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Mario vs. Donkey Kong im Test: Lohnt sich dieses Remake?

Nach 20 Jahren erscheint Mario vs. Donkey Kong als Remake für Nintendo Switch. (© Nintendo)
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Vor einem Jahr haben sich Mario und DK noch auf der großen Kinoleinwand gezankt. Das ist doch die perfekte Gelegenheit, um eine in Vergessenheit geratene Spielereihe wiederzubeleben. Das dachte sich vielleicht auch Nintendo und veröffentlicht am 16. Februar ein Switch-Remake zum Puzzlespiel Mario vs. Donkey Kong, das vor 20 Jahren ursprünglich für Game Boy Advance erschien.

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Ein etwas anderes Mario-Spiel

Donkey Kong döst auf seinem Sofa als ihn eine TV-Werbung zum neuen Mini-Mario-Spielzeug in Ekstase versetzt. Weil die Mini-Marios ausverkauft sind, fällt dem Affen nur eine Alternative ein: In die Fabrik einbrechen und alle Mini-Marios klauen, logisch! Mario folgt Donkey Kong, um ihm Level für Level die Spielzeuge wieder abzuknöpfen.

Mario vs. Donkey Kong: Übersichtstrailer

Das Spiel ist zunächst in acht Welten mit je acht Leveln eingeteilt. Die ersten sechs Level bestehen aus je zwei Plattformer-Puzzles. Ihr müsst Marios Fertigkeiten nutzen, um an einen Schlüssel zu gelangen, mit dem ihr die Leveltür öffnet. Im zweiten Teil gilt es dann, den Mini-Mario zu ergattern.

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Die Steuerung ist denkbar simpel: Mario kann springen, Gegenstände aufheben und klettern. So müsst ihr über Abgründe hüpfen, Gegner beseitigen, Schalter drücken oder Leitern hinaufklettern, um zum Ziel zu gelangen. Dabei sammelt ihr am besten noch drei Geschenke ein, die in jedem Level versteckt sind.

Lauft, springt und knobelt euch zum Ziel. (Bildquelle: Nintendo)
Lauft, springt und knobelt euch zum Ziel. (Bildquelle: Nintendo)

Weil die Level kurz, abwechslungsreich und herrlich unkompliziert sind, entsteht ein angenehmer und spaßiger Spielfluss. Jede Welt hat ihr eigenes Thema und führt neue Elemente ein, was für noch mehr Varianz sorgt. So müsst ihr in der Schneewelt den rutschigen Untergrund beachten, während im Dschungel Seilakrobatik im Mittelpunkt steht.

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Habt ihr in den ersten sechs Leveln einer Welt die Mini-Marios befreit, folgt ein Mini-Mario-Level sowie ein Bosskampf gegen Donkey Kong. In Mini-Mario-Leveln marschieren euch die Mini-Marios hinterher, springen können sie jedoch nicht. Ihr müsst für sie deshalb einen anderen Weg finden und sie sicher zur Spielzeugkiste geleiten.

Am Ende einer Welt bekommt Donkey Kong von euch eins auf die Rübe. (Bildquelle: Nintendo)
Am Ende einer Welt bekommt Donkey Kong von euch eins auf die Rübe. (Bildquelle: Nintendo)

Nach Abschluss der acht Welten ist das Spiel aber noch nicht vorbei: Ihr werdet mit acht weiteren Plus-Welten überrascht, in denen sich das Konzept sogar etwas ändert. Die Level sind hier eine Kombination aus den klassischen Abschnitten und den Mini-Mario-Leveln. Ihr müsst einen Mini-Mario aktivieren, der den Schlüssel bei sich trägt und diesen dann zur Tür führen.

Auch wenn die insgesamt 138 Level einen üppigen Umfang suggerieren, so braucht ihr nur circa sechs Stunden, um alles in Mario vs. Donkey Kong gesehen zu haben – wohlwollend geschätzt. Einerseits ziemlich kurz, aber dafür auch abwechslungsreich und kurzweilig.

Die Plus-Welten müsst ihr mit einem Mini-Mario an eurer Seite abschließen. (Bildquelle: Nintendo)
Die Plus-Welten müsst ihr mit einem Mini-Mario an eurer Seite abschließen. (Bildquelle: Nintendo)

Alle wichtigen Neuerungen im Remake

Zunächst sei die solide audiovisuelle Überarbeitung erwähnt. Die Grafik reist zwar wahrlich keine Bäum aus, aber euch erwartet ein kohärenter und zeitgemäßer Nintendo-Look. Hervorheben will ich die charmanten und witzigen Zwischensequenzen.

