Ein 14-Jähriger spielt zum ersten Mal Zelda: A Link to the Past – das ist sein Fazit

GIGA GAMES

Aktuell sammelt bei uns der 14-jährige Jonathan als Schülerpraktikant erste Redaktionserfahrungen. Seinem Alter geschuldet hat er natürlich nur wenige Erfahrungen mit Retro-Spielen gesammelt – bis jetzt! Bei uns hat er sich zum ersten Mal an Zelda: A Link to the Past gewagt. Gespielt hat Jonathan übrigens nicht auf dem originalen SNES, sondern dem im letzten Jahr erschienen SNES Mini. Was die Konsole alles kann, schildern wir dir im Video.

SNES Mini - Alle Features der Retro-Konsole.

Ganz neu sind die Erfahrungen mit Zelda für mich nicht. Ich habe, als ich noch sehr klein war, mit meinem Bruder The Legend of Zelda: Spirit Tracks und Phantom Hourglass gespielt. Später habe ich mir für den Nintendo 3DS noch The Legend of Zelda: A Link Between Worlds und Ocarina of Time gekauft, letzteres habe ich aber nie durchgespielt.

Eine ganz neue Zelda-Erfahrung

Dadurch ist mir vor allem die Spielwelt relativ bekannt gewesen, ähnelt sie doch der aus A Link Between Worlds. Vor allem das Gameplay hat sich aber stark unterschieden. Ocarina of Time ist in 3D und hat eine steuerbare Kamera, in Spirit Tracks fährst du mit einer Bahn, um dich durch die Welt zu bewegen und in Phantom Hourglass wird diese durch ein Boot ersetzt. Am ehesten ist A Link to the Past noch mit A Link Between Worlds zu vergleichen. Das wundert mich nicht, handelt es sich dabei doch um seinen Nachfolger.

In A Link to the Past hat mir am meisten der berühmte Kampfschrei von Link gefehlt, der wegen der technischen Beschränkungen der Konsole nicht ins Spiel gefunden hat. Die Graffiti-Funktion aus A Link Between Worlds hat mir auch immer gut gefallen und ich hätte sie in einigen Momenten in A Link to the Past sicherlich gut gebrauchen können. Was ich hingegen gar nicht vermisst habe, ist das Suchen nach den nervtötenden Maimais. Um sie alle zu finden, musste ich bei A Link Between Worlds sogar in die Komplettlösung gucken.

Das einzige mir unbekannte Element was das Buch von Mudora, mit dem du die alte Schrift entziffern kannst. Dieses Item und das damit zusammenhängende Verlies gab es in A Link Between Worlds nicht. Es erschien mir auch etwas nutzlos, da ich es nur einmal benutzt habe. Mir schon bekannt und trotzdem ungewohnt ist das Benutzen der Lampe in A Link to the Past. Im Nachfolger brauchte ich kein Mana, um sie zu aktivieren.

Grundlegende Dinge: Schöne Grafik und nutzlose Schultertasten

Die Grafik von A Link to the Past ist schön, war für mich aber nicht ungewohnt, da ich gerne Stardew Valley spiele. Die klassische Zelda-Melodie zu hören, war für mich schön, den schon genannten Kampfschrei habe ich trotzdem vermisst. Mit der Steuerung hatte ich wenig Probleme – mich hat nur gewundert, dass die Schultertasten nicht belegt waren.

Die meisten Probleme mit dem Controller hatte ich, wenn ein Gegner auf mich zu lief. Ich konnte ihn oft nicht schnell genug töten und wenn ich dann weggelaufen bin, wurde ich getroffen. Dazu kam, dass ich mich anfangs nicht gleichzeitig bewegen und dabei schlagen konnte. Das änderte sich aber, sobald ich den Bogen im Verlies des ersten Amuletts bekommen hatte. Der ist meiner Meinung nach wiederum etwas zu stark, da ich für jeden normalen Gegner einen Treffer und für stärkere Gegner nur zwei Treffer benötigte. Letzten Endes hat mir das aber sehr geholfen.

Unfairer Vergleich? A Link to the Past versus Breath of the Wild

Auch mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild hat Jonathan bislang keine Erfahrungen gemacht. Während A Link to the Past in dem Sinne anders für ihn war, dass sich einige Mechaniken in heutigen Spielen gar nicht mehr finden lassen, erfindet Breath of the Wild die Serie komplett neu. Da ist es doch interessant, beide Teile miteinander zu vergleichen – aus einer vollkommen unvoreingenommen Sicht beiden Spielen gegenüber.

