Hol Dir jetzt die neue kino.de App     Deutschland geht ins kino.de

Die besten E-Mail-Programme & Outlook-Alternativen (für Windows 10 / Android)

Robert Schanze
11

Es gibt sehr viele E-Mail-Programme für Windows 10 und Android sowie einige Outlook-Alternativen. Wir zeigen euch die besten E-Mail-Apps und -Programme für PC, Smartphone und Tablet.

Video-Tipp | E-Mail diktieren in Windows 10 – so geht’s mit Cortana

Mail-Programm: Windows 10 & Android

In Windows 10 ist standardmäßig die App Windows 10 Mail installiert, mit der ihr eure E-Mails abrufen könnt. In Android ist in der Regel Gmail vorinstalliert und auch bereits eingerichtet, da ihr euch am Smartphone mit eurer Googlemail-Adresse anmelden müsst.

Google Mail erklären wir am Ende der Liste nochmal im Detail. Aber was, wenn ihr andere E-Mail-Programme sowie Outlook-Alternativen nutzen wollt? Ich habe schon sehr viele E-Mail-Programme in meinem Leben ausprobiert. Hier nenne ich euch die besten alternativen E-Mail-Programme für Windows 10 und Android.

E-Mail-Programm #1: Thunderbird (Windows 10)

Viele werden das Programm bereits kennen: Thunderbird ist und bleibt eines der besten kostenlosen E-Mail-Programme für Windows. Beim Start gebt ihr eure E-Mail-Adresse sowie eure Login-Daten an. Thunderbird versucht dann automatisch alle wichtigen Server-Informationen zu bekommen und richtet euer E-Mail-Postfach in wenigen Sekunden für euch ein.

Das Programm ist in zahlreichen Sprachen, darunter auch in Deutsch erhältlich. Beim ersten Programmstart fragt euch Thunderbird, ob ihr eure E-Mails und Kontakte aus einem anderen Programm importieren wollt.

1_thunderbird

Nutzer von Outlook oder Outlook Express finden hier die Möglichkeit, ihre Daten zu übernehmen. Das kann bei großen Postfächern durchaus etwas länger dauern. Wer nicht umsteigt, sondern ganz neu mit Thunderbird beginnen möchte, überspringt den Import-Vorgang einfach. Wer einen Kalender in Thunderbird nutzen will, kann den verfügbaren Lightning-Kalender auch mit seinem Google-Kalender synchronisieren.

Wichtig: Thunderbird gibt es leider nicht für Android, siehe Mozilla Thunderbird für Android? Fake-Apps und Alternativen zum E-Mail-Client.

Mail-Programm #2: Inbox (Android & Windows 10)

Auch wenn Android mit Gmail vorinstalliert kommt, ich mag die App nicht. Besser gefällt mir da Inbox – die App wirkt aufgeräumter und strukturierter. Außerdem könnt ihr eingegangene E-Mails erstmal ausblenden und zurückstellen. Ich stelle diese dann entweder auf “abends” oder lasse sie mir an dem Tag anzeigen, wenn der Inhalt der E-Mail abzuarbeiten ist oder für mich relevant wird.

Inbox by Gmail
Entwickler: Google Inc.
Preis: Free

Die Einrichtung ist kinderleicht, da diese wie Gmail auch aus dem Hause Google stammt. Falls ihr jedoch Schwierigkeiten haben solltet, findet ihr hier die bekannten Server-Einstellungen für die entsprechenden Mail-Provider: Email-Server: IMAP & POP3-Einstellungen für web.de, GMX, Gmail & Co.

Inbox könnt ihr übrigens auch im PC-Browser starten und so Mails vom Smartphone oder Windows aus bearbeiten. Dort lässt es sich ebenso gut bedienen wie auf dem Smartphone oder Tablet.

E-Mail-Programme #3: Outlook (Windows 10 & Android)

Outlook ist Teil von Microsoft Office 2016 und ebenfalls einer der besten E-Mail-Clients, allerdings nicht kostenlos.

Outlook kostenlos nutzen – Wie geht das?

Ähnlich wie bei anderen Clients installiert ihr die Software, gebt eure Login-Daten ein und könnt schon Postfächer und Mails abrufen und versenden. Hier erfahrt ihr, wie ihr Outlook einrichten könnt, samt POP3- oder IMAP-Einstellungen.

Wer seine Outlook-Mails auch auf seinem Smartphone lesen möchte, kann das ebenfalls. Microsoft hat dafür die App Microsoft Outlook bereit gestellt. Ich habe sie lange Zeit genutzt und war sehr zufrieden. Ihr könnt dort beispielsweise auch Aktionen vergeben, was passieren soll, wenn ihr Nachrichten nach links oder rechts wischt – etwa “Löschen”, “Archivieren”, etc.

