Google Fiber: Das Glasfaserprojekt des Suchriesen im Detail

Martin Malischek 18

In Deutschland und vielerorts läuft der Glasfaserausbau auf Hochtouren. Google Fiber nennt sich die Bemühung des Suchmaschinenriesen aus Mountain View, den Ausbau von Hochgeschwindigkeitsleitungen anzutreiben. Dies scheint zu gelingen: In Speedtests schlagen sich die an Googles Glasfasernetz angeschlossenen Haushalte sehr gut.

Introducing Google Fiber: The Next Chapter of the Internet.

Mit Glasfaserkabeln kommt das schnelle Internet hierzulande auch in kleine Gemeinden, die vorher mit DSL-Light-Leitungen abgespeist wurden. In Deutschland treiben den Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internets vor allem die Provider an, in den USA versucht sich Google mit dem Projekt Fiber daran, die Internetgeschwindigkeit auf Vordermann zu bringen.

Fiber: Google wird zum Internetprovider

Mit Fiber wird Google selbst zum Provider und bietet derzeit Glasfaseranschlüsse in ausgewählten Gebieten der Vereinigten Staaten an. Bis jetzt sind lediglich Anschlüsse in Provo, Austin und Kansas City verfügbar.

Der Ausbau soll unter anderem in Phoenix, Portland, Salt Lake City, San Jose, San Antonio, Nashville, Atlanta, Charlotte und Raleigh-Durham erfolgen. Die Auswahl der Orte erfolgt nach Anzahl der Interessierten am Projekt. In den USA hat der Internetriese mit Google Fiber also noch alle Hände voll zu tun, an einen Deutschland- oder Europastart ist, zumindest zu diesem Zeitpunkt, nicht zu denken.

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Google Fiber: Mit oberirdischen Leitungen Geld einsparen

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Damit, und mit der Verlegung der Glasfaserkabel über oberirdische Leitungen sowie dem Verzicht auf eine Telefoniefunktion sollen die Kosten möglichst gering gehalten werden. Teile des Projekts werden über Steuergelder finanziert. Beim ersten Angebot wurde über von Gemeinden und Bürgern gestellte Bewerbung entschieden, an welchen Orten Google Fiber zuerst zum Einsatz kommt. Die Gemeinde Topeka des US-Bundesstaats Kansas benannte sich sogar in „Google“ für den Zuschlag um. Geklappt hat es trotzdem nicht.

Mit dem Glasfasernetz von Google verbinden sich Haushalte mittels eines Routers, den der Suchmaschinenriese selbst produzieren lässt. Neben dem Internetanschluss gibt es ebenfalls die Möglichkeit, Kabel-TV mit der Glasfaserleitung zu empfangen. Google Fiber ist nämlich in drei Angeboten erhältlich, das hochwertigste enthält eine Set-Top-Box für den Fernsehempfang.

Google Fiber: Die Tarife im Detail

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Zu dem Tarif mit TV-Angebot erhalten Kunden zwei Terabyte Speicherplatz für die Aufnahme von Fernsehserien und Filmen. Beim günstigsten Google Fiber-Tarif ist nur die Anschlussgebühr, jedoch keine monatlichen Kosten in den nächsten zehn Jahren zu zahlen. Die Tarife im Überblick:

Tarif Gigabit + TV Gigabit ohne TV Kostenloser Tarif (10 Jahre lang)
Download-Bandbreite 1 Gbit/s 1 Gbit/s 5 Mbit/s
Upload-Bandbreite 1 Gbit/s 1 Gbit/s 1 Mbit/s
Inkludierte Hardware und Services
  • 1 Terabyte Google Drive-Speicher
  • TV-Box (2 Terabyte Speicher) mit Fernbedienung
  • Router
  • 1 Terabyte Google Drive-Speicher
  • Router
  • Router
Preis ca. 120 US-Dollar (ca. 100 Euro) im Monat ca. 70 US-Dollar (ca. 57 Euro) im Monat einmalige Anschlussgebühr von 30 – 300 US-Dollar (ca. 24 – 244 Euro)

Google Fiber Speedtest: Deutlich höhere Geschwindigkeiten als in Deutschland

google-fiber-speedtest

Die DSL-Geschwindigkeitstest-Seite Speedtest hält die durchschnittlichen Internet-Verbindungsgeschwindigkeiten der an Google Fiber angeschlossenen Haushalte fest. Diese liegen Durchschnittlich bei 218 Mbit/s Download- und 204 Mbit/s Upload-Rate.

Die beiden kostenpflichtigen Google Fiber-Tarife bieten zwar deutlich höhere Bandbreiten, die niedrigeren durchschnittlichen Verbindungsraten lassen sich jedoch damit erklären, dass sich einige Haushalte für den kostenfreien Internetanschluss mit einmaliger Anschlussgebühr entschieden haben.

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