Welches iPad kaufen? iPad 2018 und iPad Pro im Vergleich

Sebastian Trepesch

Das neue 9,7″ iPad, auf dem Bildungsevent am 23.03.2018 vorgestellt, bietet eine Funktion, die bisher dem iPad Pro vorbehalten war: Die Unterstützung des Apple Pencils. Lohnen sich die Mehrausgaben? Oder reicht das iPad 2018? Wir sagen, was man vor einem Kauf wissen sollte.

Welches iPad kaufen? iPad 2018 und iPad Pro im Vergleich
Bildquelle: GIGA.

Die Unterschiede zwischen dem 9,7″ iPad von 2018 und dem iPad Pro (seit 2017 im Verkauf) scheinen mittlerweile nicht mehr groß ins Gewicht zu fallen. Doch der erste Eindruck täuscht. Wir konzentrieren uns im Folgenden auf die Unterschiede, die für eine Kaufentscheidung relevant sein dürften.

iPad versus iPad Pro: Display- und Gehäusegröße

Diesen Aspekt dürfte noch keiner übersehen: Die unterschiedliche Bildschirmgröße. Das neue Modell besitzt eine Bildschirmdiagonale von 9,7 Zoll, das iPad Pro gibt es mit 10,5 Zoll und 12,9 Zoll. Kein Qualitätsmerkmal, sondern einfach Geschmackssache.

Allerdings: Aufgrund schmalerer Ränder bietet das 10,5″ iPad Pro das beste Verhältnis von Gehäuse- und Displaygröße. Ein A4-PDF wird nicht ganz in Originalgröße, aber vernünftig groß dargestellt.

9,7″ iPad 10,5″ iPad Pro 12,9″ iPad Pro
Maße (in Millimetern) 240 x 169,5 250,6 x 174,1 305,7 x 220,6
Tiefe 7,5 mm 6,1 mm 6,9 mm
Gewicht (WiFi-Modell) 469 Gramm 469 Gramm 677 Gramm

Tipp „Größe“: 10,5″ iPad Pro

Bilderstrecke starten
20 Bilder
9,7" iPad von 2018 in Bildern: So schaut's aus!

Displayqualität von 9,7″ iPad und iPad Pro

Die Unterschiede der Displayqualität sind zwischen iPad und iPad Pro größer, als man meinen mag. Der Bildschirm des iPads von 2017 und 2018 ähnelt dem iPad Air (1): Es ist nicht laminiert. Damit sieht das Display nicht so flach aus, man agiert nicht so unmittelbar auf dem Touchscreen wie beimm iPad Pro.

Der große Farbraum (P3) und das True-Tone-Display des iPad Pro sorgen für einen besseren Farbeindruck. Und die (maximal) 120 Herz dank „ProMotion“ beeindrucken bei schnellen Bewegungen – angefangen vom Scrollen auf einer Webseite. Das alles fehlt dem 9,7″ iPad, ja sogar die Antireflex-Beschichtung.

Tipp „Displayqualität“: iPad Pro

Apple Pencil und Smart Keyboard mit dem iPad

Das iPad Pro besitzt seitlich einen Smart Connector für den Anschluss des Smart Keyboards. Hierüber läuft der Datenaustausch und die Energieversorgung. Alle iPads können aber auch mit Bluetooth-Tastaturen gekoppelt werden.

Den Apple Pencil unterstützen nun alle aktuellen iPads (außer iPad Mini 4). Übrigens: Der Logitech Crayon ist eine Pencil-Alternative für Bildungskunden, der aber nach aktuellem Stand nicht in Deutschland verkauft werden wird. Er ist offiziell nur mit dem iPad 2018 kompatibel.

Tipp „Eingabe“: alle Modelle

iPad Pro 10,5 von 2017 im Test.

