Videotipps (Seite 2): Bildaufbau und Perspektiven

Sebastian Trepesch 7

7. Bildaufbau nicht dem Zufall überlassen

Die Regeln der Fotografie gelten teilweise auch für das Filmen. So kann man den Regeln des goldenen Schnitts nach die Hauptfiguren etwas versetzt von der Mitte positionieren. Und Vordergrund macht Bild gesund – sprich: Mit etwas Tiefenstaffelung wirkt das Bild weniger flach.

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8. Schärfenverlagerung wie bei Profiproduktionen

Wer nah an den Vordergrund herantritt (zum Beispiel an eine Blume), der bekommt selbst bei dem kleinen Sensor eines Smartphones einen unscharfen Hintergrund. Jetzt kann man während der Aufnahme den Fokus von vorne nach hinten verlagern. Zuerst ist also der Vordergrund scharf, dann der Hintergrund. Am besten funktioniert das mit einer professionellen Video-App wie FiLMiC Pro. Wenn es gelingt, ist es ein tolles Gestaltungsmittel!

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9. Überblicken und variieren

Dem Zuschauer fehlt der Rundumblick. Am besten bietet man nach einem Ortswechsel zunächst einen Überblick mit einer Weitwinkelaufnahme und etwas Distanz. Nahaufnahmen im Wechsel halten das Video spannend. Und Ausnahmen bestätigen die Regel.

10. Zoomen: Weniger ist mehr

Manch Filmemacher lehnt das Zoomen während der Aufnahme grundsätzlich ab: Herangehen ist die natürlichere Methode, ein Objekt größer zu zeigen. Doch wir wollen dem Zoom nicht grundsätzlich seine Berechtigung absprechen. Allerdings sollte man ihn behutsam einsetzen, da die Aufnahme sonst schnell verwackelt wird. Und Wackelbilder sind Mist.

11. Eine Frage der Perspektive

Ungewöhnliche Perspektiven können das Bild spannend machen. Wie wäre es mal mit einer Aufnahme von unten? Die Hardware-Eigenschaften eines schlanken (!) und wassergeschützten (!) Gerätes hat der Smartphone-Filmer großen Kameras voraus. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Aufnahme knapp über der Wasseroberfläche?

12. Schnittfehlern vorbeugen

Vorausschauend ist, wer beim Start und/oder Ende eines Takes auf etwas Neutrales schwenkt. Zum Beispiel vom Gesicht auf die Sandburg, die das Kind gerade baut. Dann kann man in der nächsten Szene wieder die Person zeigen, ohne dass ein Schnittfehler auftritt (weil das Kind plötzlich anders dasteht oder sich gar wo anders befindet).

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