Hunderte von TV-Modellen stehen bei den großen Händlern zur Auswahl: von spottbillig bis sauteuer, von kompakt bis riesig, garniert mit Kürzeln wie 4K, UHD, HDR und natürlich auch einem Begriff wie „Smart TV“. Da fällt es schwer, sich für ein Modell zu entscheiden. GIGA-Experte Frank erklärt, welche Fernseher sich 2020 wirklich lohnen – und worauf man beim TV-Kauf achten muss.

 

Kaufberatung

Facts 
Fernseher – So findet ihr den richtigen

Für den einen ist es eine neue Serie auf Netflix oder Sky, für den anderen der Start der PlayStation 5, für den nächsten die Fußball-EM und Olympia 2021 – es gibt viele gute Gründe, sich 2020 einen neuen Fernseher zu kaufen. In den letzten Jahren hat sich in dem Feld so einiges getan: Die Bildschirmdiagonalen sind weiter gewachsen, UHD-Auflösung (4K) hat sich etabliert, HDR setzt sich zunehmend durch und OLED-TVs sind kein unbezahlbarer Luxus mehr. Auch für Spieler gibt es wichtige Neuerungen. Wir haben in unsere Empfehlungen eigene Erfahrungen und Recherche in Fachzeitschriften einfließen lassen. Vorgestellt werden hier aktuelle Fernseher-Modelle, die besonderes Lob von Presse und Kunden erhalten haben und sich daher für einen Kauf empfehlen.

Die besten Fernseher 2020: Empfehlungen im Überblick

Bitte beachtet, dass wir in unserer Tabelle nur einige Vertreter aus unseren Produktempfehlungen nennen können und uns auf 55-Zoller beschränken. Viele weitere Tipps zu lohnenden Produkten in unterschiedlichen Größen findet ihr weiter unten im Artikel.

GIGA-Preis­tipp Preis-Leistungs-Empfehlung Bester OLED allgemein Bester OLED für Filmfans
Produkt Hisense 55AE7200F LG 55SM82007LA LG OLED55CX9LA Philips 55OLED805
Preis (ca.) 400 Euro 650 Euro 1.800 Euro 2.100
Vorteil Solide Leistung fürs Geld Tolles Bild Top-Bild, ideal für Gamer Top-Bild, Ambilight
Nachteil Unter­durch­schnitt­li­cher Sound Ein­ge­schränk­te Ver­füg­bar­keit Kein HDR10+ Kein HDMI 2.1, keine VRR
Angebot Amazon Cyberport (B-Ware) Amazon Saturn
Preisvergleich idealo idealo idealo idealo

GIGA-Spar-Tipp: HiSense AE7000F-Serie

Hisense 55AE7200F: 4K-TV, 55 Zoll, Frameless, Mittelfuß

Hisense 55AE7200F: 4K-TV, 55 Zoll, Frameless, Mittelfuß

Hisense 65AE7200F: 4K-TV, 65 Zoll, Frameless, Mittelfuß

Hisense 65AE7200F: 4K-TV, 65 Zoll, Frameless, Mittelfuß

Vorteile

  • Günstiger Preis
  • Viele Anschlüsse
  • Solides Bild

Nachteile

  • mäßiger Sound
  • keine Aufnahmefunktion

Wir fangen mit einem echten Preis-Leistungs-Knaller an. Die TV-Geräte von Hisense galten schon in den vergangenen Jahren als Geräte mit viel Leistung zum günstigen Preis. Die 2020er-Modelle führen diese Tradition fort. Zum Preis von rund 400 Euro für die 55-Zoll-Version bekommt man mit dem H55AE7200F und dem H55AE7000F ein verbessertes Design, ein wie schon bei den Vorgängern gutes Bild inklusive UHD-Auflösung und Unterstützung für HDR10/HDR10+, ein funktionierendes Smart-TV-System mit Apps für die wichtigsten Dienste und reichlich Anschlüsse: 3× HDMI (1 davon ARC), 2× USB 2.0, Ethernet, WLAN, außerdem ein Tuner für die wichtigsten Übertragungsstandards. Zudem ist Amazons Sprachassistent Alexa integriert.

Gut zu wissen: Die Hisense 7000er-Serie unterscheidet sich von der 7200er-Serie durch Farbdesign und Standfuß, beide sind sonst technisch aber identisch.

Unterm Strich erhält man ein funktional komplettes TV-System mit zwar nicht herausragender, aber solider Klang- und Bildqualität. Um den Klang für Filme und Serien etwas aufzuwerten, empfehlen wir aber eine zusätzliche Soundbar.

Zum Thema: Unsere Empfehlungen zu den besten Soundbars 2020 im Test.

Beste Kompakt-TVs (24 bis 32 Zoll)

Bei TV-Geräten in den „Monitor-Größen“ mit 24- und 32-Zoll-Diagonale muss man Abstriche machen. Unabhängig von Hersteller und Fabrikat ist der Klang in der Regel schlecht, bei den meisten Geräten werden maximal mittelmäßige Panels mit HD- oder Full-HD-Auflösung verbaut, Anschlüsse und Software lassen oft zu wünschen übrig. Als TV für kleine Wohnungen, als preiswerte „Zweit-Glotze“ für Schlafzimmer oder Gartenhäuschen haben sie aber trotzdem natürlich ihre Berechtigung.

