Ist das noch Android oder doch schon iOS? Ein chinesischer Hersteller hat nun seine ganz eigene Interpretation von Googles mobilem Betriebssystem vorgestellt – und die erinnert an eine Mischung aus iOS und Windows Phone. Bald schon sollen alle eigenen Handys mit Origin OS ausgestattet werden. Was steckt dahinter?

 

Vivo

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Neue Android-Oberfläche: Vivo stellt Origin OS vor

Der chinesische Hersteller Vivo hat wie erwartet eine neue Benutzeroberfläche für Android 11 vorgestellt. Origin OS soll den bisher FunTouch genannten Skin auf allen Handys ersetzen. Vivo hat sich dabei richtig ins Zeug gelegt und diverse Anpassungen durchgeführt, die nicht nur das Aussehen betreffen. Der Fokus von Origin OS liegt unter anderem bei Widgets, die prominent in einem „Klotzki Grid“ genannten System platziert werden. Nutzer sollen aber dennoch die Möglichkeit bekommen, jederzeit zum älteren FunTouch zu wechseln.

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Vivo möchte seine Widgets dynamisch gestalten. Je nach Informationslage können sie also unter anderem die Farbe verändern. Neu sind auch die sogenannten Nano Alerts, mit der Nutzer über Neuigkeiten informiert werden. Ebenfalls neu entwickelt wurden Tools zur Optimierung des Systems. Apps sollen dadurch beim Start weniger Arbeitsspeicher benötigen, können bei Bedarf aber mehr RAM vom System bekommen. Vivo zufolge werden Apps auf eher schwächeren Smartphones flüssiger dargestellt.

Nach abgeschlossenen Tests und der ersten offiziellen Vorstellung möchte der chinesische Hersteller in der ersten Kalenderwoche des Jahres 2021 mit der Verteilung von Origin OS beginnen. Vivo stellt sich hier drei Phasen vor, nach deren Abschluss so gut wie alle neueren Smartphones mit Origin OS statt FunTouch ausgestattet sind. Zu Beginn Kommt die neue Benutzeroberfläche beim Vivo Nex 3S, Vivo X50 (Pro), Vivo S7 und weiteren Handys zum Einsatz. Später folgen dann unter anderem das Vivo Nex 3 und Vivo X30 (Pro).

Mehr zu Origin OS gibt es hier im Video:

Vivo: Trailer zu Origin OS

Vivos Origin OS: Zuerst nur in China

Vivo möchte mit der Verteilung seiner neuen Benutzeroberfläche zunächst in China beginnen. Indien dürfte danach an der Reihe sein. Wie es in anderen Regionen wie zum Beispiel Deutschland aussieht, hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben.