EPS-Datei öffnen & umwandeln – So gehts!

Thomas Kolkmann 1

Was fängt man eigentlich mit einer EPS-Datei an? Welches Programm ihr benötigt, um euch EPS-Dateien zu öffnen und anzeigen zu lassen und wie ihr die Datei in ein gängigeres Format umwandeln könnt, zeigen wir euch in diesem Ratgeber.

EPS steht für Encapsulated PostScript und beschreibt in den meisten Fällen eine Grafikdatei in der Seitenbeschribungssprache PostScript. Adobe hat das Format 1987 ins Leben gerufen, dabei kann die Datei Objekt-, Rastergrafik- und Separationsdaten enthalten. Heutzutage kommt das Format in den meisten Fällen im Bereich der Druckereien und Verlage vor, wobei es auch hier immer häufiger von Adobes weit stärker verbreitetem Dokumentenformat PDF abgelöst wird. Falls ihr trotzdem über eine EPS-Datei gestolpert seid oder eine Druckerei eine Grafik von euch in diesem Format verlangt, erklären wir euch in den nächsten Absätzen, mit welchen Programmen ihr euch EPS-Dateien anschauen und umwandeln könnt.

EPS-Datei öffnen

EPS-Datei-oeffnen-Anleitung
Wenn ihr eine EPS Datei öffnen möchtet, benötigt ihr in der Regel keine zusätzliche Software. Oftmals stehen Nutzer zwar vor dem großen Rätsel, mit welchem Programm sich eine EPS-Datei wohl öffnen lässt, meist ist eine entsprechende Anwendung aber bereits installiert. Mittlerweile werden EPS-Dateien nämlich von mehr Programmen unterstützt, als der ein oder andere vermuten mag.

  • Mit Microsoft Office 2010 könnt ihr EPS-Dateien über den Menüpunkt „Einfügen“ öffnen. Dazu müsst ihr in beispielsweise Word lediglich ein neues Dokument öffnen und anschließend unter „Einfügen“ die Option „Grafik“ und dann „Grafik aus Datei einfügen“ wählen. Sucht dann die gewünschte EPS-Datei und öffnet diese. Ab Microsoft Office 2013 müsst ihr zuvor in der Systemsteuerung für das Office-Suites den EPS-Konverter aktivieren müsst.
  • Auch in den Open-Source Office-Lösungen LibreOffice und OpenOffice ist es für gewöhnlich problemlos möglich, eine EPS-Datei einzufügen.
  • In Photoshop können EPS-Dateien über das Datei-Menü ganz einfach importiert werden. Öffnet dazu zunächst ein leeres Photoshop-Dokument und wählt dann im Datei-Menü die Option „Platzieren“. Dann könnt ihr die gewünschte EPS-Datei auswählen und auf dem Dokument platzieren.
  • Mit dem entsprechenden EPS-Plugin ist es auch mit den kostenlosen Grafikprogrammen wie Gimp (GPL GhostScript) oder PhotoFiltre (Association-Plugin) möglich, EPS-Dateien zu öffnen und sogar in andere Dateiformate zu konvertieren.
  • Wer Adobe Illustrator nutzt, kann EPS-Dateien ebenfalls ganz einfach öffnen. Wählt dazu einfach im Menü die Option „Öffnen“ und wählt eure Datei aus. Bei Illustrator handelt es sich bekanntlich um ein hauptsächlich auf Vektordateien spezialisiertes Programm, weshalb das Handling mit EPS-Dateien kein Problem darstellt. Mit dem Direktauswahl-Werkzeug könnt ihr einzelne Ankerpunkte der in der EPS-Datei enthaltenen Vektordaten auswählen und beispielsweise Kurven verändern.
  • Unter Mac können EPS-Dateien sogar mit dem vorinstallierten Vorschau-Tool betrachtet werden. Die Anwendung erstellt beim Öffnen der EPS-Datei nämlich automatisch eine PDF-Datei, welche dann auf herkömmlichem Wege und ohne Probleme betrachtet werden kann.
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EPS-Datei umwandeln (JPG, BMP etc.)

Wenn ihr die EPS-Datei gerne bearbeiten oder verändern möchtet, liegt es nah, sie in ein etwas gängigeres Format z.B. BMP oder JPG umzuwandeln. Das geht beispielsweise mit den Freeware-Programmen EPS Viewer und XnView. Mit diesen kostenlosen Programmen könnt ihr EPS-Dateien in gewöhnliche Bilddateien umwandeln und ebenso anderherum.

Wer nur eine einzige Datei umwandeln möchte und dafür nicht extra ein Programm installieren möchte, kann auch einen der vielen Online-Bildkonvertierer nutzen. Für EPS-Dateien bieten sich dabei zum Beispiel Online-Convert.com oder Convertio.co an.

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