E-Bikes liegen in Deutschland voll im Trend. Immer mehr Menschen kaufen sich ein Pedelec, um damit weitere Strecken und bei Steigungen mit Rückenwind angenehmer fahren zu können. Die Verbraucherzentrale will die elektrifizierten Fahrräder nun aber regulieren und neue Gesetze schaffen – zum Vorteil der Kunden, heißt es.

Verbraucherzentrale: E-Bikes ohne Wechselakku sollen abgeschafft werden

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der gefordert wird, dass der Pedelec-Markt stärker reguliert wird und neue Gesetze geschaffen werden sollen. Im Endeffekt geht es darum, dass Pedelecs günstiger und länger genutzt werden können, damit die Kunden Geld sparen und es sich bei den E-Bikes nicht um Wegwerfartikel handelt. Deswegen soll einerseits festgelegt werden, dass die Kunden den Akku selbst austauschen und auslesen können. So soll die Angst vor dem Gebrauchtkauf beseitigt werden. Laut der Verbraucherzentrale gibt es große Vorbehalte beim Kauf eines gebrauchten Pedelecs, da man den Zustand des Akkus nicht feststellen kann. Das soll sich ändern.

Das würde bedeuten, dass Fahrräder mit fest verbauten Akkus, wie beispielsweise von VanMoof, gar nicht mehr verkauft werden dürften. Gleichzeitig müssten die Unternehmen Möglichkeiten schaffen, damit die Kunden selbst auslesen können, in welcher Verfassung sich der Akku befindet. Laut der Umfrage wollen E-Bike-Käufer ihr teures Gefährt mindestens 10 Jahre oder länger fahren. Die Akkus halten meist aber nur fünf Jahre, sodass man sich teuer einen neuen Akku kaufen müsste, wenn diese dann überhaupt noch verkauft werden. Deswegen wird auch gefordert, dass die Hersteller länger Ersatzteile bereitstellen. So soll sichergestellt werden, dass Ersatzteile über die gesamte Lebensdauer eines Pedelecs zur Verfügung stehen – und nicht nur wenige Jahre. Nur so lässt sich die Umwelt wirklich schützen. Deswegen fordert die VZBV die Regulierung von Pedelecs im EU-Ökodesign. Ob es dazu kommt, wird sich zeigen müssen.

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Pedelecs können sich nur Gutverdiener leisten

Die Umfrage der Verbraucherzentrale hat zudem ergeben, dass Pedelecs wegen der hohen Preise meist von Gutverdienern gekauft werden. Nur 6 Prozent aller Befragten mit einem Einkommen von bis zu 1.500 Euro besitzen ein E-Bike. Bei einem Nettoeinkommen von 1.500 bis 3.500 Euro waren es schon 46 Prozent. Deswegen will die Verbraucherzentrale, dass sich Menschen mit geringerem Einkommen auch Pedelecs leisten können.