Microsoft Outlook
Preis: Kostenlos

4. K-9 Mail (Android)

Unter Android gibt es ebenfalls unzählige E-Mail-Programme für die einzelnen E-Mail-Anbieter: Web.de Mail, GMX Mail, 1&1 Mail etc. Mit gefällt hingegen die App K-9 Mail am besten. Zwar ist die Einrichtung nicht ganz so schick, aber: Einmal eingerichtet, könnt ihr übersichtlich auf alle eure E-Mail-Konten zugreifen. Egal ob Googlemail, GMX, …

Wie mittlerweile fast alle Apps unterstützt sie auch IMAP neben POP3: POP3 oder IMAP? Wichtigste Unterschiede im Überblick

K-9 Mail
Entwickler: K-9 Dog Walkers
Preis: Free

K-9 Mail wünsche ich mir auch für Windows 10. Allerdings gibt es die Software dort (noch) nicht.

5. Opera Mail mit Filter statt Ordner

Direkt in den gleichnamigen Browser eingebunden präsentiert sich das E-Mail-Programm Opera Mail. Es ist ein voll ausgewachsener E-Mail-Client, der sowohl POP3- als auch IMAP-Konten verwaltet. Beim ersten Aufruf könnt ihr die Serverinformationen und euren Zugang konfigurieren. Die heruntergeladenen E-Mails lassen sich auch offline betrachten, da sie auf der Festplatte gespeichert werden. Opera zeigt Text- und HTML-Mails dar und erlaubt euch natürlich auch, in beiden Formaten zu schreiben.

11_operamail

In einem Punkt unterscheidet sich Opera stark von klassischen E-Mail-Programmen: Alle eintreffenden Nachrichten werden in einer einzigen Liste dargestellt – Ordner kennt Opera nicht. Damit nun der Überblick nicht vollends verloren geht, werden im Eingang nur die ungelesenen Nachrichten angezeigt, und in einer zweiten Ebene die bereits gelesenen. Opera arbeitet anstelle von Ordnern mit Filtern, um Ordnung in den Posteingang zu bringen.

12_opera_mail

Damit die Arbeit mit den Filtern für euch nicht zu aufwändig wird, erzeugt Opera einige davon automatisch. Damit kann man zum Beispiel die aktuellen Korrespondenzen inklusive der eigenen Antwort-E-Mails übersichtlich auflisten. Das ist nach kurzer Eingewöhnungszeit wesentlich praktischer als die klassische Aufteilung in Eingang- und Ausgangsordner. Mailinglisten werden auf Wunsch in einer hierarchischen Auflistung so dargestellt, dass man den unterschiedlichen Diskussionen besser folgen kann.

Info: Outlook-E-Mails lassen sich nur über einen Umweg in Opera Mail importieren. Opera beherrscht nur den Import aus Outlook Express. Es ist daher sinnvoll, die E-Mails von Outlook erst einmal in Outlook Express zu überführen und von da aus in Opera. Für den Exportvorgang wird Outlook Express gestartet und die Outlook-Mails mit Datei/Importieren/Nachrichten/Outlook eingelesen. In Opera werden die Mails nun über Datei/Importieren/Mail/Outlook Express entgültig importiert. Tritt hierbei die Meldung “leere Mailbox(en) übersprungen” auf, gibt es bei Opera Fansite eine detaillierte Lösung zum Beseitigen dieses Problems.

6. Google Mail

Googles Webapplikation für E-Mails besitzt eine große Benutzergemeinde – das liegt auch am großen Speicher, den Google für jeden Nutzer kostenlos für seine E-Mails und Daten bereitstellt. Mittlerweile sind es über sieben GByte. Das bedeutet für viele Nutzer, dass sie nie mehr eine E-Mail aus Platzgründen löschen müssen. Wer noch mehr Speicher braucht, muss zahlen – 200 GByte kosten pro Jahr zum Beispiel 50 US-Dollar.

15_google_mail

Die gute Spam-Filterung von Google Mail sorgt für ein einigermaßen ordentliches Postfach. Durchgerutschte Spams könnt ihr markieren und in den Filter aufnehmen. Wer will, kann Google Mail auch über einen regulären E-Mail-Client abrufen. Dafür stehen die Protokolle IMAP und POP3 zur Verfügung, die ihr in den Einstellungen auswählen könnt. Dort findet ihr auch die notwendigen Server-Daten für euer E-Mail-Programm.

