Mit dem USB-C-Anschluss möchte sich Apple nicht so richtig anfreunden. Jetzt hat ein Student aus der Schweiz gezeigt, dass sich die AirPods des Herstellers auch ohne Lightning-Kabel aufladen lassen. Ganz so einfach gestaltet sich die Sache aber nicht.

 
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AirPods mit USB-C statt Lightning

Das Verhältnis von Apple zum USB-C-Anschluss hat sich in letzter Zeit zwar gebessert, doch bei einigen Produkten setzt der Hersteller weiter auf den Lightning-Port. Das bekannteste Beispiel ist das iPhone, doch auch das Lade-Case der AirPods lässt sich nur drahtlos oder eben per Lightning wieder mit Strom versorgen.

Dass es auch anders geht, hat der Schweizer Robotik-Student Ken Pillonel jetzt bewiesen. Nachdem er im vergangenen Jahr bereits ein iPhone mit USB-C ausstattete – und das einzigartige Handy anschließend für 86.000 US-Dollar verkaufte – hat er sich nun die AirPods vorgenommen. Mit Erfolg, wie sich zeigt, denn der nachträgliche USB-C-Port-Einbau ist ihm gelungen (Quelle: Exploring the Simulation bei YouTube).

Pillonel zufolge war das ganze Unterfangen alles andere als einfach. Im Vergleich sei es sogar weniger problematisch, einem Android-Handy einen Lightning-Anschluss zu verpassen, als die AirPods um USB-C zu erweitern.

Nun möchte Pillonel die Anleitung für den Umbau als Open-Source-Projekt veröffentlichen, ganz wie bei früheren Projekten dieser Art. Vom Nachmachen rät er aber dennoch ab.

Die weltweiten ersten AirPods mit USB-C-Anschluss im Video:

Apple ohne USB-C: EU baut Druck auf

Geht es nach der Europäischen Union, dann soll in Zukunft nur noch USB-C bei Smartphones, Smartwatches und anderen Elektronikgeräten erlaubt sein. Von dem „Anti-Apple-Gesetz“ sind demnach auch iPhones und iPads betroffen, bei denen Apple zu einem Großteil noch auf den Lightning-Anschluss setzt. Mitte 2024 könnte USB-C in Europa zur Pflicht werden. Zumindest beim iPhone 14 dürfte also noch alles beim alten bleiben.