Während in Deutschland noch über 5G gestritten wird, ist man in China vielleicht schon einen großen Schritt weiter. Jetzt hat ein Handy-Hersteller seine eigenen Visionen für die Smartphone-Nutzung der Zukunft vorgestellt. Nicht nur besser und schneller soll es werden, sondern ganz neue Dienste den Weg in unseren Alltag finden. Was hat Vivo vor?

 

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Vivo über 6G: Chinesischer Handy-Hersteller spricht über Zukunft

In Deutschland ist LTE weiter König, 5G ist in manchen Städten und Ballungsgebieten aber schon verfügbar. Dass die Entwicklung nach 5G aber nicht einfach aufhört, hat der chinesische Hersteller Vivo jetzt in mehreren Visionen der Öffentlichkeit vorgestellt. Neue Dienste werden uns den Alltag erleichtern, dabei sollen rasante Datenverbindungen und leistungsfähigere Datenspeicherung im Mittelpunkt stehen. Im Ausblick auf das Jahr 2030 hat Vivo gezeigt, das künstliche Intelligenz zusammen mit einer weiter fortschreitenden Digitalisierung neue Möglichkeiten eröffnen wird.

„Die 6G-Ära ist noch ein Jahrzehnt entfernt, aber ein paar Aussagen können wir bereits jetzt mit Zuversicht machen“, meint der Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung bei Vivo. Ihm zufolge wird 6G mehrere Funktechnologien kombinieren können, um so einen sehr viel größeren physischen Raum abzudecken. Neue Services sollen durch die Verschmelzung bisher getrennter Systeme entstehen, heißt es in der Pressemitteilung.

Als im Jahr 2019 der Standard für 5G veröffentlicht wurde, habe man bei Vivo bereits an die Zukunft gedacht und ein eigenes Forschungsteam speziell für 6G eingerichtet. Wie sehr man an der Weiterentwicklung von Mobilfunkstandards interessiert sei, zeigen auch die über 2.000 5G-Patente, die das chinesische Unternehmen bisher angemeldet habe. Zum Portfolio des Smartphone-Herstellers gehören mittlerweile 19 Handys, die mit 5G-Unterstützung herausgebracht wurden.

Zuletzt hat Vivo das X51 mit 5G-Modul vorgestellt:

Vivo X51 5G vorgestellt

6G: Bis zu 400 Gigabit pro Sekunde

Auch wenn funktionierende 6G-Netze noch in weiter Ferne liegen, wird bereits seit dem Jahr 2017 am Nachfolger von 5G gearbeitet. Eines der Ziele liegt dabei in einer massiven Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeit. Hier möchten Forscher bis zu 400 Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Das deutsche Fraunhofer-Institut ist an der Entwicklung von 6G ebenfalls beteiligt.