Too Good To Go, zu gut für die Tonne und Co.: Foodsharing-Apps

Christin Richter 1

Foodsharing ist immer mehr Menschen ein Begriff – umso besser, dass es Apps gibt, die helfen, gegen die Lebensmittelverschwendung vorzugehen. Egal, ob ihr beim Foodsharing in Berlin, Köln, München oder einer anderen Region Lebensmittelabfälle vermeiden möchtet, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Essen zu teilen oder zu verwerten. Lest nachfolgend im Ratgeber, was ihr gegen das Wegwerfen von Brot, Gemüse und Co. tun könnt.

Ist die Gurke krumm, sieht der Apfel nicht schön aus, seid ihr euch unsicher, ob ihr den Joghurt noch essen könnt? Auch Restaurants haben am Ende des Tages oft Lebensmittel übrig, die zu schade zum Wegwerfen sind. All diesen Problemen soll mit Foodsharing-Apps entgegengewirkt werden.

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Foodsharing fürs Smartphone und andere Ideen gegen die Verschwendung

Jedes achte Lebensmittel werfen wir weg und viele Menschen versuchen schon, ihre Überschüsse in der Nachbarschaft zu verschenken. Und auch in Großstädten werden immer mehr Vereine aktiv, die helfen, Reste zu verwerten. So existiert neben dem Verein „Restlos glücklich“ in Berlin auch ein Projekt des gleichnamigen Restaurants.

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An bestimmten Aktionstagen werden übrig gebliebene Lebensmittel in Berlin Neukölln zu leckeren Speisen verarbeitet. Aus Ware, die in Supermärkten einfach nicht mehr „schön“ aussieht oder Gemüse, das beispielsweise von der Norm abweicht (zu groß, zu klein, zu krumm) wird in diesem Restaurant Schmackhaftes und sehr ansehnliches gezaubert. Dabei brauchen sich die Speisen nicht zu verstecken und werden auch mit Wein serviert.

Wollt ihr euch auch der Foodsharing-Bewegung anschließen, könnt ihr „Restlos glücklich“ auf Facebook folgen, dort einfach einer Foodsharing-Gruppe in eurer Stadt beitreten oder spezielle Apps nutzen. Drei davon stellen wir euch nachfolgend vor.

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Foodsharing-App: Too Good To Go

Wollt ihr Lebensmittelabfälle vermeiden, habt ihr mit der kostenlosen App „Too Good To Go“ eine praktische App an der Hand. Ob Bäcker, Restaurant oder Café – wenn die Läden schließen, landen nicht verwertete oder verkaufte Waren oft im Müll. Mit dieser App könnt ihr übriggebliebenes Essen von teilnehmenden Gastronomie-Betrieben günstiger bekommen – eine Win-win-Situation für beide Seiten. Schon ab 2 Euro könnt ihr Speisen online bestellen.

Too Good To Go
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Im Geschäft selbst zeigt ihr dann einfach eure Quittung und könnt selbst einen abbaubaren Behälter oder eine bereitgestellte Papiertüte füllen oder ihr bekommt darin die Lebensmittel direkt vom Gastronomen. Es gibt auch eine spezielle Box aus 100% Edelstahl, die ECO Brotbox, die ihr euch allerdings erst selbst kaufen müsst (mehr dazu auf toogoodtogo.de). In der App könnt ihr außerdem

  • Restaurants suchen
  • teilnehmende Gaststätten auf der Karte anzeigen lassen
  • Favoriten-Liste erstellen

Um die App zu nutzen, müsst ihr euch zunächst einen Account erstellen und einloggen. Bezahlen könnt ihr per Kreditkarte oder PayPal. Fazit: Geniale Idee, vorrangig eher in Großstädten zu nutzen.

Gemeinsam mit einer Kollegin von desired haben wir die TGTG-App getestet. Was dabei herausgekommen ist und was wir bei unserem „Reste-Retten“ mit Too Good To Go erlebt haben, lest ihr im Artikel: Diese Erfahrungen habe ich mit „Too GoodTo Go“ gemacht.

Foodsharing-App: Zu gut für die Tonne!

Die kostenlose App „Zu gut für die Tonne!“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft war sogar für den Bundespreis Ecodesign 2014 und den Digital Communication Award 2013 nominiert und bietet viele Features, die euch helfen, etwas gegen die Lebensmittelverschwendung zu tun. Wenn ihr euch die App auf Smartphone oder Tablet geladen habt, stehen euch über 340 Rezepte zur Verfügung, mit denen ihr aus Resten noch schmackhafte Gerichte zaubern könnt. Und diese Rezepte stammen von Sterneköchen wie Johann Lafer, Sarah Wiener oder Daniel Brühl. Regelmäßige Updates erweitern den kostbaren Fundus der Rezepte.

Ihr findet aber mit „Zu gut für die Tonne!“ nicht nur Möglichkeiten, aus wenigen Zutaten leckere Gerichte zu kochen, sondern habt auch eine Merkliste für eure Lieblingsrezepte und erhaltet wertvolle Tipps, für den Umgang mit Lebensmitteln.

In den Kategorien

  • Einkauf,
  • Lagerung,
  • Verwertung
  • und Haltbarkeit könnt ihr Wissenswertes um Gemüse, Obst und Co. herausfinden.

Im Lebensmittellexikon sind alle Informationen in wenigen Klicks gefunden. Aber der Weg zu weniger Abfall fängt schon beim Einkauf an: Hier hilft euch der Einkaufsplaner, die Mengen besser zu planen. Erfahrungen der Nutzer im App Store zeigen, dass die App klar strukturiert ist, die Rezepte und dazugehörige Suchfunktion gut sind. Fazit: Tolle App zur Resteverwertung.

Weitere Artikel zum Thema:

ResQ Club: Foodsharing-App für Restaurants

Ähnlich wie „Too Good To Go“ informiert euch „ResQ Club“ über übrig gebliebene Gerichte, Snacks, Backwaren und weitere Leckereien in Restaurants, Cafés, Hotels oder dem Backstand am Bahnhof.

ResQ Club
Entwickler:
Preis: Kostenlos
ResQ Club
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Gerade, wenn man wieder länger unterwegs ist, bringt es sowohl eine Kosten- als auch Zeitersparnis, sich noch eine Suppe hier oder einen Wrap dort günstiger mitnehmen zu können. Dabei kann es sich sogar um leckeres Sushi oder Buffet-Essen handeln. Auf einer Karte seht ihr Angebote im Umkreis und die Uhrzeit, bis wann ihr euer Paket retten könnt.

Der Clou: Ihr könnt in den Einstellungen angeben, ob ihr euch vegetarisch, vegan, glutenfrei, laktosefrei, laktosearm oder milchfrei ernährt.

Nachteil: Die App lässt euch leider nur per Kreditkarte bezahlen. Je nach Region ist das Angebot der teilnehmenden Restaurants unterschiedlich und so kann es sein, dass in eurer Stadt nur wenige oder keine Angebote zu finden sind.

Wir glauben, uns bewusst und gesund zu ernähren. Der Film „FOOD, INC. – Was essen wir wirklich?“ zeigt, was wirklich hinter den Nahrungsmitteln steckt. Wir haben hier einen kurzen Einblick und eine Meinung zum Film:

"FOOD, INC. - Was essen wir wirklich?" | Deutsch German Kritik Review & Trailer Link [HD].

Bildquellen: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) via zugutfuerdietonne.deBanprikwong yu liang via Shutterstock

Welche Apps oder Webseiten helfen euch, beim Foodsharing mitzumachen? Habt ihr Empfehlungen für unsere Leser? Dann verratet es uns in den Kommentaren.

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