Falschangaben bei der Apple Watch: Smartwatch gar nicht kratzfest?

Holger Eilhard 3

Zumindest bei einigen Modellen der Apple Watch bezeichnet Apple die Oberfläche seiner Smartwatch als „sehr kratzfest“. Doch ist das Modell wirklich so stabil, wie es das Marketing verspricht? Diese Frage soll nun beantwortet werden.

Falschangaben bei der Apple Watch: Smartwatch gar nicht kratzfest?
Bildquelle: Gericht via iPhone in Canada.

Apple Watch Edition: Keramik angeblich nicht so kratzfest wie behauptet

Der 21 Jahre alte Kanadier Dean Lubaki hatte im September 2017 eine 42mm Apple Watch Series 3 + Cellular inklusive AppleCare+ gekauft. Gleichzeitig kaufte er auch ein Milanaise-Armband für die neue Smartwatch. Konkret geht es bei der Watch um das Modell „Edition“, also die Keramik-Watch, deren Oberfläche auf Apples Website als „sehr kratzfest“ bezeichnet wird.

Vor einem Gericht in Ontario, Kanada, stellt er nun genau dieses Versprechen auf den Prüfstand. In seinem Fall sei das Gehäuse der Apple Watch angelaufen und verkratzt. Als Ursache sieht er das Armband, da ein Magnet in der Apple Watch das Band anzieht und dadurch die Kratzer entstehen sollen.

In einer Mail an Apple vom 11. April bezeichnet Lubaki dies als Design-Fehler. Das Unternehmen weist laut dem Kanadier nirgendwo daraufhin, dass das Armband derartige Schäden anrichten kann.

Am selben Tag versuchte er bereits in einem Apple Store seine Apple Watch gegen ein neues Modell umzutauschen. Ein Apple-Mitarbeiter verweigerte dies mit der Begründung, dass optische Schäden nicht von AppleCare abgedeckt werden. Die Bitte, mit einem Manager zu sprechen, wurde erst nach mehreren Versuchen erfüllt; dieser gab ihm aber dieselbe Antwort. Daraufhin schickte Lubaki einen Brief an Apple, erhielt aber keine Rückmeldung.

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Apple Watch: Kanadier fordert Schadenersatz für verkratzte Smartwatch

Am 6. Juni zog Lubaki dann vor Gericht. Er fordert von Apple nun eine Rückzahlung für die Apple Watch und AppleCare sowie Schadenersatz für den „mentalen Stress“ und die Zeit, die er für diesen Fall aufgewendet habe. Konkrete Angaben zur Höhe dieser Forderungen wollte er in der Öffentlichkeit nicht machen.

Apple reagierte daraufhin und offerierte Lubaki einen Austausch der Apple Watch sowie ein kostenloses Zubehörteil. Er lehnte dieses Angebot jedoch ab und will sich stattdessen selbst vor Gericht vertreten. Der Kanadier gab an, dass Apple nun bis zum 26. Juni Zeit hat, um zu antworten.

Laut dem Lubaki solle Apple mit den „Lügen auf der Webseite, die besagen, dass ein Produkt nicht verkratzt“ und einem „Belügen der Kunden im Store“ nicht durchkommen.

Quelle: iPhone in Canada via AppleInsider

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