Inhaltlich gibt es im Vergleich zum Original je zwei neue normale Welten und zwei Plus-Welten. Die insgesamt 34 neuen Level passen qualitativ nicht nur gut zum Rest des Spiels, sondern stechen dank der interessanten Mechaniken sogar heraus.

Das Muntere Miniland ist eine der neuen Welten im Remake. (Bildquelle: Nintendo)
Das Muntere Miniland ist eine der neuen Welten im Remake. (Bildquelle: Nintendo)

Eine Änderung, die nicht allen Fans gefallen wird, betrifft den Schwierigkeitsgrad. In jedem Level könnt ihr euch nämlich einen Stern verdienen. Habt ihr genug davon, schaltet ihr sukzessive geheime Profilevel frei. Im Original habt ihr einen Stern bekommen, wenn ihr den Hi-Score in einem Level gebrochen habt. Um ausreichend Punkte zu sammeln, galt es alle Geschenke zu sammeln, Gegner zu besiegen und einen Level möglichst schnell zu beenden. Teilweise war eine perfekt durchgeplante Route notwendig, um das zu schaffen. Abkürzungen herauszufinden und einen Level zu perfektionieren zahlte auf die Motivation ein. Im Remake fällt diese Punktejagd weg und ihr müsst für den Stern lediglich die drei Geschenke finden. Das Remake ist dadurch viel weniger herausfordernd.

Um das auszugleichen schaltet ihr im späteren Verlauf den Bestzeit-Modus frei, in welchem ihr die Level in einer bestimmten Zeit schaffen müsst. Den Kern des Punktesystems aus dem Original trifft das aber nicht. Der Modus dient eher zur Spielzeitstreckung und hält nicht mal eine Belohnung bereit, wenn ihr das komplette Spiel erneut auf diese Weise durchspielt.

Ein tolles neues Feature: Der 2-Spieler-Modus. (Bildquelle: Nintendo)
Ein tolles neues Feature: Der 2-Spieler-Modus. (Bildquelle: Nintendo)

Eine wiederum interessante Neuerung ist der 2-Spieler-Modus, dank dem ihr das Spiel mit einem Freund oder einer Freundin genießen könnt. Im Koop-Modus gibt es in den Leveln einen zweiten Schlüssel, den ihr sammeln müsst, sodass sich das Spiel im Koop-Modus sogar etwas unterscheidet. Noch cooler wäre es gewesen, wenn es extra für den Koop-Modus designte Level gegeben hätte – schade.

NintendoMario vs. Donkey Kong - [Nintendo Switch]
NintendoMario vs. Donkey Kong - [Nintendo Switch]
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 23.07.2024 16:42 Uhr

 

Fazit zu Mario vs. Donkey Kong

Mario vs. Donkey Kong ist an sich wirklich ein tolles und kurzweiliges Spiel. Ich persönlich liebe sogar die Anfänge der Reihe und würde mich riesig freuen, wenn der Puzzle-Plattformer in dieser Form einen neuen Ableger bekommt. Trotzdem finde ich 50 Euro für dieses Remake etwas zu viel. Und das bezieht sich gar nicht so sehr auf die kurze Spielzeit.

Viel mehr denke ich, dass Mario vs. Donkey Kong einfach nicht so stark von einem Remake profitiert wie zum Beispiel ein Super Mario RPG. Klar, die Grafik des Originals ist total veraltet, aber mechanisch funktioniert es eigentlich noch wunderbar. Gäbe es den GBA-Klassiker im Katalog von Nintendo Switch Online, hätte ich damit auch eine gute Zeit gehabt. Zumal mir der herausfordernde Schwierigkeitsgrad des Originals mehr zusagt. Als Kenner der Vorlage sind mir die Neuerungen deshalb keine 50 Euro wert.

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Wenn ihr das GBA-Spiel aber nie gespielt habt und Rätselspiele mögt, dann kann ich euch diesen entspannten Puzzle-Plattformer empfehlen. Im eShop findet ihr eine kostenlose Demo, die ihr vorab testen könnt, um einen besseren Eindruck vom Spiel zu erhalten.

Wertung
7.6/10
“Ungewöhnliches, kreatives und immer noch spaßiges Puzzlespiel, das Rätsel mit Jump-and-Run-Gameplay vereint. Trotz neuer Inhalte ist das Remake zu hoch bepreist und aufgrund des entfernten Punktesystems ist es deutlich leichter als das Original.”
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