Mit einem wirklich ungewöhnlichen Smartphone möchte LG versuchen, wieder Anschluss nach ganz oben zu finden. Es ist mit zwei Displays ausgestattet, die miteinander verzahnt sind. Kunden von diesem Konzept zu überzeugen wird sicher kein einfaches Unterfangen – und günstig wird das LG Wind auch nicht.

LG Wing: Besonderes Handy im Anflug

LG ging es schon mal deutlich besser, was den Absatz von Smartphones angeht. Die günstige Konkurrenz aus China macht dem Konzern zu schaffen, der trotz aller Rückschläge weiter Handys produziert. Nun sind weitere Details zum ungewöhnlichen Handy LG Wing ans Licht gekommen. Das Smartphone wird wie erwartet über zwei Bildschirme verfügen, die allerdings hintereinander statt nebeneinander angeordnet sind. Wie kann das Sinn ergeben?

LG stellt sich das Wing so vor, dass eines der Displays quasi herausgedreht wird. So ergibt sich ein Hauptbildschirm im klassischen Smartphone-Look und ein Nebenbildschirm, von dem nur die Hälfte zu sehen ist. Anders als bei faltbaren Smartphones ergibt sich also keine Verdopplung der Display-Fläche, denn letztlich stehen maximal 1,5 Displays zur Verfügung. Das Neben-Display kann laut ersten Leaks zufolge zum Beispiel als Tastatur oder zur Navigation genutzt werden.

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Wo sich weitere Vorteile eines solchen Konzepts ergeben könnten, hat sich LG hoffentlich gut überlegt. Sollte das doppelte Display nicht mehr als ein Gimmick werden, dann dürfte das Smartphone wieder in den Regalen verstauben. Günstig wird das LG Wind nämlich nicht, wie bei XDA Developers berichtet wird. In den USA soll das drehbare Smartphone für umgerechnet 840 Euro auf den Markt kommen. Bei einer Veröffentlichung hierzulande ist durch Mehrwertsteuer und weitere Abgaben mit höheren Preisen zu rechnen.

Das LG Wing gibt es in diesem kurzen Video zu sehen:

LG Wing mit 6,8-Zoll-Display

Das vordere Display des LG Wind soll älteren Gerüchten zufolge auf eine Diagonale von 6,8 Zoll kommen, wobei es zur Auflösung noch keine Infos gibt. Der hintere Bildschirm kommt wohl auf sichtbare 4 Zoll. Beim Prozessor könnte sich der Hersteller für den Snapdragon 765G mitsamt 5G-Modem entschieden haben. Auf der Rückseite wartet eine Hauptkamera, die Bilder mit bis zu 64 MP schaffen soll.

Simon Stich
Simon Stich, GIGA-Experte für Smartphones, Mobilfunk und die Gerüchteküche.

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