Brasilianer machen ihre eigene Nintendo Direct, weil sie sich im Stich gelassen fühlen

Daniel Hartmann

Nintendo-Fans in Brasilien haben es nicht leicht, den für ihr Land gibt es weder was Spiele noch Informationen betrifft keinen ausreichenden Support in ihrer Landessprache. Also machen sie jetzt ihre eigene inoffizielle Nintendo Direct.

Um auf die Probleme der Nintendo-Spieler in Brasilien hinzuweisen hat eine Gruppe von Fans sich einem der Größten direkt selbst angenommen. Anders als beispielsweise für Portugal gibt es für Brasilien keinen offiziellen YouTube-Kanal von Nintendo und damit auch keine Nintendo Direct in Landessprache. Unter der Leitung von Rodrigo Coelho entstand eine brasilianische Version der regelmäßigen Produktvorschau von Nintendo:

Die Beweggründe hinter diesem Video sind nicht nur der Service für brasilianische Spieler, sondern auch das Erregen der Aufmerksamkeit von Nintendo selbst, um ihnen das Problem vor Augen zu führen. Des Weiteren starteten die Fans eine Petition für Spiele in brasilianischer Sprache, einen nationalen YouTube-Kanal und eigene Events in Brasilien.

Kurz zum Hintergrund: 

Nintendo zog sich im Jahr 2015 aus dem brasilianischen Markt zurück. Als Grund dafür nannten sie die hohen Steuern auf Importe, da sie im Gegensatz zu beispielsweise Sony, nicht Brasilien produzieren. Zwar gibt es in Brasilien noch den Switch eShop, der ist aber nur eingeschränkt nutzbar.

Ob der Aufruf der Fans bis zu Nintendo durchdringt, bleibt abzuwarten. Zu wünschen ist es ihnen auf jeden Fall.

Im Gegensatz zu diesen Menschen haben die brasilianischen Fans, die Produkte von Nintendo weitaus mehr verdient:

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20 Menschen, die eine Nintendo Switch definitiv nicht verdient haben

Es ist unwahrscheinlich das Nintendo Brasilien als Markt nicht im Blick hat. Glaubst du, das Video und Petition genug Aufmerksamkeit generieren, damit Nintendo aktiv wird? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

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