BMW hat mit dem i4 sein neues E-Auto vorgestellt – ein Ausrufezeichen für die Konkurrenz. In einer Hinsicht will man damit sogar Tesla schlagen, obwohl die Elektro-Strategie der Bayern zuletzt eher konservativ daherkam.

 

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BMW i4: Frisches E-Auto kann mit Reichweite überzeugen

Was in den vergangenen Tagen aus dem Hause BMW bekannt geworden ist, wirkt widersprüchlich: Erst hieß es von Finanzchef Nicolas Peter, dass die Bayern künftig eine Doppelstrategie mit Verbrennern und Elektroantrieben fahren. Kaum eine Woche später sind erste Bilder des neuen Stromers da, wird die E-Strategie offenbar nachgeschärft.

Denn entgegen der ursprünglichen Pläne soll der BMW i4 noch 2021 auf die Straße kommen. Mit technischen Daten hält sich der Hersteller allerdings noch bedeckt. Zumindest einige der für E-Autos mitunter wichtigsten Daten hat man aber preisgegeben: Der i4 soll, je nach Variante, mit einer Akku-Ladung bis zu 590 km schaffen – weiter als Teslas Model 3. Wenn der Konzern in den nächsten Wochen mehr bekannt gibt, wird besonders spannend, wie der i4 an der Ladestation performt.

Außerdem setzt man bei der elektrischen Sportlimousine auf Kraft: Innerhalb von 4 Sekunden soll der BMW i4 von 0 auf 100 km/h sprinten, dafür stehen bis zu 390 kW oder 530 PS zur Verfügung. Man setze mit dem i4 auf eine Kombination von „BMW typischer Sportlichkeit, Langstreckenkomfort und nachhaltiger Leistung“, so das Unternehmen. Vorstandsmitglied Pieter Nota ergänzt, mit dem i4 sei „Elektromobilität im Kern der Marke BMW angekommen.

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Konkurrenz im eigenen Konzern: Schwächt Mini BMWs Elektro-Strategie?

Aber stimmt das? So recht will die Ankündigung nicht in das Bild passen, das Finanzchef Peter zuletzt zeichnete. Er sprach davon, dass man bei BMW auch künftig Verbrenner setze, auch der i4 wird als BMW 4er mit Verbrennungsmotor erscheinen.

Wie Electrive berichtet, will man die Marke Mini schrittweise vollständig auf Elektroantrieb umstellen. 2025 soll das letzte klassische Modell erscheinen, ab 2030 nur noch elektrische Minis gebaut werden. Sollte man dabei bleiben, könnte BMW langfristig zur Marke der Elektro-Verweigerer mutieren und das Käuferinteresse innerhalb des Konzerns sich verschieben.