Bester 24-Zoll-Fernseher: Philips PFS55-Serie

Philips 24PFS5505: Full-HD-TV, 24-Zoll

Philips 24PFS5505: Full-HD-TV, 24-Zoll

Philips 24PFS5525: Full-HD-TV, 24 Zoll

Philips 24PFS5525: Full-HD-TV, 24 Zoll

Vorteile

  • Günstig
  • Kompakt
  • Full-HD-Auflösung

Nachteile

  • Schlechter Ton
  • Bild nur passabel

Im Bereich 24 Zoll ist unsere Empfehlung der Philips PFS55. Es gibt ihn in mehreren Varianten mit unterschiedlichen Standfüßen und Farben, allen Geräten gemein ist die Full-HD-Auflösung, zwei HDMI-Eingänge, ein USB-Anschluss zum Abspielen von Mediendateien und der Aufnahme von Fernsehsendungen sowie ein Tuner für die relevanten Empfangsarten: DVB-T, DVB-T2, DVB-C, DVB-S, DVB-S2 HD und DVB-C (HD).

Bester 32-Zoll-Fernseher: LG 32LK6200

LG 32LK6200: Full-HD-TV, 32 Zoll

LG 32LK6200: Full-HD-TV, 32 Zoll

Vorteile

  • Gutes Bild
  • Bewährte Software mit vielen Apps
  • Anschlussvielfalt

Nachteile

  • Schlechter Ton

Bei den 32-Zollern empfehlen wir den LG 32LK6200. Ein blickwinkelstarkes Bild in Full-HD-Auflösung, 3 HDMI-Ports, Aufnahme auf USB-Medien und starke Smart-TV-Funktionen mit LGs bewährtem webOS-System und damit einhergehend großer App-Auswahl machen das Gerät zum aktuell besten seiner Klasse. In Stiftung Warentest Ausgabe 1/2020 erhielt das Gerät die Note 2,9 „befriedigend“.

Die besten TVs in kleiner Größe (43 bis 49 Zoll)

Die heutige TV-Standardgröße haben Modelle mit einer Diagonale von 55 Zoll. Muss nun alles, was darunter liegt, als „klein“ gelten? Nein, es gibt weiter empfehlenswerte Geräte mit 40 bis 49 Zoll, die genug Bildfläche für den Alltag bieten. Da der Aufpreis von gleichwertigen Modellen mit 55 Zoll in der Regel aber relativ gering ist, empfehlen sich diese Größen nur dann, wenn entweder der Wohnraum oder das Budget arg beschränkt sind.

Bestes 43-Zoll-TV: Samsung 43Q60T

Samsung Q60T: 4K-TV mit QLED, 43 Zoll,  2020er-Modell

Samsung Q60T: 4K-TV mit QLED, 43 Zoll, 2020er-Modell

Vorteile

  • hohe Bildqualität
  • Twin Tuner
  • Aufnahmefunktion

Nachteile

  • kein Anschluss für Kopfhörer außer Bluetooth
  • relativ teuer

Eine tolle Bildqualität bietet der QLED-Fernseher Q60T von Samsung aus dem Jahr 2020. Dank der guten seitlichen Blickwinkelstabilität können auch Familien oder andere größere Gruppen diese genießen, wenn sie breit verteilt um den Fernseher sitzen. Die Anschlussvielfalt stimmt, per Twin Tuner und USB-Schnittstelle kann man eine Sendung aufzeichnen und parallel eine andere schauen. Die Stiftung Warentest bewertete bereits das (aktuell kaum noch erhältliche) Vorjahresmodell Q60R mit dem Notensiegel 2,0 „gut“. Der noch ungetestete Nachfolger Q60T bietet kleinere Verbesserungen in der Bildqualität, konkret in der Maximalhelligkeit und der Blickwinkelstabilität.

Günstigere 43-Zoll-Alternative: LG 43UN73906LE

LG 43UN73906LE: 4K-LCD-TV, Active HDR, 50 Hz

LG 43UN73906LE: 4K-LCD-TV, Active HDR, 50 Hz

Vorteile

  • Bewährte Software
  • Guter Ton
  • günstig

Nachteile

  • Blickwinkelstabilität nicht optimal

Ein ebenfalls hervorragendes und preiswertes Gesamtpaket in der 43-Zoll-Klasse stellt der LG 43UN73906LE dar. Dieser hat nicht ganz so gute seitliche Blickwinkel, ist dafür aber günstiger und in praktisch allen weiteren Belangen dem Samsung mindestens ebenbürtig, hat sogar den besseren Ton. Auch hier wertet die Stiftung Warentest mit der Note 2,0 „gut“.

Bester 49-Zoller: LG 49SM82007LA

Vorteile

  • Überzeugendes Bild
  • Anschlussvielfalt
  • Gute Software
  • Steuerung per Gesten-Fernbedienung

Nachteile

  • kein Anschluss für Kopfhörer außer Bluetooth
  • Schwer zu finden, weil Auslaufmodell

In diesem Größen- und Preisbereich tummeln sich viele gute Geräte, er ist aber auch sehr volatil. Soll heißen: Modelle werden schnell auf den Markt geworfen und verschwinden schnell wieder. Exemplarisch sei LGs 49-Zoller 49SM82007LA genannt. Dieser hat nicht nur, gemeinsam mit diversen anderen Fernsehern eine Top-Wertung von 1,9 „gut“ bei der Stiftung Warentest abgeräumt, er ist (im Rahmen der üblichen Preisschwankungen) auch der günstigste. Das Bild kann dank Nanocell-IPS-Technologie in 4K und HDR überzeugen. Aber auch der Rest ist solide und ohne Schwächen: Klang, Software und Anschlüsse überzeugen auf dem von LG gewohnten hohen Niveau. Problem: Er ist im Handel schwer zu finden.

