In Krisenzeiten wie diesen, wenn der Coronavirus alle in die Isolation treibt und man dankbar für jede kostenlose Abwechslung ist, lassen natürlich auch die Verbrecher nicht lange auf sich warten. Aktuell wird vor einer WhatsApp-Nachricht gewarnt, die euch ein eine Falle locken will.

 

Phishing: Was ist das?

Facts 

„Wegen der weltweiten Coronavirus-Pandemie gibt Netflix während der Isolation einen freien Zugang zu seiner Plattform. Beeile dich, denn es wird schnell zu Ende sein!“, so oder ähnlich lauten Nachrichten, die derzeit noch im Ausland kursieren. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis es Gauner auch bei uns mit dieser Masche versuchen.

Unser Video erklärt euch, worauf ihr beim WhatsApp-Phishing achten müsst:

WhatsApp Phishing

Phishing und Trojaner – aber kein kostenloses Netflix

Es könnte ja etwas dran sein. Schließlich könnt ihr wegen Corona derzeit schon kostenlos Bücher und Zeitungen lesen, Sky bietet kostenlose Streaming-Pakete und Amazon hat einige Filme und Serien speziell für Kinder kostenlos gemacht.

Aber Netflix hat nichts dergleichen vor und senkt stattdessen sogar noch die Streaming-Qualität.

Darum solltet ihr es auch nicht glauben, wenn euch plötzlich über WhatsApp eine Nachricht mit einem Link erreicht, die euch einen kostenlosen Zugang zum Streaming-Anbieter verspricht.

Zuerst sollte mit diesem Geschäftsmodell wohl versucht werden, durch eine geschickt gemachte Phishing-Seite die Daten der hoffnungsvollen Opfer abzugreifen. Mittlerweile hat sich die Masche etwas verändert: Jetzt führt die Eingabe des Links auf eine Seite im Chrome Web Store, die ein Chrome-Plugin namens „Value+“ anbietet. Das Programm soll die Suchergebnisse bei Google verbessern – indem es Werbung dort einblendet! Das Plugin wurde schon als Betrug gemeldet, wird aber derzeit noch überprüft.

Grundsätzlich solltet ihr bei solchen Angeboten immer sehr vorsichtig sein.

  • Gebt keine kritischen Daten-Kombinationen ein, ohne überprüft zu haben, ob es sich um echte Seiten handelt.
  • Logischerweise müsst ihr euch als Netflix-Kunden nicht bei Netflix um ein kostenloses Konto bewerben. Es ist also Unsinn, wenn eine solche Seite nach eurem Kontokennwort fragt.
  • Wenn ihr nach einem Benutzernamen, einer E-Mail-Adresse und einem bestehenden Passwort gefragt werdet, könnt ihr probeweise erst einmal ein falsches Passwort eingeben. Der echte Anbieter erkennt den Fehler und Betrüger kommen so nicht an eure Zugangsdaten.

Um den Betrug am Laufen zu halten, werdet ihr nach der angeblichen Anmeldung aufgefordert, die betrügerische WhatsApp-Nachricht noch an 10 weitere Kontakte zu schicken – um eure Anmeldung zu aktivieren. Auch das solltet ihr natürlich nicht machen. Warnt stattdessen lieber eure Freunde vor der miesen Masche!

Klebst du deine Kameras ab?