Das iPhone als Videokamera: Die besten Apps zum Filmen und Bearbeiten

Sebastian Trepesch 1

Zwei bis vier Apps reichen schon aus, um mit dem iPhone (fast) professionell anmutende Videos aufzunehmen und zu schneiden. Wir sagen, welche Anwendungen man braucht.

Das iPhone als Videokamera: Die besten Apps zum Filmen und Bearbeiten
Bildquelle: GIGA.

In mehreren Teilen behandeln wir das Thema Gelungene Videos mit dem iPhone drehen. Nach der ersten Folge, die sich um Vorüberlegungen, Einstellungen und Videozubehör drehte, kommen wir nun zu den Aufnahme-Apps:

1. Kamera-App von iOS

Die Kamera-App von iOS hat gegenüber den Konkurrenten einen entscheidenden Vorteil: Sie kann man am schnellsten öffnen, nämlich über das Kontrollzentrum. Das ist einer der Hauptgründe, warum sie bei mir am häufigsten zum Einsatz kommt. Welche Einstellungen man am besten trifft, habe ich schon in der ersten Folge unserer Video-Reihe ausgeführt.

2. FiLMiC Pro – professioneller filmen

Diese Kamera-App bietet gegenüber der iOS-Kamera ein paar entscheidende Vorteile. Einerseits sind die Einstellungen direkt in der App zu erreichen, man kann sie somit schnell ändern. Mit dabei: 3K-Auflösung, geringe Kompression, unterschiedliche Audio-Formate, iPhone-Mikrofon vorne oder hinten, Verwendung eines Bluetooth-Mikrofons und per In-App-Kauf einen LOG-Mode. Letzterer reizt den Sensor optimal aus, die Clips müssen in Farbe und Kontrast allerdings mit Videosoftware nachbearbeitet werden. Es handelt sich nicht um echtes RAW, ist aber eine sinnvolle Alternative.

Zudem erlaubt FiLMiC Pro mehr manuelle Eingriffe während der Aufnahme als die iOS-App, zum Beispiel einen Weißabgleich. Für mich eines der wichtigsten Features: Die Schärfenverlagerung, die man auch während des Filmens so bedienen kann, dass sie optisch überzeugend wirkt. Ein Gestaltungsmittel neben Schwenk und Zoom.

FiLMiC Pro
Entwickler:
Preis: 16,99 €

Wem FiLMiC Pro zu teuer ist, kann ProMovie in Erwägung ziehen:

ProMovie Recorder +
Preis: 3,49 €

3. iMovie – das Schnittprogramm des iPhones

Kommen wir zum Filmschnitt: iMovie ist zwar auf den iPhones nicht vorinstalliert, kann man aber kostenlos laden. Mit dieser App bietet Apple eine gute und leicht zu bedienende Basis für den Filmschnitt. Tolles Feature: Wer auf dem iPad oder Mac weiterschneiden will, kann das Projekt einfach per AirDrop (!) auf ein anderes Apple-Gerät schicken. Klasse! Ich habe schon manch Video im Urlaub oder auf der Heimfahrt auf dem iPhone angefangen zu schneiden und auf dem Mac zu einem Ende gebracht.

iMovie
Entwickler:
Preis: Kostenlos

4. LumaFusion – professioneller schneiden

Soweit so gut, doch auf dem iOS-Gerät selbst sind die Möglichkeiten von iMovie sehr begrenzt. Ein deutlich leistungsfähigeres Tool ist LumaFusion. Für Bild-im-Bild-Video, Farbanpassungen, Überblendungen, Titel und verschiedenste andere Effekte muss man dank dieser App das iOS-Gerät gar nicht mehr verlassen. Anhand von bis zu 3 Videospuren arbeitet man an dem Projekt, zudem kann man drei zusätzliche Audiospuren verwenden. Wer sein Video veröffentlichen will, kann sogar aus einer Musikbibliothek lizenzfreie Tracks wählen.

Per Drag-and-Drop baut man Videos und Übergänge zusammen. Ein Doppeltipp auf einen Clip öffnet das Bearbeitungsfenster. Hier kann man in eine einzelne Szene hineinzoomen, sie verzerren, das Video drehen, spiegeln, Tempo verändern und mehr.

LumaFusion bietet viel. Der Entwickler setzt (angenehmer Weise) nicht auf ein Abo-Modell, dafür ist der Anschaffungspreis etwas höher:

LumaFusion
Entwickler:
Preis: 21,99 €

Etwas günstigere Alternative: Pinnacle Studio Pro von Corel.

Pinnacle Studio Pro
Entwickler:
Preis: 13,99 €
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Weitere Video-Apps für iPhone

Soweit die wichtigsten Apps: nämlich zum Filmen und zum Schneiden. Wer spezielle Effekte wünscht, die die Standard-Apps noch nicht abdecken, findet im App Store weitere Tools. Die Qualität lässt oftmals zu wünschen übrig, manche Anwendungen sind vor allem für Social-Media-Klamauk konzipiert und/oder verlangen zu hohe Abo-Preise. Drei Anwendungen seien noch genannt:

iPhone als Steadycam: Hyperlapse

Die Videos aus Hyperlapse sehen aus, als seien sie mit einer Steadycam aufgezeichnet, so rund und vibrationsfrei sind die Schwenks und Kamerafahrten. Damit das gelingt, benötigt die App nach jeder Aufzeichnung eine kurze Rechenzeit. Auch Zeitraffer-Aufnahmen sind möglich – das ist sogar die eigentliche Aufgabe von Hyperlapse.

Hyperlapse von Instagram
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Schnelle Filter: Musemage

Ein paar Clips aneinanderreihen und mit einem Filter versehen, dafür ist Musemag ein schnelles Tool. Natürlich kann man auch einen einzelnen Clip im Videoeditor der App modifizieren.

Musemage
Preis: Kostenlos

Video-Effekte mit VivaVideo

Einen animierten Schriftzug, animierten Sticker oder ähnliches baut man mit VivaVideo in einen Clip. Die App hat im App Store gute Bewertungen, trotz des etwas chaotischen Designs, bremsender Werbung und einem Abo-Modell. Wer mal einen verspielten Effekt möchte, kann in VivaVideo reinschauen.

VivaVideo-Bester Video Editor
Entwickler:
Preis: Kostenlos

In der nächsten Folge unserer Reihe zum Filmen mit dem iPhone geht es dann um Tipps für die Aufnahme. Sie erscheint in ein paar Tagen auf GIGA APPLE.

Quiz: Was weißt du über Apple?

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