafft worden sein. Diese betreffen dem Hersteller zufolge unter anderem den Umgang mit Druckern sowie weiteren Peripheriegeräten.

Im Video: Um diese Aufgaben kümmert sich der Windows Defender.

Windows Defender Sicherheitscenter vorgestellt

Patchday bei Microsoft: Jeden Monat ein Update

Microsoft verteilt seit vielen Jahren jeweils einmal pro Monat einen Patch. Dieser wird üblicherweise am zweiten Dienstag eines Monats freigegeben. Bis zur Einführung des Patchdays hatte der Konzern kleinere Aktualisierungen jeweils sofort veröffentlicht. Seit dem Jahr 2003 ist Microsoft aber dazu übergegangen, Fehlerbehebungen erst zu sammeln und sie anschließend gebündelt an Nutzer zu verteilen. So soll Administratoren bei der Planung zur Einspielung von Updates geholfen werden.