Apple und Datenschutz: Gespeicherte Benutzerdaten lassen sich jetzt noch einfacher herunterladen

Florian Matthey 4

Anders als Unternehmen wie Google oder Facebook, verdient Apple in der Regel kein Geld mit Benutzerdaten – dementsprechend wenig weiß das Unternehmen über seine Kunden. Wie wenig es ist, lässt sich jetzt noch einfacher herausfinden.

Apple und Datenschutz: Gespeicherte Benutzerdaten lassen sich jetzt noch einfacher herunterladen
Bildquelle: GIGA, Holger Eilhard.

Apple-Datenschutz-Website: Herunterladen von Informationen ist jetzt noch einfacher

Für Apple-Kunden ist es jetzt noch leichter geworden, sämtliche bei Apple über sich selbst gespeicherte Daten herunterzuladen: Sie müssen sich einfach mit ihrer Apple ID einloggen und auswählen, welche Datenkategorien sie haben möchten. Das neue Feature dürfte eine aufgrund der Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union eingerichtete Maßnahme sein, denn zunächst ist sie nur für europäische Kunden erhältlich. Kunden anderer Länder sollen sie aber auch bald nutzen können.

Über eine neue Apple-Privatsphäre-Website könnt ihr eure Apple-ID löschen, deaktivieren und auch die vorhandenen Daten korrigieren. Vor allem ist es aber auch möglich, sämtliche bei Apple in Verbindung mit dieser Apple ID gespeicherten Daten herunterzuladen. Die Website gibt außerdem noch ausführliche Informationen darüber, wie Apple genau mit Benutzerdaten umgeht.

Apples Daten über euch: Wenig Persönliches, viel Metadaten

Das betrifft unter anderem eure Aktivität im App Store, iTunes Store, iBookstore und bei Apple Music, Details zu eurem Account und euren Geräten, Bestellungen im Apple Online Store und in Apple Retail Stores, AppleCare-Support-Vorgänge, Aktivität im Game Center, iCloud-Aktivität in den Bereichen Lesezeichen, Leseliste, Kalender, Erinnerungen, Kontakte und Notizen, von euch bei Apple gemeldete Fehler der Apple-Karten und Abonnements von Marketing-Angeboten, Downloads und andere Aktivitäten.

Das hört sich einerseits nach viel an. Allerdings sind es, wie eine von uns vor einigen Tagen durchgeführte Analyse zeigt, letztendlich doch sehr wenige Daten. Zahlreiche Daten sind lediglich Metadaten, die wenige Informationen über die jeweilige Person freigeben. Tatsächliche persönliche Daten sind bei Apple nur in einem sehr geringen Umfang gespeichert.

Vor allem speichert Apple nichts, von dem nicht ohnehin allseits bekannt ist, dass Apple diese Daten kennt – das Unternehmen hat sich nicht irgendwo im Kleingedrucktem Zugriff auf wirklich sensible Daten gesichert.

Wie ernst nehmt ihr es mit dem Datenschutz? Was wir von der Idee halten, Facebook nach dem letzten Daten-Skandal „zu löschen“, erfahrt ihr in unserer Bilderstrecke.

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Facebook löschen? Das sagt die GIGA-Redaktion.

Apple betont gerne, dass man mit Hardware wie iPhone, iPad und Mac sein Geld verdiene – und nicht mit der Auswertung und Weitergabe von Daten, wie es bei Google und Facebook fast zwangsläufig der Fall sein muss. Allerdings sind die meisten Dienste dieser Unternehmen kostenfrei erhältlich, sodass der Umsatz aus anderen Quellen wie Werbekunden kommen muss.

Quelle: Apple

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