Huawei hat eine Lösung für ein Problem gefunden, das durch den US-Bann ausgelöst wurde. Der chinesische Hersteller schwenkt kurzfristig auf einen neuen Lieferanten um, was aber nicht jedem potenziellen Käufer von Huawei-Handys gefallen dürfte.

 

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Huawei kauft 5G-Prozessoren von MediaTek

Für Huawei wird es seit dem verstärkten US-Bann immer schwerer, neue Handys zu bauen. Zwar wurden die Sanktionen etwas gelockert und einige Ausnahmegenehmigungen erteilt, trotzdem kann das chinesische Unternehmen beispielsweise keine eigenen Prozessoren mehr fertigen lassen. Genau da kommt jetzt die Änderung auf die Kunden zu. Laut den Informationen von ithome wird Huawei zukünftig bei einigen Smartphones auf MediaTek-Chips setzen. Diese kamen bisher höchstens bei Einsteiger-Modellen zum Einsatz, da Huawei für die Mittelklasse und den High-End-Bereich ja eigene Kirin-Prozessoren zur Verfügung hatte. Huawei-Handys werden aber trotzdem noch in China unverändert stark nachgefragt und so musste eine Lösung gefunden werden.

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Huawei in Bestform: Atemberaubende Handyfotos zeigen, was wirklich möglich ist

MediaTek hat vermutlich durch den Verkauf von Prozessoren an Huawei einen massiven Umsatz- und Gewinnzuwachs erlebt. Der Umsatz stieg direkt um 46 Prozent, der Gewinn sogar um 93 Prozent. Für MediaTek ist so ein großer Partner wie Huawei natürlich ein Segen. Huawei hat sich für die High-End-Prozessoren der Dimensity-Serie entschieden, die genug Leistung bieten sollen und ein 5G-Modem sowie eine NPU besitzen. Für Huawei ist das aktuell die beste Lösung, bis es andere Alternativen gibt. Fans des chinesischen Unternehmen, die den Kirin-Chip bevorzugen, da dort alles aus einer Hand ist, könnten aber enttäuscht sein.

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Huawei will auf lange Sicht eigene Prozessoren fertigen

Huawei entwickelt zwar eigene Kirin-Prozessoren, lässt diese aber von TSMC fertigen. Das ist aktuell nicht mehr möglich, sodass Huawei auf andere Hersteller ausweichen muss, die noch liefern dürfen. Kürzlich wurde bekannt, dass Huawei nun aber auch eigene Prozessoren bauen möchte. Damit würde sich das chinesische Unternehmen komplett unabhängig machen und würde nicht mehr so angreifbar sein, wie es aktuell der Fall ist. Einen anderen Weg kann es für Huawei nicht geben nach den letzten Jahren.

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