Ihr möchtet eine eigene Webseite erstellen oder einen eigenen Blog bauen und sucht jetzt nach der geeigneten Plattform, um euer Projekt in die Tat umzusetzen. Da stellst sich die große Frage: Welches CMS soll man verwenden? Keine einfache Entscheidung, aber eine, die langfristige Folgen hat. Damit ihr den Überblick nicht verliert, stellt GIGA die meistgenutzten CMS-Systeme vor.

 

WordPress

Facts 

Das Portal W3Techs (World Wide Web Technology Surveys) veröffentlicht in einer Marktanalyse regelmäßig die Trends der weltweiten Verwendung von CMS (Content Management System). In unserem Vergleich haben wir uns auf die CMS-Systeme fokussiert, bei denen das Erstellen einer Webseite im Vordergrund steht, weshalb wir den Drittplatzierten „Shopify“ nicht in unseren Artikel miteinbegriffen haben. Wir decken in unserem Vergleich die ersten sechs Plätze ab, denn diese sind nicht grundlos Marktführer. Sie sind ausgereift, stabil und einfach in der Handhabung. Damit ihr den richtigen Content Manager findet, ist zu empfehlen, eines der fünf bis zehn besten Systemen auszuwählen.

Die richtige Wahl deiner Plattform ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die ihr treffen müsst, wenn ihr eure Webseite oder euren eigenen Blog erstellen möchtest. Das CMS wird euch mehrere Jahre begleiten und ein Wechsel ist insbesondere bei einem Blog sehr aufwendig. Umso wichtiger ist, dass ihr euch eines aussuchst, welches auch langfristig für dich funktioniert. Um euch die Recherche zu vereinfachen, vergleichen wir hier die fünf meistgenutzten CMS-Systeme (ohne Shopify) weltweit laut dem Ranking von W3Techs. Außerdem zeigen wir auf, welche Fragen ihr euch vor der Entscheidung für euer CMS-System stellen solltest.

Das beliebteste CMS: WordPress

WordPress führt in der Liste des W3Techs mit 35,8 Prozent und ist somit das meist genutzte CMS System weltweit (Stand: April 2020). Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, einen WordPress-Blog oder eine WordPress-Webseite zu erstellen: Zum einen mit WordPress.org, zum anderen mit WordPress.com. Beide Content-Manager sind tatsächlich unterschiedlicher als man glaubt, sie sind auf verschiedene Zielgruppen ausgelegt.

Im Allgemeinen sind die Möglichkeiten für SEO (Suchmaschinenoptimierung) bei WordPress besser als bei vielen anderen CMS. Außerdem habt ihr die Wahl zwischen vielen Themes und Features sowie bei Blogs die Möglichkeit, Tags und Kategorien zu setzen. Bemerkenswert ist zudem, dass die WordPress-Bibliothek mehr als 55.000 Plugins bietet. Beide CMS steht unter den Richtlinien der GNU Public License.

WordPress.com

Bei WordPress.com muss man sich keine eigene Domain und keinen eigenen Webspace kaufen. Jeder Nutzer bekommt automatisch eine Subdomain für den eignen Blog (blogname.wordpress.com) zugewiesen und 3 GB Webspace zu Verfügung, um eigene Fotos, Videos oder Audiodateinen hochzuladen. Nach wenigen Klicks, um euch zu registrieren, könnt ihr dort sofort mit der Einrichtung eurer Webseite beginnen.

Für WordPress.com spricht, dass man sich nicht selbst helfen muss, wenn es um Sicherheitslücken oder Hacker-Angriffe geht. Auch, wenn ihr das Bloggen erst einmal ausprobieren wollt, ist WordPress.com dank der einfachen Bedienung auf jeden Fall geeignet – vor allem, wenn das Schreiben im Vordergrund stehen soll. Die Grundfunktionen sind kostenlos, das macht WordPress laut Stiftung Warentest zum mit Abstand führenden Dienst. Webdesign-Kenntnisse sind zum Befüllen eines WordPress-Blogs nicht nötig, Anfänger finden viele WordPress-Tutorials auf YouTube. Das kostenlose Angebot ist allerdings stark limitiert. Plugins und mehr Auswahl in den Themes bekommt ihr mit dem Abonnement von Plänen, welche bei 4 Euro pro Monat anfangen.

