Segway: Das Unternehmen hinter dem Roller-Trend

Johann Philipp

Mit elektrischen Stehrollern die Großstadt erkunden – das verbinden wohl die meisten mit Segway. Neben dem Roller mit den überdimensionierten Reifen hat das Unternehmen aber auch noch weitere Modelle zu bieten.

Der erste Segway-Roller kam 2002 auf den Markt. Das Gefährt sollte einmal ein ganz großer Wurf werden, die Fortbewegung revolutionieren, doch bleibt auch heute noch eher ein Nischenprodukt für Fans.

Die Erwartungen waren zu Beginn riesig. Der Erfinder der Segways, Dean Kamen, sagte in einem Interview, dass seine Roller für das Auto werden sollen, was das Auto für die Pferdekutsche war.

Selbst Apple-Chef Steve Jobs war überzeugt und verglich das neuartige Gefährt in seiner Bedeutung mit der Erfindung des PCs. In Deutschland kam der Trend mit ein paar Jahren Verspätung an und war vor allem in Großstädten nicht zu übersehen. Auf den Segways erkundeten Touristen die Innenstadt. Nach dem Hype wurde es allerdings stiller um die Firma mit Hauptsitz in Bedford, New Hampshire.

Vor allem der Preis von 8.000 Euro stand dem Erfolg im Weg. Auch wenn sich der klassische Segway nicht so durchgesetzt hat, wie zu Anfang vermutet, hat das Unternehmen trotzdem seine Markt-Nische gefunden und bietet mittlerweile neben dem klassischen Stehroller noch weitere Varianten an: Es gibt ein futuristisches Einrad-Modell und elektrische Tretroller.

Wer allerdings über keinen ausgeprägten Gleichgewichtssinn verfügt, sollte besser nicht auf ein Segway steigen, wie dieses Video beweist:

Die Geschichte des Segway Erfinders und ein tragischer Unfall

Der Segway ist eine Erfindung von Dean Kamen. Der Kerngedanke liegt in der Steuerung über das Gleichgewicht. Ursprünglich war dieses Prinzip für einen Elektrorollstuhl gedacht, der es dem Fahrer ermöglicht, Treppen hochzufahren und auch auf unebenen Oberflächen zu fahren.

Danach kam Kamen auf den Gedanken, dass selbstbalancierende Roller auch viele Möglichkeiten für Personen ohne Einschränkungen bieten könnten. So entstand der erste Segway-Roller.

2010 wurde ein tragischer Unfall bekannt: Jimi Heselden, ein britischer Millionär und der Eigentümer von Segway, verunglückte mit einem Roller seiner eigenen Firma tödlich. Er stürzte mit dem elektronischen Stehroller über eine Klippe und fiel über 10 Meter tief in einen Fluss.

Mittlerweile hat das chinesische Startup Ninebot den US-Rollerhersteller übernommen. Hinter Ninebot stehen Namen wie der bekannte Elektronikkonzern Xiaomi. Mit der Neuausrichtung möchte man sich nun vor allem auf junge Menschen fokussieren.

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