Was ist Strom und Spannung? Kurz und einfach erklärt

Selim Baykara

Was ist Strom - lohnt es sich überhaupt diese Frage zu stellen? Schließlich weiß jeder, was Strom ist: Das Zeug, das aus der Steckdose kommt und dafür sorgt, dass Computer, iPhone und andere Gadgets laufen. Aber was ist Strom genau? Wie funktioniert es und was hat das mit der Spannung zu tun? All das lest ihr in folgendem Ratgeber.

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Was ist Strom? Die Grundlagen

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Als Strom bezeichnet man eine Bewegung elektrischer Ladungsträger. Ladungsträger sind Elementarteilchen, die entweder negativ (Elektronen) oder positiv (Ionen) aufgeladen sind - durch die Bewegung der Teilchen entstehen Kräfte, die wir uns zunutze machen, um die unterschiedlichsten Geräte anzutreiben. Die wichtigsten Effekte von Strom sind:

  • Wärmewirkung: Fließt Strom durch einen Leiter, z.B. Draht erwärmt sich dieser. Wasserkocher, Bügeleisen oder Elektroherde basieren auf diesem Prinzip.
  • Lichtwirkung: Bei bestimmten Leitern wird die Hitze so stark, dass der Leiter anfängt zu leuchten. Beobachten könnt ihr das bei Glühlampen, Leuchtdioden oder Halogenstrahlern.
  • Magnetische Wirkung: Wenn Strom durch einen Leiter fließt, entsteht ein elektromagnetisches Feld um den Leiter. Elektromotoren oder Elektromagneten machen sich diese Anziehungskraft zunutze.

Strom braucht nicht zwangsweise einen Leiter um zu fließen. Elektrisch geladenen Teilchen können auch durch die Luft übertragen werden - so entstehen z.B. Blitze. In der Technik verwendet man üblicherweise aber Metalle, da diese aufgrund ihres geringen Widerstands über besonders gute Übertragungseigenschaften verfügen.

Was ist Strom - Und warum fließt er?

Strom fließt nicht von alleine: Damit die Teilchen in Bewegung geraten, ist eine bestimmte Anziehungskraft zwischen zwei unterschiedlich aufgeladenen Punkten nötig. Diese Anziehungskraft nennt man elektrische Spannung: Sie gibt an wie groß der Unterschied zwischen negativ und positiv aufgeladenen elektrischen Feld ist - je höher die Differenz, desto höher die Spannung und desto mehr Leistung. Wem das ein bisschen zu technisch klingt: Schaut euch einfach eine handelsübliche Batterie an. Am einen Ende befindet sich der Plus-Pol, am anderen Ende der Minus-Pol. Der Unterschied zwischen den beiden Feldern sorgt dafür, dass die Teilchen vom stärker aufgeladenen Pol angezogen werden und sich anfangen zu bewegen - Strom fließt.

Wie messt ihr Strom?

Um die Eigenschaften von Strom zu messen und genau anzugeben, wieviel Strom fließt, gibt es verschiedene Bezeichnungen. Die wichtigsten Begriffe, die ihr euch merken solltet, sind:

  • Ampere: Bezeichnet die Stromstärke, also wie hoch die Anzahl der bewegten Teilchen ist.
  • Volt: Bezeichnet die Stromspannung, also wie hoch die Differenz zwischen zwei unterschiedlich aufgeladenen Feldern ist.
  • Ohm: Bezeichnet den Widerstand von Materialien und Stromleitern. Je höher der Widerstand, desto geringer die elektrische Spannung.

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