Kameras von 9,7″ iPad, 10,5″ iPad Pro & 12,9″ iPad Pro

Kleinere Unterschiede bei der Kamera dürften keine große Auswirkung auf eine Kaufentscheidung haben. Wer als „Immer-dabei-Tablet“ aber regelmäßig Fotos schießt oder öfter Dokumente etc. „scannt“, legt vielleicht doch auf eine gute Qualität wert. Und hier finden wir doch einige Unterschiede:

9,7″ iPad 10,5″ iPad Pro 12,9″ iPad Pro
Auflösung Foto/Video 8 MP / 1080p 12 MP / 4K 12 MP / 4K
Blende f/2.4 f/1.8 f/1.8
Opt. Bildstabilisierung nein ja ja
Blitz nein 4fach-LED 4fach-LED
FaceTime Selfie-Kamera 1,2 MP / 720p 7 MP / 1080p 7 MP / 1080p

In der Praxis sollten deutliche Unterschiede zu erkennen sein, die Pro-Modelle haben eine lichtstärkere und technisch besser ausgestattete Kamera. Dass es solche schlecht auflösenden Kameras wie die 1,2-MP-FaceTime-Kamera des iPads überhaupt noch auf dem Markt gibt … Videotelefonate in schlechten Lichtverhältnissen dürften mit dem günstigen Gerät keine Freude bereiten.

Tipp „Kamera“: iPad Pro

Lautsprecher der iPads von 2017/2018

Zwar geben alle iPads Stereoklang aus, doch die Pro-Modelle leisten das statt über 2 Lautsprecher über 4 Lautsprecher. Das Soundprofil ist zwischen den oberen und unteren Modulen geschickt abgestimmt, das Stereo wird für das Querformat passend gedreht. Wer öfter mal Videoclips oder TV ohne externen Lautsprecher anhört, wird mit den Pro-Modellen glücklicher.

Tipp „Audio“: iPad Pro

iPads im Vergleich: Und sonst noch …

  • Prozessor-Leistung: Im Alltag dürften keine kaufentscheidenden Unterschiede auftreten, trotz A10X versus A10.
  • Touch ID im iPad 2018 ist das Modul der ersten Generation – minimal langsamer und unzuverlässiger als die 2. Generation.
  • Das iPad gibt es mit 32 GB und 128 GB Speicher, das iPad Pro mit 64 GB, 256 GB und 512 GB.
  • Nur das 10,5″ iPad Pro gibt es in Roségold.
  • Alle Modelle gibt es als WiFi-Ausführung und als WiFi + Cellular, also mit Mobilfunk-Chip für eine normale SIM und Apple SIM.

Welches iPad kaufen? Der Preis!

Wichtig für die Kaufentscheidung wird meist der Preis sein. Und hier unterscheiden sich die Modelle stark: Das 9,7″ iPad startet mit 349 Euro (UVP), das iPad Pro mit 729 Euro.

9,7″ 9,7″ Cellular 10,5″ 10,5″ Cellular 12,9″ 12,9″ Cellular
32 GB 349 € 479 €
64 GB 729 € 889 € 899 € 1059 €
128 GB 439 € 569 €
256 GB 899 € 1059 € 1069 € 1229 €
512 GB 1119 € 1279 € 1289 € 1449 €

Alle iPads im Apple Online Store *

Preistipp: 9,7″ iPad

Fazit: Das iPad von 2018 besteht aus teilweise längst überholter Technik (Frontkamera, Display, Touch ID etc.). Mit der Pencil-Unterstützung und aktuellem Prozessor hat es aber zwei wichtige Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger erhalten, zudem ist es günstiger geworden. Damit ist es für viele die sinnvolle Wahl, wenngleich nicht für den technikinteressierten Menschen:

Wer nicht nur gelegentlich surft und ein Filmchen anschaut, sondern regelmäßig mit dem iPad arbeiten (und freizeiten …) will, der muss einmal kräftig schlucken, das Geld auf den Tisch blättern und hat fortan deutlich mehr Freude mit dem iPad Pro.

10,5 iPad günstiger bei Klarmobil *

Immerhin startet das teurere Gerät gleich mit 64 GB Speicher, während die 32 GB des 9,7″ iPad zu knapp sein könnten. Und der Straßenpreis der Pro-Modelle ist im Vergleich zur UVP .

Letztendlich dreht sich doch das meiste um die Frage, ob man für die zusätzlichen Funktionen den Aufpreis für das iPad Pro zahlen möchte oder nicht.

* gesponsorter Link