Samsung Galaxy S7 mit „Turtle Glass“: Eigene Gorilla-Glass-Alternative in der Entwicklung [Gerücht]

Kaan Gürayer 1

Wilde Spekulationen: Beim südkoreanischen Marken- und Patentamt KIPO hat Samsung den Markenschutz für „Turtle“ und „Turtle Glass“ angemeldet. Verabschiedet sich der Hersteller in zukünftigen Modellen von Cornings Gorilla Glass und verbaut stattdessen ein selbst entwickeltes Schutzglas?

Samsung Galaxy S7 mit „Turtle Glass“: Eigene Gorilla-Glass-Alternative in der Entwicklung [Gerücht]

Bereits beim Galaxy S6 zeigte Samsung, dass man keine Scheu hat, vertraute Pfade zu verlassen: Erstmals seit dem Ur-Galaxy S aus dem Jahr 2010 bestückte Samsung sein diesjähriges Topmodell wieder ausschließlich mit den hauseigenen Exynos-Chips und bot keine Versionen mit Qualcomms Snapdragon-SoCs an. Daran dürfte nicht zuletzt auch Qualcomm selbst schuld sein, denn der von Hitze- und Performanceproblemen geplagte Snapdragon 810 stellt der kalifornischen Chip-Schmiede in diesem Jahr kein gutes Zeugnis aus. Ähnlich wie bei Qualcomm könnte sich Samsung womöglich bald auch von Corning als Lieferant für das Displayglas verabschieden – vielleicht sogar schon beim Galaxy S7.

Darauf lassen zwei Markennamen schließen, deren Schutz Samsungs Display-Abteilung nun beantragt hat: Für die Begriffe „Turtle“ sowie „Turtle Glass“ hat die Samsung Display Co. Ltd. Markenschutz beim KIPO eingereicht, dem südkoreanische Marken- und Patentamt. Die Markenanträge mit den Registrierungsnummern 4020150069073 („Turtle“) beziehungsweise 4020150069074 („Turtle Glass“) datieren auf den 15. September 2015 und wurden demnach erst vor Kurzem von Samsung eingereicht.

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Flexible Displays benötigen spezielle Abdeckgläser

Nun könnte man die beiden Markenanträge beim KIPO relativ leicht als das abtun, was sie bislang auch sind: lediglich Anträge. Mehr als diese bürokratischen Formalie – heutzutage wird ja schließlich alles patentiert und markenrechtlich geschützt, was nicht niet- und nagelfest ist – sorgt hingegen Zeitpunkt der Anträge für Spekulationen. Denn erst vor kurzem wurde berichtet, dass die Südkoreaner unter dem Codenamen „Project Valley“ an Smartphones mit faltbarem Display tüfteln, die bereits Anfang 2016 auf den Markt kommen sollen. Solche Mobiltelefone bräuchten natürlich speziell auf diesen innovativen Formfaktor abgestimmte Abdeckgläser und könnten nicht mit Schutzgläsern „von der Stange“ ausgestattet werden. In diesem Lichte könnten eigens von Samsung entwickelte Displaygläser nicht nur eine Möglichkeit, sondern unter Umständen sogar eine Notwendigkeit sein.

Samsungs faltbares Tablet-Konzept.

Galaxy S7: Noch schlanker dank Samsungs „Turtle Glass“?

Aber auch für das Galaxy S7, das sich laut SamMobile explizit nicht hinter „Project Valley“ verstecken soll, könnte Samsungs „Turtle Glass“ möglicherweise von Nutzen sein. Auf diese Weise hätte der Weltmarktführer nämlich eine größere Kontrolle über die Bauteile des kommenden Smartphone-Flaggschiffs und könnte sie besser aufeinander abstimmen. Folgen könnten beispielsweise eine noch schlankere Bauweise oder die Integration eines größeres Akkus bei gleichbleibender Gehäusedicke sein, auch wenn letztgenanntes wohl eher frommer Wunsch denn eine wahrscheinliche Aussicht ist.

Quelle: Galaxy Club (niederländisch), via: SamMobile

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