DVB-T2-Tuner kaufen oder nachrüsten: Tipps für das neue HD-Digitalfernsehen

Christin Richter

Die geplante DVB-T-Abschaltung lässt Verbraucher zunehmend verunsichert zurück. Dabei startet ab dem 31. Mai lediglich die Einführung des neuen terrestrischen Antennenfernsehens in den Ballungsräumen und zunächst werden neue und alte Signale simultan übertragen. Wollt ihr aber so früh wie möglich das hochauflösende Bild auf euren Fernseher holen, verraten wir euch hier, was der DVB-T2-Tuner können muss.

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Zunächst braucht ihr einen Full-HD-fähigen Fernseher , der in der Lage ist, das Bild so fein darzustellen. Außerdem sollten euer Receiver und Fernseher mit einem HDMI-Kabel verbunden sein, um die HD-Qualität übertragen zu können. Ihr habt verschiedene Möglichkeiten, in den Genuss von DVB-T2-HD zu kommen:

  •  mit eingebautem DVB-T2-Tuner kaufen
  • DVB-T2-Receiver kaufen
  • Möglichkeit, per HDMI-Stick oder USB- oder Micro-USB-Empfänger einzuschalten – diese sollen künftig auch am Notebook genutzt werden können

Was ist DVB-T2 HD?

Um den DVB-T2-Tuner im Fernseher oder in der Settop-Box nutzen zu können und Privatsender empfangen zu können, muss euer Gerät einen CI-Plus-Schacht für die Smartcard besitzen. Habt ihr ein freenet TV-Abo abgeschlossen, seht ihr auch nach der kostenlosen Testphase die Privatsender über eure Antenne.

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DVB-T2-Tuner: TV-Gerät nachrüsten oder neu kaufen – das sind die Möglichkeiten

Obwohl die Händler wissen, dass ab März ca. drei Millionen Haushalte auf DVB-T2 umsteigen wollen, können Engpässe der Tuner drohen. Einen geeigneten DVB-T2-Tuner zu kaufen, ist noch schwierig. Entweder sind die Tuner-Karten für den Einbau in bestimmte Receiver-Marken gedacht und werden gern mit Tunern für den PC verwechselt, besitzen nicht das offizielle grüne DVB-T2-HD-Logo und sind mit Vorsicht zu genießen. Oder der DVB-T2-Tuner an sich funktioniert zwar für den Empfang der zweiten Generation des terrestrischen Antennenfernsehens, aber der benötigte Software-Decoder ist nicht ab Werk im Lieferumfang enthalten. Das ist beispielsweise beim  für DVB-C, DVB-T2 und DVB-T der Fall. Bei einigen Modellen kann der Decoder aber nachträglich heruntergeladen werden.

  • Wichtig: Euer Tuner muss die HEVC/H.265-Videocodierung unterstützen. Ist das bei eurem Fernseher nicht der Fall, könnt ihr mit einem externen nachrüsten. Um ab Juli die terrestrischen HD-Signale für Privatsender zu empfangen, braucht ihr zusätzlich eine -Smartcard für den TV oder ein Voucher zum Freischalten für euren Receiver.

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Einige Tuner sind schon seit 2014 auf dem Markt und angeblich für den DVB-T2-Empfang bereit. Allerdings konnten viele Kunden das bislang in Deutschland trotz regionaler Testphasen seit 2015 noch nicht ausreichend prüfen und empfingen zwar Sender, diese aber über DVB-T. Hier gilt: Ihr solltet darauf achten, dass der DVB-T2-Tuner den H.265-Codec entschlüsseln kann und es sich nicht um ein Modell handelt, dass nur dem älteren MPEG 2-Standard gerecht wird.

Fernseher mit eingebautem DVB-T2-HD-Tuner

Welche Fernseher, Receiver oder Antennen für DVB-T2-HD-Empfang geeignet sind, könnt ihr auf der Deutschen TV-Plattform checken. Dort filtert ihr einfach nach Gerätetyp, Marke oder anderen Kennzeichen und könnt dann in der Liste sehen, ob das Gerät von sich aus schon die Voraussetzung für den Empfang der Privatsender besitzt oder ob ihr für die Entschlüsselung noch eine Smartcard braucht.

Zur Liste der Deutschen TV-Plattform *

Unter den DVB-T2-Fernsehern finden sich beispielsweise der:

Wenn ihr einen solchen TV inklusive Tuner kauft, achtet auf das grüne DVB-T2-HD-Logo oder das Freenet-TV-Logo. Letzteres zeigt euch, dass ihr damit auch die kostenpflichtigen Privatsender empfangen könnt. Wollt ihr unterwegs Fernsehen in HD-Auflösung genießen, lest unseren Artikel DVB-T2 mit dem iPad empfangen – geht das?

Bildquellen: Jacomo, pikselstockDmitriy Karelin via Shutterstock

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