ProKontra
  • Einfache Bedienung
  • Hosting mitinbegriffen
  • Viele kostenlose Tutorials auf YouTube
  • Sicherheit wird von der Plattform gewährleistet
  • Pläne beginnen bei 4 Euro pro Monat
  • Plugins und mehr Auswahl in den Themes nur mit kostenpflichtigem Plan
  • Grundfunktionen eher spärlich

Kosten: Bei WordPress.com kann es sinnvoll sein, einen der kostenpflichtigen Pläne in Betracht zu ziehen, da Plugins und gewisse Themes nicht in der kostenlosen Version enthalten sind.

Kostentabelle:

PlanKostenFunktionen
Kein Plan0 EuroKostenlose Templates, vorinstalliertes SSL-Zertifikat, 3 GB Speicherplatz
Persönlich4 Euro im Monat**Kostenlose Domain für ein Jahr, grundlegender Support per E-Mail und Live-Chat, keine Werbung, 6 GB Speicherplatz
Premium8 Euro im Monat**Unbegrenzte Premium-Themes, erweiterte Design-Anpassung, 13 GB Speicherplatz
Business25 Euro im Monat**200 GB Speicherplatz, 24-Stunden-Support, Plugins, SEO-Tools, kein WordPress-Branding auf der eigenen Seite
E-Commerce45 Euro im Monat**E-Commerce-Marketing-Tools, anpassbare Premium-Themes für Einsteiger

**Alle Pläne werden jährlich abgerechnet.

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WordPress.org

Der ungleiche Zwilling von WordPress.com sieht etwas anders aus: WordPress.org ist eine kostenlose Software, mit der die eigene Webseite erstellt wird und die offizielle Anlaufstelle von WordPress. Als „rohes“ CMS-System besitzt ihr damit die komplette Freiheit, wie ihr eure Webseite aufbaut. Nachdem ihr die CMS-Software kostenlos heruntergeladen habt, bekommt ihr Zugriff auf über 1.000 verschiedener Themes – viele davon sind kostenlos mitinbegriffen. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, zwischen mehr als 5.000 verschiedenen Plugins für eure Seite zu wählen. Zusätzliche Funktionen wie das Erstellen von Membership-Seiten oder Online-Shops auf eurem Blog ermöglichen euch von vornherein eine große Varietät, um eure Webseite zu Monetarisieren.

Mit dieser großen Freiheit kommt aber auch eine große Verantwortung: Bei der Einrichtung müsst ihr euch selbst um euren Webspace und euer Hosting kümmern. Zu den beliebtesten deutschen Hostern zählen Domainfactory, HostEurope und All-Inkl.com. Viele der Anbieter sind schon auf WordPress vorbereitet und erleichtern euch mit einer einfachen One-Click-Installation das Konfigurieren. Neben dem Hosting seid ihr auch für die Sicherheit eurer Webseite verantwortlich, weshalb ihr eure Sicherheits-Plugins immer auf dem neusten Stand halten solltet. Um eure Webseite zu pflegen, ist hier also ein relativ großer Aufwand nötig. Auch die Einstiegshürde, um das CMS zu bedienen, ist relativ hoch. Dafür bietet euch die Software im Nachhinein komplett freie Hand in der Gestaltung eurer Webseite.

ProKontra
  • Kostenlose Software
  • Kostenlose Plugins und Themes
  • Hohe Personalisierung möglich
  • Hohe Einstiegshürde
  • Schwer zu bedienen
  • Eigene Kostenübernahme für das Hosting
  • Sicherheit für die eigene Webseite nicht mitinbegriffen

WordPress.org ist hervorragend geeignet für professionelle Blogs und für alle, die ihre Webseite langfristig betreiben oder möglichst personalisieren möchten.

