Samsung Gear Fit2 Pro im Test: halb Smartwatch, halb Fitness-Armband

Sebastian Trepesch

Ich komme zu Hause an und die Gear Fit2 Pro lobt mich für die Fahrradfahrt. Das Samsung-Armband hat die Aktivität automatisch erkannt, ich musste weder Start- und Endzeitpunkt eingeben noch die Bewegungsart auswählen – so wünscht man sich das! Wie schlägt sich das Armband sonst? Wir haben die Gear Fit2 Pro, halb Fitness-Armband, halb Smartwatch, getestet – übrigens in Kombination mit dem iPhone. Hier im Video unsere Vorstellung des Bandes:

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Samsung Gear Fit 2 Pro im Hands-On

Unser Testfazit zur Samsung Gear Fit2 Pro

Die Samsung Gear Fit2 Pro ist eine interessante Mischung aus Fitnesstracker und Smartwatch. Wem Funktionen und Anzeige des Bands ausreichen, der profitiert im Alltag vor allem von der deutlich längeren Akkulaufzeit im Gegensatz zu einer Smartwatch: Bis zu vier Tage waren im Test drin, die aber bei Nutzung von GPS auf ein paar Stunden schrumpfen.

Mit der Pro-Ausführung hat Samsung die Gear Fit2 noch ein wenig besser gemacht: Dank Wasserschutz eignet sie sich für das Schwimmtracking. Die tollen Automatiken werden durch fehlende Standards (Wecker) und einer zum Teil umständlichen Bedienung etwas getrübt.

Samsung Gear Fit2 Pro im Test: Bewertung

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    Design und Verarbeitung: 4/5
  • Funktionsumfang: 4/5
  • Bedienung von Tracker und App: 3/5
  • Praxistauglichkeit: 4/5

Gesamtwertung: 75 Prozent

Pro: Das hat uns an der Fit2 Pro gefallen

  • Das automatische Erkennung von Aktivitäten (bei denen es Anfeuerungs-Meldungen gibt) und Schlaf hat meist sehr gut funktioniert.
  • Neben der Anzeige auf dem Armband zeigt die Samsung-Health-App gut aufgearbeitet den Verlauf der Aufzeichnungen an, allerdings ohne größere Interpretation. Beispiel: Pulsmessung.
  • Die Gear Fit2 Pro ist gemessen an einer Smartwatch leicht und komfortabel zu tragen.
  • Mit Apps lassen sich fehlende Funktionen und (Fitness-)Dienste nachrüsten.
  • Ist die Gear Fit2 Pro einmal vernünftig eingerichtet, lässt sie sich zum Beispiel beim Sport auch ohne Smartphone gut nutzen – dank GPS, etwas Speicher für Musik und der Möglichkeit, einen Bluetooth-Kopfhörer koppeln zu können.

Contra: Das fanden wir nicht so gut

  • Eine automatische Helligkeitsanpassung des sonst guten OLED-Displays gibt es nicht. Der Bildschirm kann somit manchmal deutlich zu hell, manchmal deutlich zu dunkel sein. In letzterem Falle ist die manuelle Änderung schwierig.
  • Für das Tragen des Armbands in der Nacht, und ganz generell für ein Fitness-Armband, ist die Gear Fit2 Pro grenzwertig groß.
  • Kleinere Unstimmigkeiten, wie: Das Display leuchtet selbst dann bei Armdrehung auf, wenn das Band den Nutzer als schlafend identifiziert.
  • Ein Wecker ist nicht von vornherein integriert, und die Installation der App etwas umständlich.
  • Ein Mangel für iPhone-Besitzer: Zwar will Samsung Health Zugriff auf die Fitness-Daten des iPhones, ergänzt aber die Apple-Health-App nicht um die selbst erhobenen Daten (Puls etc.).

Samsung Gear Fit2 Pro: Gut zu wissen

  • Es gibt zwei unterschiedliche Größen. Wer ein schlankes Armgelenk besitzt, sollte unbedingt die kleinere Version („S“ statt „L“) wählen. Das Display ist immer 1,5 Zoll groß.
  • Auf dem Smartphone benötigt man zwei Apps: Gear Fit dient zur Anpassung des Armbands und Installation von Apps, Samsung Health zur Analyse und Konfiguration der Gesundheitsdaten.
  • Auch in Verbindung mit dem iPhone – von mir in dieser Kombination getestet – ist der Einsatz sinnvoll. Das Band zeigt zum Beispiel die von Facebook genannten Geburtstage an, Termine und eintreffende iMessage-Nachrichten. Antworten, wie bei der Apple Watch, kann man allerdings nicht.
  • Und auch ein Sprachassistent ist nicht integriert.

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bewertete "
Samsung Gear Fit 2 Pro
" mit
75 von 100 Punkten
(19. Oktober 2017)

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