Der neue Tolino Vision 5 kann nicht nur Bücher von verschiedenen Händlern und Büchereien anzeigen, sondern glänzt auch mit einer Top-Ausstattung. Wie sich der E-Book-Reader in der Praxis schlägt, klärt der Test von GIGA.

 

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Tolino Vision 5 im Test: Fazit

Der Tolino Vision 5 ist eine gute Wahl für alle, die einen E-Book-Reader möchten, der Bücher von unterschiedlichen Buchhandlungen und Büchereien anzeigen kann. Wer bei seinem Lesegerät Tasten zum Umblättern und Wasserschutz möchte, greift zu diesem Modell – statt zum günstigeren Bruder Tolino Shine 3.

Auf dem größeren Bildschirm des Vision 5 liest es sich in der prallen Sonne spiegelfrei und genauso gut wie im schummrigen Licht – dank integrierter, farblich anpassbarer Displaybeleuchtung. Die weitere, umfangreiche Ausstattung ist nützlich und alltagstauglich. Doch auch das Top-Produkt der Tolino-Reihe hat bei Hardware und Software noch Luft nach oben.

Testwertung Tolino Vision 5:

  • Design und Verarbeitung: 4/5
  • Display und Beleuchtung: 5/5
  • Leistung: 3/5
  • Ausstattung 5/5
  • Ökosystem und Kompatibilität: 4/5
  • Praxis: 3/5

Gesamt: 80 Prozent

Der Tolino Vision 5 kostet 179 Euro.

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E-Book-Reader Tolino Vision 5 im Test: Das hat uns gut gefallen

  • Den Tolino Vision 5 kann man bequem in einer Hand halten, die leicht abgeknickte Ecke gibt ihm einen besonderen Look.
  • Das Display mit 7 Zoll Bildschirmdiagonale ist gut, Lesen im Sonnenlicht kein Problem. Dank Wasserschutz geht das auch am Pool gefahrlos. Die Anpassung des Hintergrundlichts von Kaltweiß bis starkem Warmweiß macht das Lesen in vielen Situationen deutlich angenehmer. Trotz Licht reicht eine Akkuladung viele Tage.
  • Die praktischen Tasten zum Umblättern werden von einer Gestensteuerung ergänzt, die man vom Smartphone kennt: Ein Wisch vom unteren Rand nach oben führt zum Homescreen.

Unterschiede zu den anderen Tolino-Modellen:

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Tolino Vision 5, Shine 3, Epos 2 und Page 2 im Vergleich: Unterschiede der neuen E-Book-Reader
  • Mit dem Tolino Vision 5 kann man elektronische Bücher von Thalia, Weltbild, Bücher.de und vielen kleinen Buchhandlungen nutzen. Auch gleichzeitig, wenn man die Mediatheken etwas umständlich miteinander verknüpft. Leihbücher zum Beispiel von Büchereien lassen sich auf dem Tolino Vision 5 öffnen. Der Reader unterstützt Adobe DRM. Nur Amazon-Käufe bleiben außen vor.
  • Bücher und Dokumente lassen sich per USB-Kabel und WLAN-Übertragung auf das Gerät spielen – dank kostenloser Hotspot-Nutzung in Deutschland sogar unterwegs.
  • Cloud-Speicher (für den man sich aber bei einem Buchhändler anmelden muss), Webzugang und Smartphone-App runden das Tolino-Portfolio ab.
  • Abstürze wie bei unserem Tolino-Test vor ein paar Monaten traten nicht auf, die Software ist recht zuverlässig.
  • Pfiffig gelöst: Der Lagesensor erkennt die Ausrichtung des Gerätes. Damit der Tolino das Schriftbild aber nicht unbeabsichtigt dreht, erscheint bei der Drehung des Readers nur ein kleiner Button auf dem Bildschirm. Mit einem Tippen bestätigt man, dass der Tolino die abgebildete Seite neu ausrichten soll.

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Das hat uns am Tolino Vision 5 nicht so gut gefallen

  • Im Vergleich zum Kindle Oasis ist die Hardware aus Kunststoff weniger wertig und weniger schlank. Auch die Displayqualität inklusive Hintergrundbeleuchtung liegt nicht ganz auf dem Niveau des Amazon-Readers. In dieser Preisklasse hätten wir uns eine noch bessere Hardware gewünscht.
  • Bücher mit neuem Kopierschutz von Onleihe konnten wir nicht öffnen, die Lösungsvorschläge von Tolino brachten keine Abhilfe. Damit konnten wir einen der wichtigsten Dienste von Büchereien nicht nutzen. Deshalb schrammte der Reader knapp an der vollen Punktzahl im Bereich „Kompatibilität“ vorbei. Eine Lösung sei aber in Arbeit.
  • Dass Hardware, Software und Medien nicht aus einer Hand stammen und man frei ist, bringt einen großen Nachteil: Die Anmeldung bei diversen Anbietern, sowie die Ausleihe von Medien ist umständlich und zeitaufwendig. Die nicht optimale Bedienfreundlichkeit wird durch das (E-Book-Reader-typisch) langsame Display zusätzlich getrübt.

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