Kosten: Die Kosten für WordPress.org beinhalten das Hosting, die Domain, sowie Premium-Themes.

Kostentabelle: 

Kosten
DomainCa. 5 bis 20 Euro im Jahr
Webspace10 GB = ca. 10 Euro im Monat
ErweiterungenKostenlos / Kostenpflichtige beginnen bei 47 Euro

Langfristig gesehen sind die Kosten bei WordPress.org niedriger als bei der Schwesternseite WordPress.com – vorausgesetzt, man verfügt selbst über genügend Webdesign-Kenntnisse. Greift man beim Gestalten auf das Know-How eines externen Webdesigners zu, kann das wiederum ziemlich kostspielig werden.

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Das CMS für große Projekte: Joomla

Auf dem zweiten Platz beim CMS-Ranking von W3Techs landet Joomla, das sich durch den breiten Funktionsumfang auszeichnet, der deutlich größer ist als der von WordPress. Joomla ist eine Open-Source-Software und unter der GNU General Public License (GPL) lizenziert. Das CMS ist sehr gut geeignet für große Webseiten mit vielen Gebieten und Kategorien. Solltet ihr also vorhaben, eurer Webseite einen Online-Shop hinzuzufügen oder möchtet ihr, dass mehrere Autoren an eurem Blog beteiligt sind, dann eignet sich Joomla dafür sehr gut.

Im Vergleich mit anderen CMS ist Joomla auch eine sehr komplexe Plattform – nicht zuletzt, weil es dort für das Erstellen einer eigenen Webseite sehr viele Wege gibt. Falls ihr also keine tiefergehenden Vorerfahrungen mit dem Webdesign habt, müsst ihr anfangs viel Zeit investieren. Ein Vorteil für Laien ohne professionelle Erfahrungen in der IT ist die gute Dokumentation und Unterstützung in Form von Online-Handbüchern der Community, dem interaktiven Nutzerforum und der Vielzahl von Tutorials und Joomla-Templates.

Für das Hosting und die Domain seid ihr auch hier selbst verantwortlich, dafür habt ihr freie Wahl zwischen mehr als 8.500 Plugins und 1.000 Themes. Ein großer Vorteil sind die Plugins für die Webseiten-Sicherheit: Ihr seid zwar selbst verantwortlich, aber Joomla hat ein eigenes Team von Webdesignern, die die Sicherheits-Plugins immer „up to date“ halten. Mit Joomla bekommt ihr viel Flexibilität im Bau eurer Webseiten und der Personalisierung. Außerdem könnt ihr euch alles offen halten, wenn es um Erweiterungen eurer Internetseite geht. Unter den Projekten, für die Joomla verantwortlich ist, sind die Webseiten bekannter Firmen und Institutionen wie IKEA, McDonald's, Sony, eBay oder die Harvard University.

ProKontra
  • Herunterladen der Software ist kostenlos
  • Zahlreiche kostenlosen Erweiterungen
  • Guten Support durch die Joomla-Community
  • Gut geeignet für große Webseiten
  • Hohe Einstiegshürde
  • Wenig benutzerfreundlich für Menschen ohne IT-Erfahrungen

Kosten: Joomla kann sowohl für private als auch für kommerzielle Zwecke kostenfrei (ohne Lizenzgebühren) genutzt und angepasst werden.