49-Zoll-TV: Die Alternativen

Hier eine Auswahl weiterer aktueller guter Modelle auf Basis ihrer Stiftung-Warentest-Wertung. Bitte beachtet, dass die Verfügbarkeit schwanken kann.

Her­stel­ler LG LG LG Sam­sung Sam­sung LG
Mo­dell 49 SM82007LA 49 SM86007LA 49 SM90007LA GQ49Q60R GQ49Q70R 50UM74507LA
Wer­tung Stif­tung Waren­test 1,9 „gut“
(1/2020)
1,9 „gut“
(1/2020)
1,9 „gut“
(1/2020)
1,9 „gut“
(1/2020)
1,9 „gut“
(1/2020)
2,0 „gut“
(11/2019)
Händ­ler Amazon Media­Markt Media­Markt, Amazon Amazon Amazon Saturn
Preis­ver­gleich idealo idealo - idealo idealo idealo

Die besten 55-Zoll- und 65-Zoll-TVs

55 und 65 Zoll sind die beliebtesten und derzeit am häufigsten verkauften Größen für TV-Geräte. Da nahezu jedes populäre 55-Zoll-Gerät auch als 65-Zoll-Version verkauft wird, führen wir hier jeweils beide Versionen auf. Lohnt sich aber der Aufpreis von 65 gegenüber 55 Zoll? Kommt drauf an. Der Größen-Unterschied ist durchaus immens: Ein 65-Zoller bietet rund 40% mehr Bildfläche als ein 55-Zoller. Entsprechend steigen aber auch Platz- und Strombedarf. Gerade wenn ihr von einem älteren, kleineren Gerät kommt, solltet ihr euch vorher bei Freunden oder im Elektronikmarkt kundig machen, wie groß 55- und 65-Zoller wirklich sind und so die optimale TV-Größe für euer Wohnzimmer herausfinden.

Preis-Leistungs-Sieger: LG 55/65SM82007LA

LG 55SM82007LA: 4K-TV, NanoCell, 55 Zoll

LG 55SM82007LA: 4K-TV, NanoCell, 55 Zoll

LG 65SM82007LA: 4K-TV, NanoCell, 65 Zoll

LG 65SM82007LA: 4K-TV, NanoCell, 65 Zoll

Vorteile

  • sehr gutes, helles Bild mit guter Blickwinkelstabilität
  • Smart-TV-System mit guter App-Auswahl

Nachteile

  • kein Kopfhöreranschluss

Bedeutend günstiger als QLED- und OLED-Geräte sind die Nanocell-LCDs von LG. Der SM82007LA ist ein hervorragender Fernseher, sowohl in der (eben erwähnten) 49- als auch in der 55- und 65-Zoll-Klasse. Verzichten muss man zwar auf diverse Schmankerl der Oberklasse, so kann das Panel beispielsweise nur 50/60 Hz darstellen, die Bildqualität ist aber für die meisten Anwendungsfälle absolut hinreichend. Auch die Anschlüsse und Software können überzeugen, nur eine Klinkenbuchse für kabelgebundene Kopfhörer fehlt.

Empfehlung OLED-Fernseher für Spieler und insgesamt: LG OLED BX

LG OLED55BX9LB: 4K-OLED-TV, 55 Zoll, 2020er-Modell

LG OLED55BX9LB: 4K-OLED-TV, 55 Zoll, 2020er-Modell

LG OLED65BX9LB: 4K-OLED-TV, 65 Zoll, 2020er-Modell

LG OLED65BX9LB: 4K-OLED-TV, 65 Zoll, 2020er-Modell

Vorteile

  • Beste Bildqualität (Schwarzwerte, Farben, Kontraste, Blickwinkelstabilität)
  • Guter Sound
  • Gute Bedienung
  • Bewährtes OS mit vielen Apps
  • 2× HDMI 2.1 für zukünftige Konsolen

Nachteile

  • Kein HDR10+
  • Maximalhelligkeit unter der von guten LCD-Panels
  • Nachlassende Helligkeit und Burn-In-Problematik

Sowohl als Allrounder als auch speziell für die Zielgruppe Spieler sind die 2020er-OLED-TVs der BX-Serie von LG empfehlenswert. Sie bieten nicht nur die fantastische Bildqualität der OLED-Bildschirmtechnologie, sondern auch sehr gutes Upscaling von Inhalten mit geringer Auflösung, guten bis sehr guten Klang und vor allem die breite Unterstützung zukunftsgerichteter Anschlusstechnologien: Dank HDMI 2.1 auf zweien der HDMI-Ports kann der Fernseher Inhalte von externen Zuspielern auch in 4K120 und 8K60 entgegennehmen – gerade für die neuen Konsolen Xbox Series X und PlayStation 5 wird das wichtig. Auch die Unterstützung von variablen Wiederholraten (FreeSync / Gsync) und Niedriglatenz-Modi machen die in 55 und 65 Zoll verfügbare BX-Serie zur ersten Wahl für Konsolen- und PC-Gamer.

Mehr zum Thema erfahrt ihr in unserem Schwerpunkt „Die besten Gaming-Fernseher 2020“.

Schließlich ist als Vorteil noch die Fernbedienung zu nennen, LGs Fernbedienung kann man durch Gesten in der Luft wie eine Maus benutzen, um durch die Menüs zu navigieren. Nachteil der BX-Serie: Der Release-Termin war lange nicht klar, letzten Informationen zufolge sollen die Geräte im Herbst 2020 lieferbar sein.

