iPhone 8: „Face ID“ funktioniert auch dann, wenn iPhone auf dem Tisch liegt

Florian Matthey 6

Mit dem iPhone 8 werden wir uns wohl zunächst einmal von Touch ID verabschieden und mit einer neuen Gesichtserkennungsfunktion anfreunden dürfen. Letztere soll aber selbst dann funktionieren, wenn das iPhone auf dem Tisch liegt.

iPhone 8: „Face ID“ funktioniert auch dann, wenn iPhone auf dem Tisch liegt
Bildquelle: iDropNews.

Face ID: Schneller und zuverlässiger als Touch ID?

Apple hat es offenbar nicht geschafft, den Fingerabdrucksensor Touch ID ins Display des iPhone 8 zu integrieren. Da das Gerät mit dem „randlosen“ Display ohne Homebutton auskommen muss und Apple eine Lösung mit einem Sensor auf der Rückseite offenbar ablehnt, hat die neue Gesichtserkennungsfunktion die Aufgabe, die Lücke vollständig zu füllen. Apple will laut Mark Gurman von Bloomberg offenbar aus der Not eine Tugend machen und „Face ID“ als schneller, sicherer und zuverlässiger als Touch ID bewerben.

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Gesichtserkennung auch dann, wenn iPhone auf Tisch liegt

Allerdings fragen sich viele, ob Face ID wirklich so praktisch sein kann wie Touch ID: Wird der Benutzer jedes Mal das iPhone vor sein Gesicht halten müssen, um sich anzumelden? Gerade dann, wenn das Gerät auf dem Tisch liegt und man es auch dort bedienen will, der „Blick“ des iPhone auf das Gesicht also aus einem ungünstigen Winkel erfolgt, könnten die Nachteile von Face ID offensichtlich sein.

iPhone 8 Gerüchte.

Doch offenbar hat Apple hier eine Lösung gefunden. Zunächst einmal bietet die „Goldgrube“ HomePod-Firmware auch hier einen entscheidenden Hinweis: In den tiefen des Systems, dessen Dateien Apple Ende Juli vorab veröffentlichte, befindet sich der String „com.apple.accessibility.resting.pearl.unlock“. „Pearl“ ist die Bezeichnung, die Apple für die Gesichtserkennung intern verwendet. „Resting“ deutet wiederum an, dass das Feature auch dann funktioniert, wenn das iPhone flach auf dem Tisch liegt.

Offenbar wird Apple die Kombination aus Kamera und Infrarot-3D-Sensor so verwenden, dass eine Gesichtserkennung auch aus ungewöhnlichen Winkeln möglich ist – also beispielsweise auch von unten und von der Seite. Wenn das iPhone das Gesicht des Benutzers dreidimensional aus allen Blickwinkeln kennen lernt, dürfte das tatsächlich möglich sein.

Benutzung von Face ID auch mit Apps

Weitere „Pearl“-Strings in der HomePod-Firmware deuten außerdem an, dass sich Face ID ebenso wie Touch ID auch mit Apps von Drittentwicklern benutzen lässt – also beispielsweise zum Anmelden beim Online Banking. Außerdem haben Entwickler einen String namens „PEARL_AUTOLOCK“ entdeckt. Was dahinter stecken könnte, ist unklar – denkbar ist eine automatische Sperrung des iPhone, sobald es erkennt, dass ein Fremder versucht, es zu benutzen.

Produktionspläne „bestätigen“ drahtloses Laden und „L-Akku“

Derweil hat der Leaker Benjamin Geskin mutmaßliche Produktionspläne des iPhone 8 entdeckt, die vom Apple-Partner Foxconn stammen sollen. Sie scheinen zwei Gerüchte um das neue iPhone zu bestätigen: Einerseits lassen sich Komponenten für ein drahtloses Aufladen identifizieren. Andererseits ist Platz für einen größeren Akku in „L-Form“ vorhanden. Bisher waren iPhone-Akkus immer rechteckig; dieses mal scheint Apple zusätzlichen Platz in der unteren Hälfte des Gerätes zu verwenden. Wie stark sich dadurch die Akkulaufzeit des iPhone 8 im Vergleich zu seinen Vorgängern verbessert, bleibt abzuwarten.

iHelp BR via 9to5Mac, Benjamin Geskin via AppleInsider

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