Auch das noch: Als wenn die Wirtschaftssanktionen gegen Huawei nicht schon schlimm genug wären, muss sich der Handy-Hersteller jetzt mit einem neuen Problem herumschlagen. Auslöser ist mal wieder die US-Regierung, die die Daumenschrauben noch weiter anzieht. 

Der freie Waren- und Personenverkehr ist ein Grundpfeiler der globalisierten Wirtschaft. Für einige Mitarbeiter des Elektronikunternehmens Huawei wird dieser Pfeiler nun aber weggerissen.

Einreiseverbot verhängt: Huawei-Mitarbeiter dürfen USA nicht mehr betreten

Die USA haben ein Einreiseverbot gegenüber „bestimmten Mitarbeitern“ von Huawei erlassen, wie Heise unter Berufung auf eine Erklärung des US-Außenministers Mike Pompeo berichtet. Die US-Administration wirft Huawei vor, Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung zu unterstützen.

In der Erklärung von Pompeo heißt es, dass Huawei ein „Arm des Überwachungsstaates der Kommunistischen Partei Chinas“ sei. Der Konzern soll dabei helfen, Masseninternierungslager in Xingjiang zu ermöglichen. Auch politische Dissidenten soll Huawei zensieren. Als Reaktion darauf haben die Vereinigten Staaten nun ein Einreiseverbot für bestimmte Mitarbeiter verhängt. Welche das genau sind, geht aus der Erklärung nicht hervor.

Ein Leidtragender US-Sanktionen ist auch das Huawei P40 Pro: 

Huawei P40 Pro im Test: Macht das so noch Sinn?

Huawei in wichtiger Netzwerksparte getroffen

Huawei selbst hat sich zu diesen neuerlichen Vorwürfen noch nicht geäußert. Im Allgemeinen bestreitet der Hersteller aber vehement, mit der chinesischen Regierung unter einer Decke zu stecken. Genutzt hat es Huawei bislang aber nichts. Denn nicht allein die US-Regierung zieht die Daumenschrauben an: Unlängst hat auch die britische Regierung angekündigt, Huawei aus Sicherheitsgründen vom 5G-Netzaufbau des Landes komplett auszuschließen – ein schwerer Schlag, da die Netzwerksparte ein großer Umsatztreiber des Konzerns ist. Da hilft es nur wenig, dass Huawei vor kurzem Samsung als größten Smartphone-Hersteller überholt hat.