Kostentabelle:

Kosten
DomainCa. 5 bis 20 Euro im Jahr
Webspace10 GB = ca. 10 Euro im Monat
ErweiterungenDie meisten sind kostenlos

Hier die kostenlose Software Joomla installieren

Das Open-Source-CMS: Drupal

Drupal wird weitaus weniger genutzt als die vorangegangenen CMS-Systeme, da für die Erstellung Grundkenntnisse in PHP, HTML und anderen geläufigen Webentwicklungssprachen vorausgesetzt werden. In der Komplexität ähnelt es Joomla, außerdem ist es so SEO-freundlich wie WordPress. So ist hier auch die bekannte SEO-Erweiterung Yoast SEO verfügbar. Auch Drupal zählt zu den Open-Source-CMS-Systemen und ist lizenziert durch die GNU (General Public License).

Mit dem Download der Software bekommt ihr nur die wichtigsten Grundmodule, Erweiterungen müssen zusätzlich installiert werden. Dadurch könnt ihr euren Blog oder eure Webseite sehr flexibel gestalten und an eure Wünsche anpassen. Nutzt ihr Drupal, habt ihr Zugriff auf über 2.000 kostenlose Designvorlagen, 21.000 Erweiterungen sowie mehr als 35.000 Module, die euch zeigen, wie ihr eure Webseite erstellt. Es ist recht zeitaufwendig, sich die Nutzung anzueignen und das CMS immer auf dem Laufenden zu halten. Drupal ist nicht dafür aber auch eine der Seiten mit der höchsten Sicherheit, mit der richtigen Konfiguration ist sie nur schwer zu hacken.

ProKontra
  • Gute SEO-Möglichkeiten durch das Plugin Yoast SEO
  • Hohe Personalisierung möglich
  • Viele kostenlose Themes und Erweiterungen
  • Hoher Aufwand, um das CMS zu verstehen
  • Kenntnisse im Coding werden vorausgesetzt

Kosten: Für Drupal muss man lediglich für die Domain, das Hosting und, wenn nötig, für zusätzliche Erweiterungen die Kosten übernehmen.

Kostentabelle: 

Kosten
Software-DownloadKostenlos
DomainCa. 5 bis 20 Euro im Jahr
Hosting10 GB = ca. 10 Euro im Monat
ErweiterungenDie meisten sind kostenlos

Im Fall von Drupal ist das Zuziehen eines professionellen Webdesigners wesentlich teurer als bei WordPress. Das ist der Tatsache geschuldet, dass Drupal weniger bekannt ist sowie ausgereiftere Funktionen bietet.

Jetzt die Software Drupal 7 herunterladen

Das „Alleskönner“-Marketing-Tool: Builderall

Nicht gelistet in der Marktanalyse von W3Techs und trotzdem interessant für Webseiten-Neulinge mit niedrigem Startkapital ist Builderall. Das „All in One“-Marketing-Tool erspart euch in vielen Bereichen die Einbeziehung von Drittanbietern. So ist es im Abonnement einbegriffen, einen Online-Shop einzurichten oder E-Mail-Marketing zu betreiben – ein absoluter Vorteil für Blogger. Das Tool bietet simple Templates im Bereich Landingpages und Blogs sowie für Unternehmenswebseiten. Funktionen werden per Drag-and-Drop integriert, die einfachste Methode für Anfänger ohne Erfahrungen im Webdesign.

Der Kunden-Support löst Probleme sehr schnell und ist immer auf Abruf. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es relativ schnell geht, sich in das Tool einzuarbeiten. Euch stehen eine Vielzahl vonsehr klaren Tutorials zu Verfügung. Allerdings muss relativ viel Aufwand betrieben werden, um die eigene Webseite für mobile Endgeräte anzupassen. Und auch bei der Desktop-Version verrutschen manchmal Bilder, sobald die neue Webseite veröffentlicht oder aktualisiert wird. Wir haben das Tool vor mehr als einem Jahr getestet, es kann also sein, dass diese Probleme mittlerweile behoben worden sind. Das Tool ist für alle, die ihren Blog mit einer E-Mail-Liste verknüpfen wollen, sehr empfehlenswert, da so viele Kosten gespart werden können.

