Huawei baut die besten Kamera-Smartphones – das ist Allgemeinwissen. In einem neuen Kamera-Test wurde das aktuelle Topmodell der Chinesen aber deutlich geschlagen. Gewinner ist ein Handy, mit dem wohl nur die wenigsten gerechnet hatten.

 

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Seit einigen Jahren sitzt Huawei fest auf dem Kamera-Thron. Regelmäßig können sich die Smartphones des chinesischen Herstellers den Spitzenplatz im renommierten Kamera-Test von DxOMark sichern. Der bekannte YouTuber MKBHD hat jetzt aber einen eigenen Kamera-Test durchgeführt, der die beste Smartphone-Kamera küren sollte. Dort musste sich der aktuelle Sieger bei DxOMark, das Huawei Mate 40 Pro, einem anderen Smartphone geschlagen geben.

Asus ZenFone 7 Pro schlägt Huawei Mate 40 Pro im Kamera-Test

Zur Überraschung vieler hat nämlich das Asus ZenFone 7 Pro gewonnen, das sich im Halbfinale gegen Huaweis derzeitiges Flaggschiff durchsetzen konnte und im Finale siegreich gegenüber dem Xiaomi Mi 10 Ultra hervorging. Das ist eine echte Überraschung, denn Asus ist eher für seine Gaming-Smartphones bekannt und nicht für außergewöhnlich gute Kameras.

Für den Test hat MKBHD insgesamt 16 Smartphones gegeneinander antreten lassen, von günstigen Geräten wie dem Pixel 4a bis hin zu teuren Spitzenmodellen wie dem iPhone 12 Pro Max. In jeder Runde traten zwei Smartphones gegeneinander an, die ein und dasselbe Motiv abfotografierten. Im Anschluss durften Nutzer auf Twitter und Instagram entscheiden, welcher Schnappschuss ihnen besser gefiel – ohne zu wissen, welches Smartphone dahintersteckt. Millionen Stimmen wurden so gezählt.

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Sieger mit Einschränkungen

Ist das Asus ZenFone 7 Pro nun wirklich das beste Kamera-Smartphone? So einfach ist es dann doch nicht, wie auch MKBHD einschränkt. Tatsächlich habe sich nämlich gezeigt, dass Menschen im Allgemeinen wärmere Fotos bevorzugen. Das sei auch der Grund, weshalb Apples iPhones so schlecht abschneiden. Darüber hinaus verändern auch Twitter und Instagram selbst die Fotos so sehr, dass ein echter, objektiver Vergleich gar nicht möglich sei. „Überall im Internet, wo man Fotos postet, werden sie anders aussehen“, so das Fazit des YouTubers.