Man sieht sie heutzutage fast an jedem Handgelenk. Fitness-Tracker oder eine Smartwatch, wie zum Beispiel die Apple Watch, sind beliebter denn je. Doch wie gut sind die schlicht als „Wearables“ in einen Topf geworfenen Fitness­-Computer wirklich, wenn es um die Messung von Puls oder Kalorien­ geht? Die Stiftung Warentest hat eine klare Antwort.

 

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Fitnessarmbänder: Bestenfalls befriedigend

Für viele Nutzer dürfte alleine die Motivation durch einen Fitness-Tracker positive Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit haben. Wie es jedoch mit der Präzision der kleinen Geräte aussieht, die heutzutage die Handgelenke vieler Menschen schmücken, zeigt ein Bericht der Stiftung Warentest in Ausgabe 07/2020. Insbesondere die einfachen Armbänder kamen aufgrund diverser Probleme beim Fitness-Tracking nicht über ein befriedigendes Ergebnis hinweg.

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Im aktuellen Vergleich waren dabei insgesamt 21 Geräte vertreten, 13 Smartwatch-Modelle und 8 Fitnessarmbänder. Die Tests umfassen neben der Genauigkeit, zum Beispiel beim Messen von Puls, Kalorien­verbrauch oder Stre­ckenlänge, auch die Bedienung und den Datenschutz.

In der wichtigsten Kategorie, dem Fitness-Tracking, stellten die Tester schnell fest, dass viele der getesteten Bänder nur unzufriedene Ergebnisse lieferten. Lediglich das Honor Band 5 konnte in dieser Kategorie eine befriedigende Note (3,2) erreichen. Xiaomis Mi Smart Band 4 war das Schlusslicht und bekam hier nur ein mangelhaft (4,6).

Die Gesamtnote des Honor Band 5 gibt Stiftung Warentest ebenfalls mit einem befriedigend (3,3) an. Handhabung und Stabilität waren wie die Fitnessmessungen positiv. Abzüge gab es allerdings bei „Kommunikation und weitere Funktionen“ sowie beim Datenschutz; in beiden Kategorien reichte es nur für ein ausreichend.

Die Probleme der günstigen Armbänder lagen beispielsweise bei der Pulsmessung. In den Tests waren die realen Werte teilweise deutlich unter den von den Fitnessarmbändern berichteten Werten. Außerdem sorgte die Schritt- sowie Distanzerkennung für Probleme, wenn die günstigen Armbänder nicht über ein GPS-Modul verfügen und auf das Vorhandensein eines Smartphones angewiesen sind, um genaue Daten zu ermitteln.

Wer wert auf genaues Fitness-Tracking legt, sollte zu einer Smartwatch greifen. Geräte wie die Apple Watch können aber noch mehr, wie diese Alltagstipps zeigen:

Tipps für die Apple Watch

Apple Watch holt sich den Gesamtsieg

Von all diesen Problemen bemerkten die Tester bei der Apple Watch Series 5 (Aluminium, 44 mm) nichts. Mit dem Qualitätsurteil 1,8 der Stiftung Warentest gelang Apples Smartwatch ein klarer Gesamtsieg. In fast allen Bereichen bekam der teuerste Teilnehmer des Tests eine gute oder sehr gute Note. Lediglich „sehr deutliche“ Mängel in der Datenschutzerklärung sorgten für Abzüge, sodass es beim Datenschutz nur für ein befriedigend (2,6) reichte.

Den zweiten Platz hinter der Apple Watch bekam Garmins Forerunner 245 Music. In der Gesamtbewertung kam die Smartwatch auf ein gut (2,2). Beim Fitness-Tracking reichte es ebenfalls noch so gerade für ein gut (2,5), bei Kommunikation und weiteren Funktionen bekam sie jedoch nur ein befriedigend (2,6).

Der vollständige Bericht kann auf der Seite der Stiftung Warentest gefunden werden. Aufgrund der Auswahl der getesteten Geräte wundern sich die Leser dort, warum Geräte von Polar nicht Teil des Tests war. Als Begründung hierfür nennt man, dass die Produkte dieses Herstellers „leider nicht in unseren Fokus Smartwatches und Fitnesstracker passen“. „Polar bietet nur Fitnesscomputer, Trainingscomputer und Laufuhren“, so die Tester.