E-Mails schreiben zu können ist heutzutage eine grundlegende Voraussetzung für den Normalverbraucher, doch nicht jeder kann beschreiben was das eigentlich ist. Worin liegt der Unterschied zum WhatsApp-Chat und wo war der Ursprung der ersten E-Mail Adresse? Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel.

Beim Surfen im Internet stoßt ihr häufig auf Seiten, deren Kontaktformular immer öfter eine E-Mail Adresse aufweist. Das ist nichts Neues. Bereits 1973 wurden schon 2000 Computer mit E-Mail Adressen versehen, der Datentransfer von E-Mails bestand schon aus beachtlichen 75 Prozent. Im Jahr 1989 waren es schon beachtliche 97 Prozent, als die Mail-Adressen der Öffentlichkeit preisgegeben wurden, sodass auch privaten Nutzer miteinander kommunizieren konnten. Vor allem zu dieser Zeit wurde die Verschlüsselung und Schutz der Daten ausgebaut. Aber was genau ist eine E-Mail? Das erklären wir hier.

Welchen Mail-Anbieter benutzt ihr?

So funktionieren E-Mails

Als Ray Tomlinson, der erste Absender einer E-Mail, ein wenig herum experimentierte, gab es auch Fehlschläge im Versenden von Daten. Diese bestanden darin, dass mehrere Nutzer die Daten erhielten. So führte er frühzeitig ein, dass man durch das @-Zeichen den Adressaten genau bestimmen lassen soll.

Jede E-Mail Adresse besteht heute aus zwei Teilen:

  • Lokaler Teil (engl. local part) - steht vor dem @-Zeichen
  • Domain-Teil (engl. domain part) - steht nach dem @-Zeichen

Aufgebaut ist sie also wie folgt: local-name@domain.com.

Der Lokale Name gibt den Namen des Benutzers an, der in dem Netzwerk, der Firma oder allgemein dem Anbieter, also unter der Domain des jeweiligen Anbieters, registriert ist. Hier ist nicht euer realer Name gemeint, weil ihr diesen separat in eurem Profil angeben könnt.

Wenn ihr eine E-Mail versenden wollt, müsst ihr bei eurem Mailanbieter mit eurem Account eingeloggt sein. Ihr tippt nun die E-Mail Adresse eures Empfängers ein. Dieses Vorgehen ist eine klare Definition von Absender und Empfänger, so bekommt die E-Mail somit niemand außer den Empfängern, die eure Nachricht erhalten sollen. Das Versenden der Nachricht wird dann von eurem Mailanbieter übernommen.

Der Unterschied zwischen Chats und E-Mails

Chats sind Vorgänge des Nachrichtenaustausches, der in sozialen Netzwerken, aber auch in Messenger-Apps wie WhatsApp, Telegram oder Signal vorkommt. Solche Chats sind meist in eine Software, also in eine App oder ein anderes Programm implementiert, während E-Mails in einem verschlüsselten Protokoll gespeichert und von verschiedenen Plattformen aufgerufen werden können. Wichtig hierbei ist, dass beispielsweise ein WhatsApp Chat nur von jemanden genutzt werden kann, wenn der Gesprächspartner ebenfalls WhatsApp nutzt. E-Mails können dagegen von Benutzern verschiedener Anbieter versendet und empfangen werden.

Ihr wollt mit euren Freunden chatten? Diese Apps eignen sich am besten:

Das sind die wesentlichen Unterschiede zwischen App-Chats und E-Mails:

Chats

  • Senden / Empfangen von Nachrichten in Echtzeit
  • eine Art Software
  • Benutzer müssen beim selben Anbieter angemeldet sein
  • Chats werden mit dem Einverständnis beider Gesprächspartner begonnen
  • in Chats können Dokumente und Medien wie Fotos, Videos, Audios oder Standort verschickt werden

E-Mails

  • Senden / Empfangen von Mails zeitlich versetzt
  • eine Art Protokoll
  • Benutzer können über ihren Anbieter hinweg kommunizieren
  • E-Mails können ohne Einverständnis des anderen empfangen sowie gesendet werden (auch als Spam bekannt)
  • E-Mails können nur Texte und HTML Grafiken einfassen, Dokumente und Medien werden nur als Anhang versendet und bis zu einer bestimmten Größe begrenzt

Zum Schluss noch ein kurzer Tipp: Ihr habt euch nicht entschieden, bei welchem Anbieter ihr eure nächste E-Mail Adresse registrieren wollt? Dann habt ihr die Wahl zwischen vielen kostenlosen Anbietern wie Yahoo und Gmail oder kostenpflichtigen aber sichereren Anbietern, wie Mailbox.org, oder Posteo. Bei der Wahl solltet ihr in erster Linie folgendes im Hinterkopf behalten: 

Wer nicht mit Geld zahlt, zahlt mit seinen Daten, es gibt nämlich nichts umsonst! Überlegt euch daher gut, welchem Anbieter ihr euren Schriftverkehr anvertrauen wollt.