Android 4.4 KitKat: OS-Süßspeise mal anders

Amir Tamannai

Android 4.4 KitKat ist die nächste große Iteration von Googles Betriebssystem nach Android 4.3 Jelly Bean. Während es lange Zeit als gesetzt galt, dass Google seiner nächsten mobilen OS-Generation den Namen Key Lime Pie geben würde, offenbarte das Unternehmen aus Mountain View Anfang September dieses Jahres, dass man sie – auch zur Überraschung viele Google-Mitarbeiter – KitKat taufen werde. Am 31.10.2013 wurde Android 4.4 KitKat endlich vorgestellt. Wir listen die wichtigsten Neuerungen.

Features von Android 4.4 KitKat

Am 31. Oktober 2013 ist Android 4.4 offiziell und ohne großes Tamtam angekündigt worden. Die neuen Features, die in KitKat Einzug halten, hätten allerdings durchaus ein eigenes Event verdient gehabt. Denn nicht nur optisch hat sich einiges getan, sondern auch unter der Haube haben Googles Entwickler vieles optimiert. Zu einer der relevantesten Neuerungen gehört wohl das verbesserte Management des Arbeitsspeichers: So wurden die Hardware-Anforderungen von 1 GB RAM von Android Jelly Bean auf nur 512 MB RAM reduziert, sodass auch Low-End-Geräte in den Genuss der Google-Süßigkeit kommen können. Auf diesem Wege könnte Google mit günstigeren Modellen eine noch breitere Nutzerbasis aufbauen, und überdies dem erklärten Ziel des Google-CEOs Larry Page entsprechen, erschwingliche Android-Geräte verstärkt in Schwellenländer und Regionen der Dritten Welt zu bringen.

Eine der offensichtlichsten Neuerungen von Android 4.4 ist der überarbeitete Launcher, bei dem das Hintergrundbild nun auch hinter Statusleiste und Navigationsbuttons zu sehen ist – der schwarze Staus-Balken ist Geschichte. Widgets und Homescreens lassen sich durch einen Langdruck auf den Homescreen verwalten.

Google Now ist tiefer in Android integriert, denn der digitale Assistent ist nun praktisch ein weiterer Homescreen, der links außen verortet ist, sodass der Dienst durch einen Wisch zur Seite erreicht werden kann.

Durch den sogenannten Immersive Mode werden überflüssige Elemente wie Software-Buttons ausgeblendet, sobald Fotos, Videos, Bücher oder andere Anwendungen aktiv sind.

Durch neue Techniken wie „Sensor Results Batching“, „WiFi Batching“ und „Audio Tunneling“ soll die Energieeffizienz gesteigert worden sein. Des Weiteren unterstützt Android 4.4 auch weitere Bluetooth-Profile, durch die ebenso eine geringer Energieverbrauch erzielt werden soll.

Die Messenger-App für den Versand von SMS ist gestrichen und durch die hauseigene plattformübergreifende Anwendung Hangouts ersetzt worden. Diese beherrscht nun unter anderem auch den SMS-Versand.

Eine umfangreiche Übersicht aller Android 4.4-Features haben wir in unserem Ankündigungsartikel zusammengefasst.

KitKat-Werbekampagne

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Gemeinsam mit Google starten Nestlé und der KitKat-Markeninhaber in den USA, Hershey’s, eine groß angelegte Cross-Promotion-Werbekampagne, bei der kein Geld zwischen beiden Konzernen geflossen sein soll. So ist das inoffizielle Logo von Android 4.4 KitKat das Android-Maskottchen in Form eines KitKat-Schokoriegels. Diese wurde auch als mannsgroße Statue auf dem Google Campus aufgestellt, neben anderen Modellen, die frühere Android Versionen und deren Süßspeisen repräsentierten. Die KitKat-Riegel gibt es wiederum in einer limitierten Version in Form des Android-Maskottchens. Zudem werden KitKat-Riegel in zahlreichen Ländern mit der Möglichkeit erscheinen, Play Store-Guthaben und Nexus 7-Tablets zu gewinnen.

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Kritiker der Aktion bemängeln, dass Google mit Nestlé kooperiert, einem Konzern der aufgrund unethischer Geschäftspraktiken in der Kritik steht.

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