Google-Einstellungen: Standortverlauf deaktivieren – so geht’s

Marco Kratzenberg

Üblicherweise zeichnet Google in Android den Standortverlauf auf und nutzt ihn für verschiedene Personalisierungen. Das kann praktisch sein, aber wenn ihr zum Beispiel Google Now gar nicht nutzt, solltet ihr den Google-Standortverlauf deaktivieren. GIGA zeigt euch, wie ihr ihn abschalten könnt.

Jedes moderne Smartphone ist mit GPS ausgestattet und nicht nur Navi-Apps nutzen diese Chips. Android selbst überwacht und protokolliert jede eurer Bewegungen und weiß ganz genau, wann ihr an welcher Stelle wart. Ihr könnt euch den Google Standortverlauf anzeigen lassen und ihn löschen, aber um das in Zukunft zu verhindern, solltet ihr die Google-Einstellungen aufrufen und den Standortverlauf dauerhaft deaktivieren.

In der Bilderstrecke seht ihr, wie man Google Maps wie ein Profi nutzt:

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So speichert ihr Google-Maps-Routen

In Android den Google-Standortverlauf pausieren – so wird’s gemacht

In Android beziehungsweise bei Google heißt das nicht „Standortverlauf deaktivieren“, sondern man spricht vom „Pausieren“. Es ist aber dasselbe gemeint. Ihr könnt natürlich einzelnen Apps den Zugriff auf den Standort entziehen, aber das hat keinen Einfluss auf die Speicherung in Android. Hier müsst ihr anders vorgehen.

So wird in Google der Standortverlauf deaktiviert:

  1. Öffnet zuerst die Einstellungen-App eures Handys.
  2. Dort scrollt ihr herunter bis zum Eintrag Datenschutz und tippt darauf.
  3. Unter Erweitert findet ihr dann den Menüpunkt Google-Standortverlauf. Tippt darauf, um zu den Standort-Einstellungen von Google zu kommen, die für das ganze Google-Konto gelten und nicht nur für euer Smartphone.
  4. Nun wird eine Webseite in dem Fenster aufgerufen, die euch den augenblicklichen Status eurer Standortverlaufs-Einstellung anzeigt. Diese Webseite könnt ihr auch am Computer im Browser aufrufen, um den Standortverlauf bei Google zu deaktivieren.
  5. Wenn die Aufzeichnung aktiv ist, seht ihr das an einem blauen Schalter.
  6. Tippt darauf, um den Schalter auszumachen und so den Standortverlauf zu pausieren. Vorher müsst ihr noch eine Sicherheitsabfrage bestätigen. Er wird daraufhin grau und ab sofort zeichnet Google euren Standortverlauf nicht mehr auf.

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Wofür verwendet Google den Standortverlauf?

In erster Linie geht es Google bei dem Standortzugriff um die Nutzung in Apps, die euch Vorschläge aufgrund eures Standorts machen. Wenn ihr beispielsweise in einem Geschäft seid, das zur Bezahlung Google Pay unterstützt, werdet ihr darauf hingewiesen. Nutzt ihr Google Now, kann der Dienst euch sagen, wie lange ihr noch nach Hause braucht. Wenn ihr in einem Restaurant wart, fragt euch Google plötzlich, ob ihr es nicht bewerten wollt.

So mancher findet das super, andere fürchten sich vor einer Überwachung. Davon kann aber nur die Rede sein, wenn Dritte jederzeit darauf Zugriff hätten und die Daten auswerten könnten. Doch so abwegig ist das gar nicht: 2018 haben die Strafverfolgungsbehörden der USA Google gezwungen, den Standort jedes Google-Nutzers innerhalb eines Umkreises um eine überfallene Bank herauszugeben. Man war anders nicht in der Lage, die Bilder eines Banküberfalls konkreten Personen zuzuordnen. Auf diese Weise konnte festgestellt werden, welcher Android-Nutzer mit aktiviertem Standortverlauf sich zur fraglichen Zeit in der Nähe befand. In den USA kommt diese Art von Durchsuchung mittlerweile häufig vor. Insofern sollte man dieses vermeintlich praktische Feature noch einmal genauer überdenken.

Welchen Namen wird Google für Android 10.0 "Q" wählen?

Google steht vor einer schwierigen Aufgabe mit der nächsten Namensgebung von Android-Version 10.0 "Q". Nicht viele Süßigkeiten und Gebäcke fangen mit dem Buchstaben an. Wird Google sein Schema beibehalten? Was glaubt ihr, wie Android Q heißen wird? Lasst es uns wissen!

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