Wer Google Mail lieber über den Webbrowser benutzen will, findet ein Interface vor, das sowohl auf allen handelsüblichen Browsern als auch auf Mobilgeräten wie dem iPhone funktioniert.

Ordner adé – Google setzt auf Labels

Wie Opera besitzt auch Google Mail keine Ordner. Um eure E-Mails zu sortieren, werden Labels verwendet. Diese Verschlagwortung hilft, den Überblick zu behalten und die Mails und Konversationen nach mehr als einem Kriterium zu sortieren. Mit Ordnern wäre das nicht möglich. Einige Label wie Arbeit, Belege, Privat und Reisen hat Google bereits vordefiniert. Diese Liste könnt ihr beliebig ausweiten.

16_google_mail

Darüber hinaus arbeitet Google Mail mit Filtern. Sie erleichtern euch durch Automatisierungsregeln das Leben. Ihr könnt damit die Nachrichten zum Beispiel automatisch mit Labeln versehen, optisch hervorheben oder an eine andere E-Mail-Adresse weiterleiten.

Damit trotz aller Filter und Label eurer Postfach nicht zu einer unendlichen Liste wird, hat Google die Funktion “archivieren” erfunden. Damit werden die markierten Nachrichten aus dem Posteingang entfernt. Gelöscht werden sie natürlich nicht, sie verschwinden nur aus der Liste. Mit der Schaltfläche “Auswählen: Alle” werden auch die archivierten Mails angezeigt.

Ein großer Pluspunkt von Google Mail ist dessen ausführliche Suche. Hier setzt Google sein ganzes Know-how ein. Der gesamte Nachrichtentext aber auch einzelne Felder wie Absender, Label und der Betreff können mit einer leicht verständlichen Maske durchsucht werden.

Google Mail als Backup für eure E-Mails

Ihr könnt euch beliebig viele E-Mail-Adressen bei Google holen. Ihr braucht für jedes Konto nur eine neue, sekundäre E-Mail-Adresse, damit Google dort die Bestätigungsmail für die Kontoeröffnung oder auch ein vergessenes Passwort hinschicken kann. Mehrere E-Mail-Konten bei Google sorgen nicht nur für mehr Speicherplatz, sondern können auch als Backup für eure E-Mails dienen. So macht Google Mail auch für diejenigen Sinn, die gar keinen Webmailer oder eine weitere E-Mail-Adresse benötigen.

Um zum Beispiel von Outlook E-Mails zu Google Mail zu exportieren, müsst ihr ein zweites Konto in Outlook einrichten, das über IMAP mit Google Mail verbunden wird. Die genaue Konfigurationsanleitung hat Google für diverse E-Mail-Programme veröffentlicht.

17_google_mail

Nun zieht ihr die E-Mails aus dem zu sichernden E-Mail-Konto in das IMAP-Konto von Google Mail. Eurer E-Mail-Programm lädt die Mails jetzt automatisch zu Google hoch. Nehmt nicht alle E-Mails auf einmal, sondern geht schrittweise vor, denn Google Mail ist relativ langsam. Für den Export von vielen Mails sollte man sich etwas Zeit nehmen. Die Ordnerbezeichnungen importiert Google als Labels. So bleibt auch eure Ordnung bestehen.

Offline arbeiten mit Google Mail

Für die Weboberfläche von Google Mail benötigt ihr normalerweise einen Internetzugang. Doch es geht zeitweise auch ohne Onlineverbindung. Dazu müsst ihr Gears von Google auf eurem System installieren und in den Einstellungen unter “Labs” die Funktion “Offline” aktivieren und diese Funktion im Menü von Google Mail anklicken.

Universalübersetzer

Ebenfalls in den Labs-Einstellungen befindet sich die Funktion “Übersetzung der Nachricht”. Ist diese Option aktiviert, wird in E-Mails rechts die Schaltfläche “Konversation übersetzen” eingeblendet. Sie übersetzt euch fremdsprachliche E-Mails.

18_google_mail

Google Mail ist eines der ausgereiftesten Online-E-Mail-Programme. Der Verzicht auf Ordner macht es Umsteigern zunächst etwas schwer, sich in der neuen Welt zurecht zu finden. Der enorme Speicherplatz, den Google euch kostenlos zur Verfügung stellt, macht das jedoch wieder wett. Die meisten Nutzer werden nie wieder eine E-Mail löschen müssen. Mit Labels, Filter und die ausgefeilte Suchfunktion haltet ihr die E-Mail-Flut in Schach.

Weitere Themen: Windows 10, Android 7.0 Nougat

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

GIGA Marktplatz