Nur noch ein paar Tage durchhalten – dann endet der Alptraum. Viele Huawei-Fans glauben, dass mit einer Niederlage von Donald Trump auch die US-Sanktionen gegen den chinesischen Handy-Hersteller verschwinden. Diese Hoffnung ist ein Trugschluss.

 

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Am kommenden Dienstag sind die Amerikaner aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Glaubt man den Umfragen, liegt der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden quasi uneinholbar vorn. Für Europa ist die wahrscheinliche Abwahl von Trump ein Segen. In den vergangenen vier Jahren hat der US-Präsident mit Genuss die Axt ans transatlantische Verhältnis gelegt. Weniger rosig sind aber die Aussichten für China – und da speziell für Huawei.

Auch Demokraten warnen vor Huawei

Bei der Bewertung Chinas herrscht zwischen Republikanern und Demokraten weitgehend Einigkeit. Die Volksrepublik wird als strategischer Gegner wahrgenommen und einziges Land, das den globalen Führungsanspruch der USA herausfordern könnte. Erst im Februar warnte die demokratische Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, vor der Nutzung von Huaweis 5G-Technik: „Hier geht es um die Wahl zwischen Autokratie und Demokratie auf der Datenautobahn“, so die 80-Jährige laut CNBC.

Anfang des Jahres haben Politiker beider Parteien ein Gesetz vorgestellt, das mit einem Budget von 1 Milliarde US-Dollar dabei helfen soll, Alternativen zur 5G-Technik aus China zu entwickeln. Geht es darum, den technologischen Aufstieg der Volksrepublik zu bremsen oder sogar ganz zu stoppen, herrscht zwischen Republikanern und Demokraten seltene Einigkeit.

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Huaweis Probleme gehen weiter

Für Huawei verheißt das alles nichts Gutes. Auch mit einer Trump-Niederlage wird sich am grundlegenden Problem für den Elektronikkonzern wohl erstmal nichts ändern. Ein US-Präsident Joe Biden wäre vielleicht im Ton freundlicher, aber nicht im Inhalt. An den US-Sanktionen gegen den Hersteller dürfte auch ein Machtwechsel im Weißen Haus so schnell nichts ändern. Trotz hervorragender Handys, die der Konkurrenz in einigen Bereichen deutlich überlegen sind, steht Huawei also weiter mit dem Rücken zur Wand.