Bei BMW bahnt sich ein wichtiger Wechsel an: Statt weiter auf eine eigene Lösung zu setzen, könnte in Zukunft Android Automotive als Betriebssystem im Mittelpunkt stehen. Andere Hersteller wie Volkswagen haben diesen Schritt schon unternommen. Für BMW OS wiederum könnte es vielleicht das Ende bedeuten.

 
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BMW: Hinweise auf Android Automotive

Das Infotainment-System in Autos von BMW könnte sich in Zukunft ganz anders geben als bisher. Möglicherweise plant der deutsche Hersteller den Umstieg vom eigenen System hin zu Googles Auto-Software-Lösung. Hinweise dazu sind bei LinkedIn und in Form von passenden Stellenanzeigen zu finden. BMW ist demnach auf der Suche nach Experten für Android Automotive (Quelle: Android TV Guide bei Twitter).

BMW selbst hat sich noch nicht öffentlich zu einem möglichen Wechsel geäußert. Einfach dürfte dem Autobauer die Entscheidung nicht fallen, hat man doch in den letzten Jahren viel Geld in BMW OS gesteckt. Die Software steht mittlerweile in der achten Version zur Verfügung.

Andere Hersteller wenden sich ebenfalls Android Automotive zu. Volkswagen möchte ab 2023 zumindest für einige Zeit auf Googles Auto-Software setzen und auch Ford will „Millionen von Autos“ mit Android ausstatten. Anders als bei BMW ist bei Ford bisher explizit von Android und nicht Android Automotive die Rede.

Bei BMW ändert sich nur das System, sondern auch die Farbe:

BMW zeigt den Farbwechsel am iX Flow

Android Automotive: Unabhängig vom Handy

Anders als Android oder Android Auto ist Android Automotive nicht an ein gekoppeltes Smartphone gebunden. Das System funktioniert also unabhängiger und kann darüber hinaus noch mehr Aufgaben im Fahrzeug übernehmen. Zusätzlich steht für Android Automotive ein eigener Play Store mit Apps bereit.

Das Open-Source-System wurde ursprünglich von Google und Intel in Kooperation mit Volvo und Audi entwickelt. Autohersteller können das System entweder ohne Änderung übernehmen oder es als Basis für ihre eigene Software nutzen.