Alternative in mehr Größen und mit besserer Verfügbarkeit: LG OLED CX-Serie

LG OLED55CX9LA: 4K-OLED-TV, 55 Zoll, 2020er-Modell

LG OLED55CX9LA: 4K-OLED-TV, 55 Zoll, 2020er-Modell

Die CX-Serie ist technisch vergleichbar, aber in Details besser als die BX-Fernseher. Ein anderer Standfuß, besserer Bildprozessor, der vor beim Upscaling niedrig aufgelöster Inhalte mehr herausholt. Außerdem funktionieren 4 statt 2 HDMI-Anschlüsse nach dem Standard 2.1. Zudem gibt es den CX neben 55 und 65 Zoll auch in 48 und 77 Zoll.

LG OLED48CX9LB: 4K-OLED-TV, 48 Zoll, 2020er-Modell

LG OLED48CX9LB: 4K-OLED-TV, 48 Zoll, 2020er-Modell

Unsere Empfehlung: Auch wenn die CX-Serie leicht besser ist, reicht fast immer ein BX-Modell aus. Solange das OLED-TV in eurer Wunschgröße nur als CX-Modell verfügbar sein sollte, das gewünschte CX-Modell gleich viel oder nur geringfügig mehr kostet oder ihr eine der alternativen Größen haben wollt, greift zum CX; sonst raten wir aber zum BX-Modell.

Bester OLED-TV für Film- und Serienfans: Philips OLED 800er-Serie

Philips 55OLED805/12: 4K-OLED-TV, 55 Zoll, Ambilight, 2020er-Modell

Philips 55OLED805/12: 4K-OLED-TV, 55 Zoll, Ambilight, 2020er-Modell

Philips 65OLED805/12: 4K-OLED-TV, 65 Zoll, Ambilight, 2020er-Modell

Philips 65OLED805/12: 4K-OLED-TV, 65 Zoll, Ambilight, 2020er-Modell

Ohne HDMI 2.1 und Unterstützung variabler Bildraten sind die OLED-TVs von Philips auch 2020 nicht erste Wahl für Spieler. Dafür machen sie im Bereich der Kompatibilität im Film- und Serien-Bereich Boden gut. Das liegt zum einen an der breiteren Unterstützung von HDR-Formaten: Während die LG-Geräte „nur“ HDR10 und Dolby Vision unterstützen, kommt bei Philips noch HDR10+ hinzu. Zum anderen können DTS-Play-Fi-fähige Lautsprecher angebunden und zu einem Surround-System zusammengefügt werden.

Überdies besitzen die Philips-Geräte Ambilight als Alleinstellungsmerkmal: Auf der Rückseite des Gerätes sind LED-Streifen angebracht, die an den Bildinhalt angepasste Farben auf die Wand hinter dem Fernseher projizieren. Das ist nicht nur angenehm fürs Auge – Stichwort indirekte Beleuchtung – sondern erzeugt bei manchem Zuschauer auch das Gefühl, durch die Farben im peripheren Sichtbereich ein eigentlich größeres Bild zu betrachten. Klar, das ist Trickserei, aber ungemein stimmungsvoll für Filme und Serien. Dazu lässt sich Ambilight mit bestehenden Hue-Lichtern koppeln und auch im ausgeschalteten Zustand nutzen, etwa als Aufwachlicht.

Spartipp: „Olle OLEDs“

Die LG-OLED-Fernseher von 2019 gelten immer noch als gute Optionen. Wer beispielsweise einen B9 oder C9 der 2019er-Serie günstig sieht, kann bedenkenlos zugreifen, auch wenn wir von älteren Modellen abraten. Wichtig zu wissen: Die Hersteller aller aktuellen OLED-TVs, neben LG und Philips auch Panasonic, Sony, Hisense, Metz, Grundig und Loewe beziehen allesamt ihre Panels direkt von LG. Es mag bei den Fernsehern Unterschiede in Design, Software, Ausstattung, Bildabstimmung und -verarbeitung geben – grundsätzlich haben aber alle aktuellen OLED-Fernseher dieselbe hervorragende Bildqualität..

75-Zoll-Fernseher und mehr: Die besten Riesen-TVs

Für alles, was in der 75-Zoll-Klasse und höheren Regionen rangiert, braucht ihr Platz. Dafür erhaltet ihr auch ein gigantisches Bild, das den Raum füllt und Kinoatmosphäre versprüht. Verglichen mit einem 55-Zoller hat ein 75-Zoll-Fernseher 86 Prozent mehr Bildfläche, also nahezu doppelt so viel. Oft bietet sich aufgrund der schieren Größe der Geräte eine Wandbefestigung an, weil die meisten Lowboards zu klein für die TV-Giganten sind – plant diese am besten von Anfang an mit ein. Punktuell sind 75-Zoller auch günstig zu haben – teilweise sogar unter 1.000 Euro. Bei solchen Angeboten sind die Panel aber in der Regel nicht so gut, für die große Bildfläche müsst ihr also Kompromisse bei der Bildqualität eingehen.

Viel Fläche zum guten Preis: Sony KD-75XG8505

Vorteile

  • riesiges und insgesamt gutes Bild
  • 100 Hz
  • bewährtes Betriebssystem (Android TV) mit guter App-Auswahl

Nachteile

  • hoher Platzbedarf
  • Schwächen bei Kontrastumfang und Blickwinkelstabilität
  • mittelmäßiger Ton

Im „Sweet Spot“ aus Preis, Fläche und Bildeigenschaften liegt aus unserer Sicht das Sony-Modell KD-75XG8505. Der 75-Zoller überzeugt mit einem trotz Edge-LED guten Bild, es hat viele Anschlüsse und ein 100-Hz-Panel für flüssige Bewegungen. Das Android-TV-OS ist nicht in jeder Situation das flotteste, hat sich aber bewährt und bietet über den Play Store Zugriff auf die Apps praktisch jedes relevanten Streaming-Dienstes.

