iMac 2019: Das leisten die neuen Grafikchips in Apples Desktop-PC

Robert Kohlick 1

Leistungsfähigerer Prozessor, schnellerer Arbeitsspeicher neue Grafikchips – Apples neuer iMac 2019 ist keine Revolution, aber immerhin ein moderates Leistungs-Upgrade der inzwischen zwei Jahre alten Vorgängermodelle. Wir haben die verbauten Grafikeinheiten einmal genauer unter die Lupe genommen und verraten euch, was ihr in Sachen Performance von ihnen erwarten könnt.  

iMac 2019: Das leisten die neuen Grafikchips in Apples Desktop-PC
Bildquelle: Apple.

Grafikchips des iMac 2019: Das „X“ macht den Unterschied

Apple bezeichnet seine neue iMac-Iteration selbst als „schönes Biest“. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, Performance hingegen ist messbar. Das Unternehmen setzt auch dieses Mal auf Grafikchips von AMD, verbaut dieses Mal jedoch etwas leistungsstärkere Varianten der gleichen mobilen Grafikeinheiten, die bereits 2017 zum Einsatz kamen. Alle Radeon-Pro-Grafikeinheiten wurden gegen ihre leicht aufgebohrten X-Varianten ausgetauscht. Zur Erklärung: Die Radeon-Pro-Modelle sind im Grunde nichts weiter als Mobile-Versionen ihrer Desktop-Pendants, denen es etwas an Leistung fehlt.

Statt einer Radeon Pro 555 kommt also im 1.500 Euro teuren 21,5 Zoll iMac eine Radeon Pro 555X zum Einsatz. Die technischen Daten beider Grafikchips sind beinahe kongruent, lediglich der Boost-Takt der GPU und der Speichertakt wurden bei den X-Modellen leicht angehoben. Das Leistungsplus fällt je nach Anwendungsbereich erwartungsgemäß überschaubar aus.

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iMac 2019: So leistungsstark wie noch nie

Wer keinen Platz für den großen 27-Zoll-iMac auf seinem Tisch findet, aber trotzdem mehr Grafikpower haben will, wird sich freuen, dass nun auch beim kleinen Modell die Option angeboten wird, eine Radeon Pro Vega 20 mit 4 GB HBM2-Speicher einzubauen. Vor allem bei professionellen Arbeiten, wie dem Erstellen von 3D-Inhalten und dem Bearbeiten von Videos dürfte sich der flottere Grafikchip bemerkbar machen. Apple verspricht einen Leistungssprung von bis zu 80 Prozent im Vergleich zum vorherigen Modell. Doch das hat seinen Preis: Für den Einbau der Radeon Pro Vega 20 bezahlt ihr einen saftigen Aufpreis von 420 Euro. In unseren Augen, trotz der zusätzlichen Performance, kein guter Deal.

PC-Spieler sollten jedoch sowieso weiterhin vom kleinen iMac Abstand halten. Trotz des potenteren Grafikchips ist das Modell in seiner High-End-Version nicht wirklich spieletauglich, auch nicht unter Windows via Bootcamp.

Etwas anders sieht das beim großen Bruder aus. Beim 27-Zoll-iMac können Käufer zwischen der Radeon Pro 580X oder der leistungsstärkeren Radeon Pro Vega 48 mit 8 GB HBM2-Speicher wählen. Wer sich für den Vega-Chip entscheidet, bezahlt 540 Euro mehr, bekommt dafür ungefähr die Performance der Desktop-Variante der RX 590 geboten. Damit laufen dann neben Schnitt- und Bildbearbeitungsprogrammen auch einige aktuelle Spiele in Full-HD und WQHD. Apple selbst gibt auf der Webseite des aktuellen iMacs an, dass Rise of the Tomb Raider im Vergleich zum iMac 2017 rund 30 Prozent mehr Performance bietet, das Gleiche gilt für 3D-Renderings in Final Cut Pro X.

Wer kein Retina Display braucht, keine Bild- und Videobearbeitungssoftware nutzt und nicht professionell mit seinem iMac arbeitet, greift dagegen zum Einsteiger-iMac mit integrierter Intel-Grafikeinheit und Full-HD-Display.

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