Nur in eins der beiden neuen Galaxy-Note-10-Modelle  könnt ihr zwei SIM-Karten auf einmal hineinstecken. Wir erklären euch, wie die Hybrid-SIM-Technik funktioniert, welche Karte ihr braucht und was ihr zu beachten habt.

Nur das Samsung Galaxy Note 10 Plus enthält das Dual-SIM-Feature. Im „einfachen“ Note 10 könnt ihr nur eine SIM einschieben und den Speicher auch nicht mit einer microSD-Karte erweitern. Die Dual-SIM-Technik ist mittlerweile immer weiter verbreitet. So einfach wie es scheint, ist dieses Prinzip der zwei SIM-Karten in einem Gerät gar nicht. In einem anderen Artikel erklärt euch mein Kollege Robert, wie Dual-SIM technisch funktioniert.

Hier stellen wir euch die wichtigsten Funktionen des Galaxy Note 10 vor:

Samsung Galaxy Note 10 (Plus): Das Note für Groß und Klein

Dual-SIM im Galaxy Note 10 Plus: Die Einschränkung von Hybrid-SIM

Es gibt deutliche Unterschiede bei den verschiedenen Dual-SIM-Techniken. Das Samsung Galaxy Note 10 Plus verfügt über einen „Hybrid-SIM-Slot“. Das bedeutet, ihr könnt in dem Slot entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM und eine microSD-Karte einstecken. Falls ihr also das Note 10 Plus im Dual-SIM-Modus nutzt, könnt ihr den Speicher nicht erweitern. Allerdings dürfte das kaum eine Rolle spielen, da beide Modelle des Samsung Galaxy Note 10 bereits in der Standard-Ausführung 256 GB internen Speicher haben und das Note 10 Plus auch in einer Variante mit 512 GB Speicher zu bekommen ist.

Bild: Samsung

Die Verwendung von Dual-SIM im Note 10 Plus bedeutet auch, dass der Stromverbrauch des Gerätes höher ist und es gelegentlich etwas wärmer werden kann. Das liegt an der nötigen Technik: Um zwei Sim-Karten mit zwei Telefonnummern gleichzeitig nutzen zu können, braucht ein Smartphone auch zwei Transceiver. Das sind die „Sende-Empfangs-Einheiten“, die auf die Anrufe reagieren.

Bei älteren Dual-SIM-Handys musste man immer manuell zwischen der einen und der anderen Karte umschalten. Während man die eine Karte / Telefonnummer nutzte, konnte die andere keine Anrufe annehmen.

Gleichzeitige Nutzung erfordert also zwei Transceiver. Die benötigen mehr Strom und können gelegentlich auch mehr Wärme erzeugen.

Vorteile der Hybrid-SIM: „Dual-Sim“ oder „SIM mit mehr Speicher“!

Das Galaxy Note 10 Plus lässt euch die Wahl: Mit dem Hybrid-SIM-Slot könnt ihr wahlweise zwei SIM-Karten nutzen, oder neben einer Standard-SIM euren Speicher erweitern.

Üblicherweise bedeutet Dual-SIM, dass ihr zwei Telefonnummern nur zum Telefonieren verwenden könnt. Apps, die mit einer eigenen Telefonnummer registriert werden müssen – wie etwa WhatsApp – können davon nicht profitieren. Denn eigentlich lässt Android immer nur eine Installation einer App zu.

Das ist bei den Samsung-Galaxy-Geräten – und deshalb auch beim Note 10 – anders. Standard-Messenger-Apps lassen sich doppelt installieren und außerdem könnt ihr in Samsungs „sicheren Ordner“ auch noch Kopien eurer Apps anlegen.

In dem Fall bedeutet Dual-SIM also, dass ihr nicht nur unter zwei Telefonnummern erreichbar seid, sondern diese auch noch für zwei verschieden WhatsApp- oder andere Messenger-Installationen nutzen könnt. Im sicheren Ordner sogar völlig versteckt und für neugierige Partner oder Kollegen unbemerkt.

Hybrid-SIM lässt euch außerdem natürlich die Wahl, ob ihr überhaupt zwei SIM-Karten einsteckt, oder lieber den Speicher zusätzlich um bis zu 1 TB erweitert. So eine 1-TB-microSD-Karte kostet allerdings derzeit locker fast 500 Euro. Eine 400-GB-MicroSD ist jedoch schon für 86,80 Euro zu kriegen.

Diese SIM-Karte braucht ihr im Galaxy Note 10

Das Samsung Galaxy Note 10 und das Note 10 Plus verwenden beide eine Nano-SIM. Üblicherweise werden heutzutage SIM-Karten in einem teilbaren Format versendet, so dass die kleinste Nano-SIM jedem zur Verfügung steht. Falls ihr noch eine ältere SIM habt und diese weiter nutzen wollt, könnt ihr eure SIM auch selbst zuschneiden.

Solltet ihr die Dual-SIM-Funktion des Galaxy Note 10 Plus brauchen, so kommen auf beide Steckplätze Nano-SIM-Karten, die quer zum Slot eingelegt werden. Eine eventuelle Speichererweiterung in Form einer microSD-Karte wird längs in den ersten Steckplatz gelegt.

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