8K-Luxus-Klasse: LG OLED ZX-Reihe

LG OLED77ZX9LA: 8K-OLED-TV, 77 Zoll, 2020er-Modell

LG OLED77ZX9LA: 8K-OLED-TV, 77 Zoll, 2020er-Modell

LG OLED88ZX9LA: 8K-OLED-TV, 88 Zoll, 2020er-Modell

LG OLED88ZX9LA: 8K-OLED-TV, 88 Zoll, 2020er-Modell

Vorteile

  • Irre gutes Bild in gigantischen Größen
  • Zukunftssicher dank 8K, HDMI 2.1
  • Taugt auch als Statussymbol

Nachteile

  • teuer unbezahlbar
  • hoher Stromverbrauch

Besonders interessant im 2020er OLED-Lineup von LG sind aber die ZX-Modelle mit 77- und 88-Zoll-Diagonale. Es handelt sich um stattliche, ja raumfüllende Fernseher – die ersten Consumer-OLEDs, die in 8K auflösen. Braucht man das? Nein, im Jahr 2020 sicher noch nicht. Will man das? Ja, natürlich.

Abgesehen von LGs wild-futuristischen Visionen der RX-Reihe sind diese Fernseher sowohl in Sachen Größe als auch in der Bildqualität das Beste, was der Markt derzeit hergibt. Dass man für solch aufregende Fernseher das preisliche Äquivalent eines Neuwagens auf den Tisch legen muss, dürfte allerdings für die meisten Kauf-Interessierten ein dezenter Hindernisgrund sein. Falls nicht, freut sich die GIGA-Redaktion über eine Einladung zum Filmabend – wir bringen auch Chips mit.

Die besten Fernseher: So haben wir ausgewählt

Die Ressourcen, hunderte von Fernsehern zu testen und zu bewerten, haben selbst Fachredaktionen nicht. Daher stützen wir uns in unserer Auswahl, neben eigenen Erfahrungen und Recherchen, auch auf die Expertise solcher Institutionen wie der Stiftung Warentest (alle Testberichte) und Fachmagazinen. In unseren Empfehlungen spiegeln sich auch die Präferenzen von GIGA-Leserinnen und Lesern wieder, weswegen wir beispielsweise auf Aspekte wie Gaming-Fähiggkeiten ein höheres Gewicht legen als eine dicke Bedienungsanleitung, uns eine sauber funktionierende Netflix-App wichtiger ist  als ein Twin-Tuner.

Fernseher kaufen: Was man wissen muss

Der Markt für Fernseher ist fast unüberschaubar. Neben den von uns vorgestellten Exemplaren gibt es hunderte Modelle, teilweise im Angebot zu Spottpreisen. Wenn ihr einen Fernseher kauft, solltet ihr wissen, worauf ihr achten müsst. Deswegen hier ein paar der wichtigsten Infos.

Welche Größe für welchen Sitz-Abstand?

Die Frage nach der optimalen Größe des Fernsehers hängt von vier Faktoren ab:

  • Wie sind die Bedingungen des Raums, in dem der Fernseher stehen soll?
  • Wie groß ist mein Sitzabstand zum TV?
  • Für welche Inhalte nutze ich den Fernseher?
  • Persönliche Präferenzen und Anforderungen

Laut einer bekannten Faustregel soll der Abstand zum Fernseher etwa das 2- bis 3-fache der Bildschirmdiagonale betragen. Ein Fernseher hat zum Beispiel einen Bildschirm mit 55 Zoll in der Diagonale, das sind rund 140 cm – der optimale Sitzabstand zum Gerät beträgt demnach 2,80 m bis 4,20 m. Höhere Abstände erfordern größere Bildschirme, wer aufgrund von Platzmangel näher am TV sitzt, darf auch guten Gewissens zu einem kleineren Gerät greifen.

Wenn man viel hochauflösendes Material schaut, also beispielsweise Filme und Serien in 4K, ist auch ein geringer Abstand oder größerer Fernseher vertretbar, um die Schärfe des Bildes richtig genießen zu können. Konsolenspieler sollten sich im Zweifel ebenfalls für ein größeres Modell entscheiden – schließlich sind die Menü-Punkte in Spielen inzwischen immer kleinteiliger, auch die Schrift ist oft nicht sonderlich groß. Natürlich können bei der Wahl der Größe auch Faktoren wie der individuelle Geschmack oder Sehschwächen eine Rolle spielen.

Fernseher-Preisspanne: Wie viel muss man ausgeben für ein brauchbares TV-Gerät?

Fernseher bewegen sich je nach Größe und Funktion in sehr unterschiedlichen Preiskategorien. 24-Zoll-Fernseher sind bereits unter 200 Euro erhältlich. 50- bis 55-Zoll-Geräte beginnen bei 450 Euro. Wer einen riesigen Bildschirm schätzt, zahlt für 65-Zoll-Fernseher 600 Euro aufwärts. Je nach Zusatzfunktion kann der Preis noch höher werden: 4K-Fernseher in der Größe 55 Zoll beginnen bei 500 bis 800 Euro, wer OLED will, ist schnell bei 1.500 Euro.

