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Ist Thrash Metal wirklich Höllen-Lärm? Entstehung, Bands und wichtige Alben des Genres

Die Thrash-Metal-Band Anthrax aus New York in ihren frühen Tagen.
Die Thrash-Metal-Band Anthrax aus New York in ihren frühen Tagen. (© IMAGO / Pond5 Images)

Mitte der 1980er Jahre erhob sich ein neues Genre: Thrash Metal. Wir haben euch die Entstehung, Besonderheiten des Genres, und relevante Bands zusammengetragen.

 
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Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass es sich nicht um „trash“ als Müll handelt, sondern eben um „thrash“, was so viel heißt wie „dreschen“ oder „prügeln“. Damit macht das Subgenre des Heavy Metal seinem Namen auch alle Ehre, denn es gibt richtig was auf die Ohren. Es kristallisierten sich vier wichtige amerikanische Bands für den sogenannten US-Thrash heraus. Auch in Deutschland etablierten sich die deutschen Big Four. Wir erläutern euch, welche Besonderheiten es in dieser Musik-Richtung gibt, wie sie entstanden ist und welche Bands die Grundsteine dafür legten.

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Wie entstand Thrash Metal?

Die in England angelaufene „New Wave of British Heavy Metal“ (NWOBHM), mit Bands wie Iron Maiden oder Motörhead, schwappte in den 1980er Jahren in die USA. Daraus erwuchsen zunächst zwei Strömungen: Glam Metal und Thrash Metal, die sich jedoch schnell stark voneinander abgrenzten. Beeinflusst von den Bands der NWOBHM waren es Mitte der 1980er Jahre die sogenannten Big Four, die als Vorreiter des Thrash Metals gelten: Anthrax, Megadeth, Metallica und Slayer. Ausgerechnet im warmen Kalifornien entstand die Wiege des Thrash Metals.  Doch auch Deutschland und Brasilien blieben von der Entwicklung nicht unberührt. Der Brazilian Thrash Metal gilt als bedeutende Szene, in der Bands wie Sepultura entstanden. Die deutschen Big Four wie Destruction, Kreator, Sodom und Tankgard waren hierzulande bedeutsam für die Thrash Metal Szene. Angeblich geht die Entstehung des Namens „Thrash Metal“ auf den Anthrax-Song „Metal thrashing mad“ aus dem Jahr 1984 zurück. Falls ihr mehr zur Geschichte des Heavy Metal wissen wollt, könnt ihr das Buch „Höllen-Lärm“ von Ian Christe lesen.

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Was macht Thrash Metal besonders?

Obwohl die Schöpfer des Thrash Metals von ihren genannten Idolen beeinflusst waren, strebten sie nach schneller, härter, lauter.  Musikalisch wird auf Geschwindigkeit gesetzt: schnelles Spielen der Gitarren („shredding“), Double-Bass-lastige Schlagzeugbeats wurden mit der Schnelligkeit und Härte des Hardcore Punks kombiniert. Aus diesem Grund wird das Genre gelegentlich als Speed Metal bezeichnet. Der Gesang reicht von melodisch über Shouts bis hin zu tiefem Growling. In den Song-Texten werden verschiedene Themen behandelt, mit denen man aneckte und der Gesellschaft den Spiegel vorhielt. Aber auch Themen wie Einsamkeit oder Selbsthass werden angeschnitten. Damit grenzte man sich stark von dem sich gleichzeitig entwickelnden Glam Metal ab, der schillernd und pompös daherkam. 

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Welche Bands und Alben gehören zum Thrash Metal?

Zu den relevanten Bands des Genres gehören, wie erwähnt, die amerikanischen und deutschen Big Four sowie die brasilianischen Bands Sepultura und Vulcano. Seit den 1990er Jahren haben Bands wie Sepultura oder Pantera Einflüsse aus Alternative- oder NU-Metal in ihre Musik integriert. Die folgenden Bands und Alben zählen zu den wichtigsten der Thrash Metal-Szene:

  • Anthrax (1981) mit „Among the Living“ (1987)
  • Death Angel (1982) mit „The Ultra-Violence“ (1987)
  • Destruction (1982) 
  • Exodus (1981) 
  • Kreator (1982/1983) mit „Pleasure to Kill“ (1986)
  • Megadeth (1983) mit „Rust in Peace“ (1990)
  • Metallica (1981) mit „Master of Puppets“ (1986)
  • Pantera (1981) mit „Cowboys from Hell“ (1990)
  • Sepultura (1984) mit „Chaos A.D.“ (1993) – Die Band wird 2024 ihre Abschiedstour „Farewell European“ geben.
  • Slayer (1981) mit „Reign in Blood“ (1986)
  • Sodom (1982)
  • Testament (1983/1986) mit „The Legacy“ (1987)
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