Auf der Handy- oder PC-Tastatur kann man sich manchmal leicht verschreiben. Das ist vor allem dann unangenehm, wenn eine Nachricht öffentlich sichtbar ist, zum Beispiel bei Twitter. Kann man bei Twitter Nachrichten nachträglich bearbeiten?

 
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Ein Edit-Button wird von Twitter-Nutzern schon lange gefordert und gewünscht. Derzeit ist es aber nicht möglich, eine Nachricht nach dem Abschicken zu korrigieren. Das ändert sich zukünftig. Die Editier-Funktion wird bereits getestet, steht aber nicht allen Nutzern zur Verfügung.

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Edit-Button für Tweets geplant

Nach jahrelanger Wartezeit führt Twitter endlich einen Edit-Button ein. Die Funktion wird aktuell aber nur in einem kleinen Kreis und gegen Bezahlung über „Twitter Blue“ getestet. Mit einem entsprechenden Konto hat man kurz nach dem Abschicken noch die Möglichkeit, Anpassungen vorzunehmen. In der Testphase liegt die Zeitspanne bei 30 Minuten. Veränderte Tweets werden mit einem Symbol markiert. Alle Änderungen sind nachzuvollziehen, sodass man auch die ursprünglich veröffentlichte Version eines geänderten Tweets noch einsehen kann. Zudem wird angezeigt, auf welche Version Nutzer geantwortet haben. Bei Re-Tweets wird nach einer Änderung des Ausgangsbeitrags der ursprüngliche Tweet in grauer Farbe angezeigt. Es gibt dann den Hinweis auf eine überarbeitete Fassung. Die editierte Version taucht nicht bei dem Nutzer auf, der den Beitrag retweetet hat.

In diesem Beispiel könnt ihr sehen, wie ein bearbeiteter Tweet aussieht:

Es sind fünf Änderungen je Tweet möglich. Antworten auf Tweets anderer Nutzer können nicht bearbeitet werden. Wenn man einen Thread unter einem eigenen Beitrag startet, lässt sich der ursprüngliche Beitrag ebenfalls nicht mehr nachträglich ändern.

  1. Um einen Tweet zu bearbeiten, drückt man auf die drei Punkte bei dem entsprechenden Beitrag.
  2. Twitter-Blue-Nutzer haben dort die Option zum Bearbeiten.
  3. Innerhalb von 30 Minuten nach dem Absenden kann der Tweet dann nachträglich verändert werden.

Nutzt man die Funktion das erste Mal, bekommt man eine Warnmeldung. Diese weist darauf hin, dass die Edit-Funktion derzeit nur in wenigen Ländern getestet wird, Bearbeitungen aber für Nutzer weltweit sichtbar sind. Möglicherweise könnten andere dann daraus auf das Herkunftsland des Nutzers schließen.

Hat man aktuell einen falschen Post verschickt, muss man noch einen Umweg gehen, wenn man ihn korrigieren will. So muss man den ursprünglichen Post löschen, um ihn in der korrigierten Fassung neu zu verschicken. Bereits erhaltene Antworten und Retweets gehen so aber verloren. Peinliche Fehler oder unpassende Nachrichten können zudem in der Zwischenzeit bereits von anderen in einem Screenshot festgehalten worden sein.

Tweet bearbeiten: Edit-Funktion wird getestet

Zwar gibt es viele Gründe, die für eine Editierfunktion sprechen, allerdings gibt es auch gute Argumente gegen ein Bearbeitungs-Feature. Schließlich kann man nicht sicherstellen, dass die Funktion nur dafür verwendet wird, kleine Fehler zu korrigieren, sondern den gesamten Tweet neu zu verfassen. Antworten würden so keinen Sinn mehr ergeben und Retweets möglicherweise unangenehm erscheinen. Twitter verspricht, die Editier-Funktion genau auf solche Vorkommnisse in der Testphase zu untersuchen.

Wann und in welcher Form die Bearbeitungsfunktion für alle Twitter-Nutzer freigeschaltet wird, ist noch nicht bekannt. Erst vor kurzem wurde die „Circle“-Funktion für alle Nutzer freigeschaltet. Twitter Blue ist derzeit nur in USA, Kanada und Australien verfügbar. Der Zugang kostet monatlich 5 US-Dollar, 3,49 kanadische Dollar beziehungsweise 4,49 australische Dollar, was ungefähr 2,50 Euro entspricht.

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