Stiftung Warentest warnt: Warum man keinen Supermarkt-Fernseher kaufen sollte

Während der Discounter Aldi bei TVs seit Jahren auf die Marke Medion setzt, sieht es bei anderen Supermärkten etwas vielfältiger aus: Hier erblickt der Kunde beim Einkauf zwischen Käsetheke und Waschmittelregalen nicht selten verlockend günstige Fernseher von Toshiba, Hitachi, Blaupunkt, Sharp und anderen (wohlklingenden) Namen. Die Stiftung Warentest hat sich in einem umfangreichen Test dieser „Aktionsfernseher“ angenommen und sie gegen „Dauerläufer“ antreten lassen. Unter „Dauerläufer“ (Dauerangebot) versteht man ein TV-Modell, das für gewöhnlich über Monate oder sogar Jahre im (Fach-)Handel zu finden ist. Ein „Aktionsmodell“ wird hingegen in geringer Stückzahl produziert und nur für einen kurzen Zeitraum angeboten, meist sind es nur einige Wochen.

Das Fazit der Stiftung Warentest: Lieber etwas mehr ausgeben und ein echtes Markengerät statt günstiger Aktionsware erwerben. Die scheinbaren Schnäppchen haben nämlich mit ruckelnder Darstellung bei schnellen Bewegungen (Sportsendungen), Feature-Armut (kein Internet, kein UHD) und schlechtem Sound zu kämpfen. Nur selten sind qualitative Lichtblicke bei den Supermarkt-TVs zu finden. Für „ein paar Euro mehr“ lohne es sich meist, ein höherwertiges Gerät (z.B. LG, Philips, Metz) zu kaufen und die nur kurzfristig verfügbaren Aktionsfernseher zu umgehen. Der 8-seitige Heftartikel „Fernseher: Vorsicht, Schnäppchenfalle“ ist bei Stiftung Warentest als PDF erhältlich (Bezahlartikel).

Die Aktionsfernseher sind oft mit klangvollen Markennamen versehen, die leider ihre beste Zeit schon hinter sich haben. Ein TV von Blaupunkt stammt zwar vom slowakischen Hersteller UMC, wird aber – vor allem von älterer Kundschaft – noch immer für ein Premiumprodukt „Made in Germany“ gehalten.  Hinter Markennamen wie JVC, Kendo, Hitachi, Toshiba, Techwood und Telefunken steht längst der türkische Elektronik-Riese und OEM-Hersteller Vestel, der hierzulande noch weniger bekannt ist. Was natürlich nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass es sich um ein schlechtes Gerät handelt. Es ist einfach schwerer, unabhängige Testberichte zu bestimmten Modellen zu finden, denn sie sind nur kurzfristig erhältlich.

Allerdings gilt: Ein Küchen-TV, der morgens kurz die Nachrichten zeigt, bevor man auf die Arbeit eilt, muss kein UHD, HDR, Top-Sound und zahlreiche Anschlüsse bieten. Er muss die Nachrichten zeigen, mehr nicht – das schafft auch der 99-Euro-Fernseher vom Supermarkt locker. Wer aber Kinofeeling im Wohnzimmer aufkommen lassen will und die neueste Panel-Generation sowie alle Smart-TV-Funktionen erwartet, wird kaum umher kommen, sich im Fachhandel umzuschauen – oder unseren Empfehlungen zu folgen.

LCD vs. LED vs. QLED vs. OLED: Kampf der Bildschirm-Technologien

Wichtigste Eigenschaft eines Fernsehers ist die Bildqualität. Und die hängt im Wesentlichen vom Panel ab, also dem Bildschirm. Inwiefern sich die einzelnen Bildschirm-Technologien voneinander unterscheiden, welche Vor- und Nachteile sie bieten – das haben wir für euch in diesem Video zusammengefasst:

LCD vs. OLED: Was ist wirklich besser? – TECHfacts

Röhren- und Plasmabildschirme sind technisch überholt und spielen heute praktisch keine Rolle mehr. Die verbreitetsten Panels sind LC-basierte Displays, auch LCDs genannt. Diese werden von vielen Herstellern gefertigt, haben unterschiedliche technische Eigenschaften und eine breite Streuung was die Qualität angeht. Vor- wie Nachteil aller LC-basierten Technologien ist die externe Beleuchtung. So gibt es kein „echtes“ Schwarz auf diesen Bildschirmen und die Beleuchtung kann unregelmäßig sein, dafür können deutlich höhere Helligkeitswerte als bei OLEDs erreicht werden.

In Sachen Beleuchtung gibt es bei LCDs diverse Fachbegriffe, die ebenfalls eine Rolle spielen:

Edge-Lit bzw. Edge-LED bedeutet, dass entweder der gesamte Bildschirm oder, mit Local Dimming, zumindest große Teile des Bildschirms auch in dunklen Szenen beleuchtet werden. Das ist in dunklen Szenen nachteilig für die Bildqualität. Wenn das Budget es zulässt, sollte man sich mindestens für einen Fernseher mit Direct-Lit-Beleuchtung entscheiden. Hier liegt die Beleuchtung hinter dem Display statt an der Seite des Panels, was die Beleuchtung gleichmäßiger erscheinen lässt.

