Der Bundestag hat die geplante Home-Office-Pauschale beschlossen. Damit wird steuerlich entlastet, wer während Corona von Zuhause aus arbeiten muss. Die Entlastung wird sich aber nicht auf allen Konten bemerkbar machen.

 

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Update vom 19. Dezember 2020: Die Home-Office-Pauschale ist beschlossene Sache. Damit gibt es in 2021 und 2022 eine Steuerentlastung von 600 Euro für alle, die ins Home Office wechseln mussten. So sollen höhere Kosten für Strom und Heizung oder notwendige Anschaffungen abgefangen werden. Der Betrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, man muss also auf einen geringeren Teil des Bruttolohns Einkommenssteuer zahlen. Das Problem: Der Bundestag hat entschieden, die 600 Euro mit den sonst geltenden Werbungskosten in Höhe von 1.000 Euro – unter anderem der Pendlerpauschale – zu verrechnen. Effektiv kann die Home-Office-Pauschale also nur nutzen, wer die Werbungskosten insgesamt voll ausschöpft. Wie die Zeit berichtet, befürchte man andernfalls zu hohe Kosten. Für die zwei Jahre, in denen die Home-Office-Pauschale gilt, rechne man mit Mehrkosten von knapp einer Milliarde Euro.

Originalartikel:

Durch Corona: 5 Euro am Tag für die Arbeit im Home Office

Dass die Arbeit im Home Office nicht nur schöne Seiten hat, durften in den vergangenen Monaten viele Menschen feststellen. Zwar sparen sich einige Pendler den Weg zum Büro und dass der Übergang in vielen Fällen ohne große Schwierigkeiten vonstatten gegangen ist, hat überrascht – Unternehmen wie Angestellte. Trotzdem bleibt es eine Herausforderung: Arbeiten, ohne die Kollegen wirklich zu sehen, wenige Kontakte, und wer nicht aus eigenem Antrieb an die frische Luft geht, bleibt vielleicht tagelang drinnen. Damit steigt der Verbrauch in den eigenen vier Wänden. Die Rechnungen für Strom, Heizung und Wasser für das Corona-Jahr 2020 dürfte landesweit vor allem eines einen – die Forderung nach Nachzahlungen.

Die große Koalition soll jetzt planen, die Arbeitnehmer im Home Office mit einer Pauschale zu unterstützen. Darüber hatte ursprünglich die FAZ berichtet. Wie unter anderem Golem.de berichtet, werden für die Arbeit im Home Office pro Tag 5 Euro gezahlt, insgesamt aber nicht mehr als 600 Euro pro Jahr. Fraglich ist jedoch noch, ob die Home-Office-Pauschale zusätzlich und unabhängig zum Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr gezahlt wird. Ist dies nicht der Fall, würde sie kaum Entlastung bringen, argumentiert etwa manager-magazin.de.

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Dabei ist genau das der Plan: Man wolle „diejenigen entlasten, die während der Pandemie von zu Hause aus Enormes geleistet haben“, sagte CSU-Finanzpolitiker Sebastian Brehm der FAZ. Und das gerade unabhängig von der Möglichkeit, das Arbeitszimmer in den eigenen vier Wänden bei der Steuererklärung abzusetzen. Das soll sich jetzt ändern, auch wenn noch nicht alle Einzelheiten geklärt sind. Wichtiger Bestandteil der Maßnahmen gegen Corona ist weiterhin die Corona-Warn-App. Dabei gab es kürzlich eine Änderung, die jeder kennen sollte.