ProKontra
  • Kostenlose Probeversion
  • Online-Shop-Integration möglich
  • E-Mail-Marketing mitinbegriffen
  • Einfache Bedienung mit Drag-and-Drop
  • Pläne beginnen bei 20 Euro
  • Aufwendige Mobile-Anpassung
  • Keine große Auswahl an Designs

Kosten: Builderall kann 14 Tage lang kostenlos getestet werden, danach muss ein Plan abonniert werden. Es gibt auch eine kostenlose Version, bei ihr wird allerdings dauerhaft Werbung für Builderall auf der eigenen Webseite angezeigt.

Kostentabelle: Die Pläne in der Übersicht

PlanKostenErweiterungen
FreeKostenlosEine Domain, limitiert Subdomains, Drag-and-Drop-Webseitenbaukasten, E-Mail-Marketing mit 100 Abonnenten, 1 GB Speicherplatz
Builder18,90 Euro pro MonatDrei Domains können registriert werden, keine Builderall-Werbung, 2 GB Speicherplatz
Marketer26,90 Euro pro MonatFünf Domains, E-Mail-Marketing mit 5.000 Abonnenten, CRM-System, SMS- und Telegram-Automatismus, 5 GB Speicherplatz
Essential44,90 Euro pro MonatZehn Domains, E-Mail-Marketing mit 15.000 Abonnenten, Messenger- und Webseiten-Chatbot, Integration von WordPress, 10 GB Speicherplatz
Premium59,90 Euro pro Monat15 Domains, unlimitierte Abonnenten im E-Mail-Marketing, Webinare und Magazine in die Webseite integrierbar, Zugriff auf Online-Lerntools, 10 GB Speicherplatz

Die Webseitenbaukästen Squarespace und Wix

Squarespace(1,4 Prozent) und WIX.com(1,3 Prozent) sind ebenfalls sehr bekannte Webseitenbaukästen, die durch ihre einfache Handhabung überzeugen können. Mit ein bisschen mehr als 40 Designvorlagen bei Squarespace und etwas über 500 bei WIX besitzen beide deutlich weniger Vorlagen als andere CMS-Systeme. Auch wegen der geringeren Auswahl an Erweiterungen sind diese beiden Systeme eher für Gelegenheits-Blogger gedacht.

Was ist ein CMS?

Bei einem Content Management System (CMS) oder Content Manager handelt es sich um eine Software, mit der Anwender Web-Inhalte wie Texte oder Multimedia-Elemente mit wenigen bis gar keinen HTML-Kenntnisse über eine grafische Schnittstelle erstellen, bearbeiten und veröffentlichen können. Es gibt verschiedene Arten von CMS: Zum einen gibt es Systeme, die auf Open Source basieren, wie zum Beispiel Joomla, WordPress.org oder Drupal. Diese zeichnen sich durch ihre kostenlose Software aus, die mit herunterladbaren Erweiterungen individualisiert werden können. Das Hosting der Seite liegt allerdings bei euch.

Auf der anderen Seite bieten WordPress.com, Wix und Squarespace einfach zu bedienende Plattformen, auf denen ihr euch nur anmelden müsst und die das Hosting für euch übernehmen. Dafür gibt es aber auch wenig Platz für Kreativität in der Webseiten-Gestaltung.

Dazu kommen Tools wie Builderall, die aufgrund ihres anderen Fokus (in diesem Fall Marketing) nicht als CMS bezeichnet werden. Ein Tool brilliert an erster Stelle als Werkzeug, nicht als eine Plattform. Trotzdem besteht durchaus die Möglichkeit, Webseiten und Blogs zu erstellen – und das funktioniert sogar ausgesprochen gut.

Wenn man von Themes spricht, so sind die verschiedenen vorgefertigten Designs gemeint, die von CMS-Systemen angeboten werden. Plugins sind nötig, um die Sicherheit eurer Seite oder euer Google-Ranking zu verbessern. Sie müssen separat heruntergeladen werden und können je nach CMS und Abonnement etwas Kosten oder aber auch kostenfrei mitinbegriffen sein.