Eine Stufe besser sind Geräte mit Full Array Local Dimming (FALD). Hier besteht die rückwärtige Beleuchtung aus speziell unterteilten Zonen, deren Helligkeit separat geregelt werden kann. Gerade in dunklen Szenen ist das ein deutlicher optischer Vorteil, so werden beispielsweise die schwarzen Balken in Filmen so auch in „echtem“ Schwarz dargestellt. Die Technik erhöht zudem die möglichen Kontraste und verbessert den HDR-Effekt. Allgemein gilt für Fernseher mit Full-Array-Beleuchtung: Je mehr Zonen, desto besser.

LG stellt in der Oberklasse seiner LCD-Linie „NanoCell“-TVs her, Samsung hält mit seinen Marketingbegriff „QLED“ dagegen. Beides sind Technologien für verbesserte Farbabstimmung und ein helleres, kontrastreicheres Bild – allerdings mit klassischer LCD-Technologie. Vorteil von LCD-basierten TVs gegenüber OLED sind, zumindest im hochpreisigen Bereich, deutlich höhere Helligkeitswerte und eine sehr natürliche Farbwiedergabe. Außerdem findet kein „Burn-In-Effekt“ statt. Dafür sind LED-TVs in dunklen Farbbereichen weniger gut, wiewohl Samsungs QLED-TVs und die TVs anderer Hersteller mit Full Array Local Dimming hier aufgeholt haben.

Bei Fernsehern mit OLED-Technik müssen Pixel nicht rückwärtig beleuchtet werden, die Dioden leuchten selbst, was zunächst einmal noch dünnere Fernseher ermöglicht. Großer Vorteil von OLED-Fernsehern sind folglich die „echten“ Schwarztöne, die hervorragende Kontraste und Detailnuancen auch in extrem dunklen Szenen ermöglichen. Außerdem sprechen für OLEDs die intensiven, tiefen Farben mit extrem guten seitlichen Blickwinkeln. Zwar kommt die Maximalhelligkeit nicht ganz an die klassischer LCD-TVs heran und es gibt den so genannten Burn-In-Effekt, der bei längerer Darstellung desselben Motivs über tausende Stunden dauerhafte „Schatten“ im Bild erzeugt – beide Probleme können bei normaler Nutzung aber vernachlässigt werden.

Darüber, ob (Q)LED- oder OLED-TVs die bessere Bildqualität aufweisen, herrschen unterschiedliche Meinungen vor. Die Frage hängt vom persönlichen Geschmack ab, tolle Bilder können beide Technologien produzieren.

4K-Fernseher kaufen oder auf 8K setzen?

4K-Auflösung, auch UHD genannt, besitzt viermal so viele Bildpunkte wie Full-HD. Schaut man Inhalte an, die in 4K-Auflösung vorliegen, profitiert man von einem schärferen und lebensnaheren Bild. Wer nur klassisches Fernsehen und DVDs schauen möchte und nicht vorhat, das in naher Zukunft zu ändern, braucht keinen 4K-Fernseher. Aber: 4K ist mittlerweile etabliert, insbesondere für Streaming-Dienste und 4K-BluRays sowie Gaming auf den gängigen Konsolen (PS4 Pro oder Xbox One X) sowie den kommenden Modellen (PS5, Xboy Series X) lohnt es sich, sich einen 4K-TV zuzulegen. Ab einer Bildschirmgröße von 49 Zoll raten wir daher zu 4K, zumal es in diesen Größen in absehbarer Zeit sowieso kaum noch gute Full-HD-Geräte geben wird.

2019 starteten auch die ersten 8K-Fernseher im Massenmarkt. Die entsprechenden Geräte sind angesichts der, zumindest auf normalen Bildschirmgrößen, kaum wahrnehmbar besseren Bildqualität noch viel zu teuer. Außerdem verbrauchen sie mehr Strom, sie erzeugen viel Wärme und es fehlt aktuell noch an entsprechenden Medien. Für 2020 raten wir Normalverbrauchern also noch vom Kauf von 8K-Fernsehern ab. außer man hat sehr viel Geld übrig und will auch für die Zukunft das Beste vom Besten. Es gilt hier abzuwarten, wie sich die Technik noch entwickelt.

Zum neuen Fernseher braucht man natürlich auch ein passendes Lowboard, auf dem er platziert werden kann – wie dieses Modell bei Otto:

KITALY Lowboard Genio

KITALY Lowboard Genio

HDR: Investition in die Zukunft mit vielen Standards

HDR, kurz für „High Dynamic Range“, sorgt für ein breiteres Farbspektrum, stärkere Kontraste und eine höhere Maximalhelligkeit gegenüber dem „normalen“ SDR (Standard Dynamic Range). Wenn HDR vom abgespielten Inhalt und dem Fernseher genutzt wird, ist der Effekt überzeugend und ein echter Mehrwert.

Allerdings gibt es noch nicht allzu viele Medien, Standards konkurrieren miteinander (HDR10, HDR10+, Dolby Vision, HLG) und gerade Fernseher in unteren Preisbereichen nutzen HDR nicht richtig. Dadurch kann es sein, dass der Unterschied entweder kaum bemerkbar ist oder das Bild auf schlechten Geräten sogar schlechter aussieht als bei SDR. Derzeit ist HDR nur in höheren Preisregionen „Pflicht“. Aber auch dort empfiehlt sich, nicht blind zu kaufen, sondern jeweils Testberichte im Netz zu lesen.

Wichtig für Streaming-Fans: Netflix liefert HDR-Inhalte in den Standards HDR10 und Dolby Vision aus, Amazon Prime unterstützt HDR10 und HDR10+. Samsungs und Philips neuere High-End-Fernseher unterstützen HDR10 und HDR10+, die LG-Geräte HDR10 und Dolby Vision. Soll heißen: Ein optimales Netflix-Bild gibt's bei LG, hübschere Amazon-Prime-Inhalte bei Samsung und Philips – natürlich nur, wenn die Inhalte die jeweiligen Standards unterstützen. Einige wenige TV-Modelle unterstützen mittlerweile sowohl HDR10+ als auch Dolby Vision, etwa die neueren OLED-TVs von Philips und Panasonic.

