In der Technik-Branche steht die Uhr niemals still. Nachdem AMD mit seinen neuen Prozessoren Anfang des Jahres den Laptop-Markt ganz schön aufgemischt hat, meldet sich nun Intel zurück. Erste Testergebnisse zeigen, wie viel Leistung in einem der neuen Chips des AMD-Rivalen schlummert.

Intel Core i7-1165G7: Erste Benchmark des kommenden Laptop-Chips aufgetaucht

Mit Tiger Lake arbeitet Intel an einer neuen Generation an Mobilprozessoren, die noch in diesem Jahr ihren Weg auf den Markt finden sollen. Viel war bislang noch nicht über die neuen Laptop-Prozessoren bekannt, nun macht ein erster Benchmark-Eintrag zu einem der Chips die Runde. Auf Twitter postete der Nutzer _rogame folgenden Screenshot:

Wenn man sich die Werte anschaut, fällt auf, dass Intels Core i7-1165G7 etwa die gleiche CPU-Leistung wie AMDs R7 4800U erreicht – und das, obwohl Intels Chip nur die Hälfte der Kerne besitzt. Die Single-Core-Performance von Tiger Lake scheint also ordentlich was herzumachen. Gleichzeitig sollte man jedoch nicht vergessen, dass der verwendete „3DMark 11″-Benchmark inzwischen gute 10 Jahre auf dem Buckel hat und dementsprechend schlecht mit einer höheren Anzahl an Kernen skaliert.

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Mit den Benchmarks von 3DMark lässt sich nicht nur die Performance von PCs, sondern auch von Smartphones miteinander vergleichen: 

3DMark - Ein Benchmark für all eure Hardware

Viel interessanter sind jedoch die Ergebnisse der Grafiktests. Hier muss sich Intels neuer Prozessor nämlich ebenfalls nicht verstecken. Die integrierte Grafikeinheit erreicht etwa 13 Prozent mehr Punkte als das Pendant von AMD. Es sei jedoch angemerkt, dass es sich beim Intel-Chip anscheinend um eine 28-Watt-CPU handelt, während der AMD Ryzen 7 lediglich eine TDP von 15 Watt hat. In Benchmarks dürften sich beide Prozessoren jedoch deutlich mehr Leistung genehmigen.

Tests mit aktuelleren Benchmarks würden einen aussagekräftigeren Schluss zur Leistungsfähigkeit zulassen – doch Intel scheint vor allem die Performance der integrierten Grafikeinheit mit Tiger Lake erhöhen zu wollen. Zudem sollte man nicht vergessen, dass synthetische Benchmarks zwar einen ersten Anhaltspunkt zur Performance einer CPU liefern, die Leistungswerte im Praxistest jedoch deutlich davon abweichen können.

Wie gut Intels nächste Prozessorgeneration im Vergleich zu AMDs Ryzen-4000-Chips ausfällt, wird sich wahrscheinlich erst nach dem Release herausstellen.