Polk Assist im Test: Der heimliche Star unter den Google-Lautsprechern

Johann Philipp 1

Google, Amazon, Sonos und Apple: Smarte Lautsprecher hat mittlerweile fast jeder große Hersteller im Angebot. Was können die Modelle von weniger bekannten Marken? Wir testen das Pendant von US-Hersteller Polk Audio und küren den Polk Assist zum heimlichen Star. Was uns besonders überrascht hat, erfahrt ihr im Testbericht.

Polk Assist im Test: Der heimliche Star unter den Google-Lautsprechern
Bildquelle: GIGA.

Polk Assist: Unser Testfazit

Im knapp 200 Euro teuren Polk Assist sitzt der Sprachassistent Google Assistant. Damit versteht er Befehle und reagiert auf Zuruf. Der Nutzer kann Musik abspielen, nach dem Wetterbericht fragen oder seine Termine vorlesen lassen. Neben den smarten Funktionen ist das Modell aber auch vor allem eins: ein richtig gut klingender Lautsprecher.

Polk Audio ist nur den audiophilen Experten ein Begriff. Das Unternehmen aus den USA baut Premium-Lautsprecher und ist im Heimatland Marktführer.

Der erste Eindruck vom Polk Assist: Das Design fällt im Vergleich zu den schicken Modellen von Apple und Sonos etwas zurück. Die grau me­lierte Oberfläche erinnert an die alten Schutzgitter von Standlautsprechern. Es gibt ihn neben Schwarz auch noch in Weiß. Spätestens, wenn man den ersten Song startet, ist das altbackene Design aber vergessen.


Über die Google Home App ist der Polk Assist schnell eingerichtet und bereit für die erste Klangprobe: Ein warmer raumfüllender Sound kommt uns entgegen. Der Klang der Box ist für die Größe ziemlich beeindruckend und reicht fast an die bisherigen Klangkönige, den HomePod und Sonos One, heran. Diese Überraschung ist dem vermeintlichen Underdog mehr als gelungen. Vor der Konkurrenz muss er sich nicht verstecken.

Der Google Assistant funktioniert ohne Probleme und ist identisch mit dem Umfang der originalen Google-Lautsprecher. Mit nur zwei Mikrofonen auf der Oberseite ist bei lauter Musik aber schnell Schluss mit der Verständigung. Bei voller Lautstärke ist der Sprachassistent taub. Selbst wenn man schreiend vor ihm steht, zeigt sich keine Reaktion. Bei moderater Lautstärke sind die Mikros aber sehr sensibel und verstehen Befehle selbst von der anderen Seite des Raumes.

Weiterer Vorteil: Der Polk Assist ist einer der ersten smarten Lautsprecher überhaupt, der von regelmäßigen Funktions- und Sicherheitsupdates direkt von Google profitiert. Nachteil ist nur der etwas hohe Preis und dass man kein Stereopaar mit einem zweiten Modell erstellen kann.

Polk Assist im Test: Bewertung

  • Klang: 85 Prozent
  • Sprachassistenz: 70 Prozent
  • Smart-Home: 70 Prozent
  • Design: 70 Prozent

Gesamt: 78 Prozent (der Klang bildet 50 Prozent der Gesamtnote).

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Polk Assist im Test: Das hat uns gefallen

  • Einrichtung über die Google Home App
  • Raumfüllender und warmer Klang
  • Google Chromecast integriert
  • Sprachassistent
  • Vier Tasten auf der Oberseite für die Lautstärke, Play/Pause und zum Aktivieren des Google Assistant
  • Bluetooth
  • 5 GHz-WLAN wird unterstützt
  • Neue Funktionen durch automatische Updates

Das fanden wir nicht so gut

  • Kein Stereopaar mit einem weiteren Modell möglich.
  • Bei voller Lautstärke versteht der Sprachassistent nichts mehr.

Gut zu wissen

  • In den Einstellungen den Startton für den Google Assistant einstellen. Nach dem Aktivierungswort „Ok, Google“ hört man einen Bestätigungston und erkennt damit, dass Google zuhört. Standardmäßig ist dieser Ton ausgeschaltet.

Polk Assist im Test: Technische Daten

Treiber Ein 1 Zoll (25 mm) Hochtöner und 3,5 Zoll (89 mm) Tieftöner
Frequenzgang 45 Hz bis 20 kHz
Mikrofone Zwei auf der Oberseite
Bedienung Vier Tasten auf der Oberseite, Sprachsteuerung dank Google Assistant
Sprachassistenten Google Assistant
Konnektivität Bluetooth 4.1 und WLAN 2,4 GHz, 5 GHz
Farben Schwarz, Weiß
Abmessungen 120 mm x 191 mm x 120 mm (Breite, Höhe, Tiefe)
Preis 199 Euro

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