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10 kostenlose Wordpress-Themes: Best of 2020

Fragen, die ihr euch bei der Wahl eures CMS stellen solltet

Wie viel Geld möchte ich investieren? Hier ist es am besten, möglichst langfristig zu denken – denn ihr werdet so lange zahlen müssen, wie die Webseite existiert. Auf der anderen Seite ist ein Umzug von einem kostenlosen System auf ein kostenpflichtiges oft ziemlich aufwendig. Ihr solltet also schon vor der Investition wissen, welche Optionen ihr langfristig braucht und eure Kaufentscheidung dementsprechend treffen.

Wie sehr möchte ich meinen Blog personalisieren? Ein möglichst individuell aussehender Blog kann sich im Nachhinein auszahlen, denn das trägt maßgeblich zur Markenbildung bei - und das wirkt sich wiederum positiv auf die Besucherzahl aus. Außerdem müsst ihr später nicht den Aufwand betreiben, in ein anderes CMS zu wechseln. Allerdings kommt eine höhere Personalisierung oft mir einer größeren Zeitinvestition einher, womit wir zum nächsten Punkt kommen.

Wie viel Zeit möchte ich in Layout und Webseitenpflege investieren? Es gibt Tools, die einfache „Ein-Klick“-Sicherheitsupdates bieten, andere Webseiten benötigen wiederum etwas mehr Pflege. Zudem dauert es bei personalisierten Blogs natürlich länger, das eigene Layout aufzubauen.

Möchte ich Grundlagen im Webdesign lernen? Für CMS und Tools wie WIX, Squarespace, Builderall oder WordPress.com ist es nicht nötig, sich (viel) mit Webentwicklungssprachen wie HTML oder PHP auseinanderzusetzen. Systeme wie WordPress.org und Joomla hingegen benötigen einige Kenntnisse für die Handhabung oder setzen sie sogar wie im Fall von Drupal voraus. Wollt ihr nicht selber das Coden lernen, sondern einen professionellen Entwickler anstellen, kann das die Kosten für die Webseite weiter erhöhen, außerdem benötigt ihr dann auch dauerhaften Support.

Möchte ich Geld mit meiner Webseite / meinem Blog verdienen? Wenn ihr von vornherein Geld mit eurer Seite verdienen möchtet, eignen sich CMS oder Tools, die euch ein professionelles Blog-Design sowie die Verwendung von E-Mail-Marketing-Tools ermöglichen.

Welche Zusatzfunktionen sind mir wichtig? Möchtet ihr einen persönlichen Blog gestalten, verfolgt aber zeitgleich auch die Leidenschaft, eigenen Schmuck zu fertigen, bietet es sich an, einen Online-Shop in die eigene Webseite zu integrieren – egal ob später oder auch von Anfang an. Daher solltest ihr ein CMS wählen, mit dem ihr diese Funktion schnell und einfach integrieren könnt.

Welche Lizenzen hat ein gutes CMS? Die wichtigste Lizenz ist die GNU (General Public License), die dir vier grundsätzliche Freiheiten zusichert:

  1. Ihr könnt die Software für alle Zweck nutzen (kommerziell wie auch privat).
  2. Ihr könnt den Source-Code Software studieren und verstehen.
  3. Die Software darf bei privater oder interner Nutzung frei modifiziert werden.
  4. Ihr dürft die Software und eure modifizierten Versionen weiter verteilen – allerdings nur unter den gleichen Lizenzbedingungen (GNU).

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Schon seit fast 20 Jahren begeistern die Spiele der Animal Crossing-Reihe kreative Inselbebauer weltweit. Doch wie gut kennt ihr euch mit der Lebenssimulation wirklich aus? In unserem Quiz könnt ihr euch kniffligen Fragen stellen und euer Wissen unter BEweis stellen.

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