Bei Breath of the Wild ist mir vor allem das andere Spielgefühl aufgefallen. Das Bewegen durch die Welt, das Klettern, das Gleiten mit dem Parasegel. All das fühlt sich total anders an, als ich es von den anderen Zelda-Spielen gewohnt bin. Die Welt ist auch ein Stück weit realer, gerade im Vergleich zu A Link to the Past, da ich mehr eintauchen muss, um voranzukommen.

Ich musste mir mehr Gedanken zum Besiegen meiner Gegner machen – das übrigens notwendig ist, um an neue Waffen zu kommen. In A Link to the Past bin ich teilweise einfach durch gerannt. Die Spielwelt von Breath of the Wild wirkt gefährlicher, da sie für mich unberechenbar ist. Die Welt von A Link to the Past ist im Vergleich klein, die Gegner wiederholen sich. In Breath of the Wild ist es mir oft passiert, dass mich einfach so ein riesiges Steinmonster angegriffen hat. So etwas gibt es im alten Zelda nicht. Dazu kommt die neue Story und das ziemlich interessante neue Reich.

Die einzigen Parallelen, die mir nach dem kurzen Anspielen aufgefallen sind, sind die Namen von Protagonist Link und der Prinzessin Zelda. Naja, und der Name der Spielwelt Hyrule natürlich. Das ist natürlich überhaupt nicht schlimm, ich freue mich umso mehr darüber, dass ich die Gegner nicht kenne, dass es neue Waffen sowie unbekannte Charaktere gibt. Das einzige, dass mir noch bekannt vor kam, war das Kampfsystem. Es erinnert mich zwar nicht an A Link to the Past, dafür aber an Ocarina of Time.

Das Fazit: Zwei ganz unterschiedliche Zeldas

Nach dem Spielen steht fest: Ich finde beide Teile gut. Wer ein „simples“ und klassisches Zelda spielen möchte, ist mit A Link to the Past gut beraten. Es ist bekannt, solide und wer es noch nicht gespielt hat, kann sicherlich viel Spaß damit haben. Die Story bleibt beim Alten: Ein weiteres Mal hast du Zelda gerettet, Ganon besiegt und bist mal wieder der Held von Hyrule.

Wer aber ein Spiel haben möchte, dass der Zelda-Reihe mit sanftem Atem neues Leben einhaucht, sollte Breath of the Wild spielen. Der neuste Teil wartet mit einer riesigen neuen Welt, frischen Elementen und einer einzigartigen Story auf. Durch die neue Zeitlinie und die Abwechslung im Spielverlauf bietet dir Breath of the Wild etwas völlig Neuartiges – eine ganz andere Zelda-Erfahrung eben.

Bestelle Zelda: Breath of the Wild bei Amazon *

So hat sich The Legend of Zelda im Verlauf der Jahre verändert:

Bilderstrecke starten
17 Bilder
32 Jahre The Legend of Zelda.

Aber auch A Link to the Past möchte ich nicht missen: Durch das Experiment konnte ich erfahren, wie sich Retrospiele angefühlt haben, außerdem könnte ich die Klassiker kennenlernen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich The Legend of Zelda – A Link to the Past privat weiterspiele, aber ich werde mir dafür nicht extra das SNES Mini kaufen. Dafür mochte ich die anderen Spiele leider zu wenig. A Link to the Past hat mir von der Spielsammlung noch am Besten gefallen, da es ein bisschen aus dem sonstigen Retrospiel-Schema herausgefallen ist. Es war einfach ein normales Zelda und kein Zelda, das super schwer oder super komplex ist, damit man es sehr lange spielen kann. Und das war wirklich gut.

Auf Spieletipps hat Jonathan über seine Erfahrungen mit dem SNES Mini geschrieben *

Wie sind deine Erfahrungen mit den beiden Spielen The Legend of Zelda: A Link to the Past und Breath of the Wild? Kannst du die Aussagen von Jonathan nachvollziehen? Hast du vielleicht auch schon einmal ein Spiel ausprobiert, das lange vor deiner Zeit erschienen ist?

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA GAMES

* Werbung