WLAN-Strahlung: Gefährlich oder unbedenklich?

Thomas Kolkmann 5

Vor der Strahlung können wir schon lange nicht mehr weglaufen: WLAN, Handys und andere Geräte die elektromagnetische Felder erzeugen sind Teil unserers Alltags geworden. Doch ist die WLAN-Strahlung überhaupt gefährlich beziehungsweise kann sie die Gesundheit beeinträchtigen?

Wer sich nicht in die Einöde zurückziehen möchte, muss heutzutage mit dem sogenannten „Elektrosmog“ leben, welcher durch allerlei technisches Gerät erzeugt wird. Verschiedene Studien stehen dabei über die Auswirkungen von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern und deren Auswirkung auf Organismen im Wiederspruch zueinander. Für eine Auswertung der Langzeitwirkungen ist die Technik dazu noch zu jung. Dennoch kann man aus den verschiedenen Untersuchungen, Strahlungsmessungen und dem aktuellen Wissensstand einige Schlüsse ziehen, ob das WLAN nun generell schädlich ist.

Bilderstrecke starten
15 Bilder
Galaxy Note 8, Moto G5 Plus und Co.: Diese 15 Smartphones strahlen am wenigsten.

Ist die WLAN-Strahlung gefährlich?

Auf dem heutigen Wissensstand wird die WLAN-Strahlung vom Bundesamt für Strahlenschutz als ungefährlich eingestuft. Die Strahlungbelastung von elektronischen Geräten wird mit der spezifischen Absorptionsrate (SAR) bemessen. Der SAR-Wert gibt dabei die Verträglichkeit gegenüber elektrischen Wechselfeldern an. Wenn ein Körper elektromagnetische Feldenergie aufnimmt, führt dies zu dessen Erwärmung. Die Absorptionsrate wird als Leistung pro Masse (Watt pro Kilogramm) ausgedrückt.

Während der SAR-Wert bei Handys nach wie vor im Durchschnitt bei 1 W/kg liegt, liegen die durchschnittlichen Strahlungswerte von WLAN-Routern und -Geräten gerade einmal 0,1 bis 0,4 W/kg. Dabei wird der Strahlungswert direkt am Gerät gemessen. Im Abstand von einem Meter sinken die Werte bereits um bis zu 80 Prozent. Gegenüber dem direkten Kontakt mit dem Smartphone, sind WLAN-Geräte vergleichsweise Strahlungsarm.

Nach aktuellem Kenntnisstand reichen die bestehnden Grenzwerte für elektromagnetische Felder aus, um gesundheitlichen Gefahren für Menschen auszuschließen. Dennoch rät das Bundesamt für Strahlenschutz dazu, die Strahlung möglichst gering zu halten, da es bisher keine abgeschlossenen Langzeitstudien zu den Auswirkungen über die Strahlungsbelastung über einen längeren Zeitraum gibt. Die Ergebnisse des deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) findet ihr hier.

Auf der Gegenseite dazu stehen einige Untersuchungen, welche sehr wohl negative Auswirkungen – auch weit unter den bestehenden Grenzwerten – durch elektromagnetische Felder bestätigen. Dazu hat der Verein „Diagnose: Funk“ verschiedene Studien, Experimente und deren Befunde in einem Heft (PDF) zusammengefasst.

Unter anderem wird hier von sinkender Konzentrationsfähigkeit, erhöhtem Krebsrisiko, Schädigung der Spermien und weiteren Gesundheitsrisiken durch die tägliche Strahlungsbelastung gesprochen. Besonders problematisch: Die erhöhte Empfindlichkeit von Kindern, die bis zu 10-mal so viel Mikrowellenstrahlung im Knochenmark absorbieren, was wiederum dazu führt, dass selbst die bestehenden Grenzwerte schnell überschritten werden.

Tipps: WLAN-Strahlung mindern

Egal, ob Handy- und WLAN-Strahlung schädlich ist oder man gesundheitlich von negativen Auswirkungen verschont bleibt: Zur Sicherheit anderer und sich selbst, kann man zumindest im eigenen Haushalt vorbeugend handeln. So lässt sich mit Sicherheit die Strahlung im eigenen Haus mindern. Wir haben euch dazu einige Tipps zusammengetragen, wie ihr euch zuhause möglichst wenig WLAN-Strahlung aussetzt.

  • Der WLAN-Router sollte sich nicht in der Nähe von Daueraufenthaltsplätzen befinden (Schreibtisch, Sofa, Bett etc.).
  • In den Einstellungen des WLAN-Routers lässt sich das WLAN für einen bestimmten Zeitraum abschalten. So könnt ihr das WLAN beispielsweise über Nacht automatisch abschalten.
  • Nicht nur der Router strahlt, auch bei den Empfängern (Laptop, Smartphone etc.) ist ein höherer Strahlenwert in der Nähe des WLAN-Moduls vorzufinden. Mit dem Laptop direkt auf dem Schoß oder dem Handy am Ohr setzt ihr euch somit einer höheren Strahlenbelastung aus.
  • Wo möglich, kann man auch auf WLAN und andere Funkstandards verzichten und stattdessen die Geräte per LAN-Kabel verbinden. Wenn euer Router zu wenig LAN-Anschlüsse besitzt, kann schon ein Abhilfe schaffen. Die Kabelverbindung bringt darüber hinaus häufig den Vorteil einer unterbrechungsärmeren Verbindung.

Open-Source vs. kommerzielle Software – was nutzt ihr?

Die Open-Source-Community bietet für nahezu jedes kommerziell erfolgreiche Programm eine freie Alternative an. Egal, ob ihr dem Ideal von Open-Source folgt oder einfach nur gern eure Software kostenfrei bezieht: Wir haben in dieser Umfrage die großen kommerziellen Programme gegen ihr jeweiliges freies Pendant gestellt und wollen euch fragen, was ihr nutzt und/oder bevorzugt.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

  • 19 Fonts, die der Albtraum eines jeden Designers sind

    19 Fonts, die der Albtraum eines jeden Designers sind

    Wer Plakate entwirft, braucht auch die passende Schriftart dazu. Im Internet findet man auf Seiten wie „1001fonts“ massig kreative Fonts. Manchen davon sind allerdings so schrecklich, dass jeder Designer Albträume bekommen dürfte. Wir zeigen euch einige davon – viel Spaß.
    Robert Kägler
  • YouTube-Kindersicherung: Sicheren Modus aktivieren und deaktivieren

    YouTube-Kindersicherung: Sicheren Modus aktivieren und deaktivieren

    YouTube-Videos bieten Unterhaltung für ein ganzes Leben, aber manche Filme sind einfach nicht für Kinder geeignet. Aus diesem Grund gibt es auf YouTube den „eingeschränkten Modus“. Diese „YouTube-Kindersicherung“ könnt ihr aktivieren, um Kindern einen einigermaßen sicheren Zugang zu gewähren. Doch Vorsicht – das ist leicht zu umgehen!
    Marco Kratzenberg
  • XAMPP Portable

    XAMPP Portable

    Mit XAMPP kann man auf einem Windows-PC einen eigenen Apache-Webserver aufsetzen und damit selbst Dateien anbieten oder beispielsweise in der PHP-Umgebung eigene Webseiten testen. Das Paket bietet u.a. PHP, MySQL und Perl.
    Marco Kratzenberg
* gesponsorter Link