Einen GTA 5-Heist hat sich dieser Mitarbeiter aus der Bibliothek in Austin, Texas nicht zum Vorbild genommen. Statt Geld oder Diamanten klaute er Druckerpatronen, dafür aber im Wert von 1,3 Millionen Dollar.

 

Videospielkultur

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Keine Männer mit Skimasken, keine Polizeisirenen und keine Verfolgungsjagd, dieser Diebstahl war alles andere als actionreich. Ein Bibliothekar erleichterte seinen Arbeitgeber um stolze 1,3 Millionen Dollar, indem er Druckerpatronen der Bibliothek klaute und diese online verkaufte. Seinen Reichtum gab er unter anderem für Videospiele und Zubehör aus.

Allein schon der Umstand, dass der Diebstahl in einer Bibliothek stattfand, ist so völlig antiklimaktisch zu der erbeuteten Summe, dass es einfach nur absurd ist. Dazu klaute Randall Whited auch eine absolut langweilige Beute in Form von Druckerpatronen. Im Verlauf von 12 Jahren, so der 72-seitige Bericht der Behörden in Austin, habe Whited für die Bibliothek den Bedarf an Druckerpatronen im Wert von den eigentlichen 150.000 Dollar auf 1,5 Millionen angehoben, ohne das es jemand merkte.

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Whited klaute den enormen Überschuss an Druckerpatronen, lagerte sie bei sich zu Hause und verkaufte sie online. Im März 2019 flog er dann auf, als eine Überwachungskamera ihn dabei filmte, wie er Kisten mit Druckerpatronen in sein Auto lud. Demnächst steht die Anhörung wegen des Betruges an.

Zusätzlich nutzte Whited auch noch zehn Kreditkarten der Bibliothek. Mit ihnen kaufte er Videospiele, VR-Ausrüstung, Drohnen und Staubsaugerroboter. Die automatischen Haushaltshelfer hatten aber vermutlich nie viel zu tun, es waren ja überall Kisten mit Druckerpatronen.