Bevor Microsoft seinen irren Mega-Deal in die Tat umsetzen kann, muss auch die EU noch ihren Segen geben. Nun ist das Urteil gefallen – und das dürfte das Xbox-Team freuen. 

Update vom 09. März 2021:

Rund 6.000.000.000 Euro lässt sich Microsoft die Übernahme von ZeniMax Media – und damit auch vom bekannten Studio Bethesda – kosten lassen.

Doch der Deal war bislang noch nicht in trockenen Tüchern. Die zuständigen Wettbewerbs-Kommission der EU und der USA mussten noch ihr „Okay“ für das Geschäft geben.

Nun haben sich die beiden Institutionen dazu entschieden, die Bethesda-Übernahme durchzuwinken – endlich wurde die größte Hürde genommen!

Ende des Jahres soll der Deal dann endgültig über die Bühne gehen. Ein voller Erfolg für Microsoft! Welche Folgen die Übernahme am Ende für die Spieler hat bleibt abzuwarten.

Microsoft übernimmt Bethesda und Co: Die EU prüft Wettbewerbsbestimmungen

Stolze 7,5 Milliarden US-Dollar will Microsoft für die Übernahme von ZeniMax Media zahlen – diese Nachricht sorgte bereits im Herbst 2020 in der Gaming-Branche für einigen Trubel. Die Holding-Gesellschaft vereint zahlreiche Entwickler- und Publisher-Studios unter einem Dach – darunter etwa auch Bethesda, id Software, Arkane Studios und Machine Games.

Für Microsoft könnte sich das Geschäft vor allem in der Zukunft auszahlen. Doch auch nach all den Monaten haben die beiden Unternehmen den Deal noch nicht über die Bühne bringen können.

Einer der Gründe: Das offizielle „Okay“ der Europäischen Union fehlt noch. Bei derartigen großen Übernahmen muss die zuständige Kommission erst einmal prüfen, ob der Deal überhaupt zulässig ist. Solche Fälle werden durch die Wettbewerbsbestimmungen der EU geregelt. Ein finales Urteil möchte die Kommission am 5. März 2021 vorlegen – diesen Tag dürften sich sowohl Microsoft als auch ZeniMax Media dick im Kalender markiert haben.

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Gute Chancen für Microsoft: Die EU gibt Vorab-Fazit

Die Chancen für eine erfolgreiche Übernahme stehen jedoch gut – das geht aus einem offiziellen EU-Schreiben hervor. In diesem äußerte sich die Kommission wie folgt:

„Die Kommission hat nach vorläufiger Prüfung festgestellt, dass das angemeldete Vorhaben in den legalen Anwendungsbereich der Fusionskontrollverordnung fallen könnte. Die endgültige Entscheidung über diesen Punkt bleibt jedoch vorbehalten.“

Microsoft hat in diesem Jahr nicht nur viel mit Bethesda vor – auch die Xbox-Konsolen bekommen wieder zahlreiche neue Spiele spendiert:  

Ein bisschen Bedenkzeit möchte man sich aber trotzdem noch lassen. Zudem gibt die EU-Kommission Dritten die Chance, innerhalb von 10 Tagen zum Sachverhalt Stellung zu nehmen und sich somit für oder gegen die Übernahme auszusprechen. Wie die finale Entscheidung der EU am Ende ausfällt, erfahrt ihr dann auf GIGA.