Was heißt Smart TV – brauche ich das oder kann ich es nachrüsten?

Smart-TV-Funktionen sind für jeden sinnvoll, der sich Inhalte aus dem Netz anschauen möchte – von YouTube über Netflix und Amazon Prime bis hin zu Sky, Disney+, Zattoo, Maxdome und DAZN. Zudem erleichtern Smart-TVs die Bedienung über ausgefeilte Benutzer-Oberflächen. Eine weitere wichtige Funktion ist schließlich das Abspielen von lokalen Inhalten per USB-Datenträger oder im Netzwerk.

Es gibt eine ganze Reihe von Smart-TV-Plattformen, dank denen vor allem Apps und Streaming-Dienste genutzt werden können. Die wichtigsten sind Tizen (Samsung), webOS (LG) und Android TV (Sony, Philips und andere).

Wer einen alten oder leistungsschwachen Fernseher hat, ein Gerät mit mangelhaften Smart-TV-Funktionen oder einen Bildschirm, der keine Smart-TV-Eigenschaften besitzt (viele Projektoren, PC-Monitore und dergleichen), kann trotzdem zum Smart-TV „aufrüsten“. Dafür muss man ein zusätzliches Gerät anschließen. Neben Spielkonsolen wie der PlayStation 4 und Xbox One, die teilweise auch Smart TV-Funktionalität bieten, gibt es günstigere oder spezialisierte Optionen.

Preiswert: Chromecast

Google Chromecast ist ein kleines Gerät, das direkt an einem HDMI-Port des Fernsehers eingestöpselt wird. Damit können Medieninhalte von Netflix und anderen Diensten gestreamt werden. Die Steuerung findet komplett über das Smartphone statt. In der Basis-Version Chromecast 3 eignet sich das Gerät nur für Full-HD-Inhalte, deshalb empfehlen wir den etwas teureren, aber 4K-fähigen Chromecast Ultra. Mehr zum Thema Google Chromecast bei GIGA.

Google Chromecast Ultra: 4K-Streaming-Player

Google Chromecast Ultra: 4K-Streaming-Player

Chromecast-Alternative von Amazon: Fire TV Stick 4K

Fire TV Stick 4K Ultra HD mit Alexa-Sprachfernbedienung

Fire TV Stick 4K Ultra HD mit Alexa-Sprachfernbedienung

Ähnlich viel wie ein Chromecast kostet Amazons Alternative, der Fire TV Stick. Vorteil: eine eigene Nutzeroberfläche, die man per mitgelieferter Fernbedienung direkt auf dem Fernseher bedienen und über die man auch neue Apps installieren kann. Nachteil: Werbung und ein starker Fokus auf Amazons eigene Inhalte. Mehr in unserem Test zum Fire TV Stick 4K.

Vielseitig: Nvidia Shield TV

NVIDIA SHIELD TV Pro: TV-Box für 4K-Streaming

NVIDIA SHIELD TV Pro: TV-Box für 4K-Streaming

Die Nvidia Shield TV Pro (2019) ist eine leistungsfähige Box, über die man ein komplettes Android-TV-System erhält, alle relevanten Streaming-Dienste nutzen kann und lokale Medien per USB-Anschluss oder per Freigabe im Netzwerk abspielt. Der separat erhältliche Game Controller lässt das Gerät zur Spielkonsole werden – entweder direkt auf dem Gerät (Spiele-Apps aus dem Play Store), gestreamt vom PC im lokalen Netzwerk (Nvidia-Geforce-Grafikkarte im PC notwendig) oder aus dem Internet über Nvidias kostenpflichtigen Service Geforce Now.

Für Apple-Fans: Apple TV 4K

Apple TV 4K (32 GB): TV-Box für Streaming und Apps

Apple TV 4K (32 GB): TV-Box für Streaming und Apps

Mit der Streaming-Set-Top-Box Apple TV 4K lassen sich Apples eigene und andere Streaming-Dienste nutzen, natürlich mit 4K- und HDR-Unterstützung. Die Benutzeroberfläche ist vorbildlich gestaltet, über den App Store lädt man, in Verbindung mit zusätzlich erhältlichen Controllern, Spiele herunter. Regelmäßige Updates und eine optimale Unterstützung von AirPlay 2 zeichnen die Box außerdem aus. Die beste Option, wenn man bereits andere Apple-Geräte hat. Mehr in unserem Test zu Apple TV 4K. Kostenpunkt: rund 190 Euro.

Artikel-Historie:

  • 28.06.2019: Initiale Veröffentlichung
  • 18.09.2019: Update: Ambilight-TV ergänzt, Infos zu 8K-TVs ergänzt, Preise aktualisiert, Inhaltsverzeichnis angepasst
  • 10.02.2020: Update: neue Stiftung-Warentest-Testsieger integriert, LCD-Hintergrundbeleuchtung besser erklärt
  • 24.03.2020: Update: Preise aktualisiert, Stiftung-Warentest-Hinweis zu Supermarkt-TVs ergänzt
  • 15.09.2020: Umfassendes Update: Neue TV-Modelle eingearbeitet, Struktur erneuert
Frank Ritter
Frank Ritter, GIGA-Experte.

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